Ich glaube inzwischen Sattelsteifigkeit ist ein bisher zu wenig beachteter Faktor bei MTB
bremsen-Tests.
Pinkbike hatte ja im letzten Shootout versucht durch das abbremsen eines Autos auf asphalt erkentnisse über die bremskraft der
bremsen zu erhalten.
An sich ein interessantes Experiment, denn man vergleich nicht die Bremskraft in relation zur Handkraft sondern die maximale bremskraft die die bremse bei möglichst starkem zug am hebel erzeugen kann.
Leider haben sie jede Bremse nur einmal getestet, daher kennen wir die "Margin of error" nicht. Möglicherweise sind die ergebnisse also reiner zufall.
Wenn man aber mal wohlwollend annimmt, dass die ergebnisse in etwa die realität wiederspiegeln dann fällt auf das
bremsen mit weichem druckpunkt, wie z.b. die Hope V4 oder die Cura 4 die für ihren flexenden
sattel berüchtigt ist, ehr schlecht abschneiden.
Bremsen mit hartem druckpunkt schneiden besser ab.
Anhang anzeigen 101486
Bevor ich mir diese Gedanken gemacht habe ging ich davon aus das die härte des druckpunkts in erster linie mit der höhe der übersetzung, bzw. dem verlauf der übersetzung über den hebelweg zusammenhängt. Aber wenn man mal ausrechnet welcher hebelweg notwendig ist um bspw. 0,1mm flex am
sattel zu kompensieren wird klar das die sattelsteifigkeit ein wichtiger faktor ist.
Außerdem vermute ich, dass die Sattelsteifigkeit die Maximale Bremskraft limitiert, denn ein weicher
Sattel könnte sich ab einer bestimmten kraft so stark aufbiegen, dass der druck im hydrauliksystem nicht mehr steigt.
Du hast nicht zufällig die möglichkeit eine
Shimano Saint (oder baugleicher
sattel) mal auf deinen "prüfstand" zu packen?
Ich würde gerne Tatsächlich gemessene Flex werte mit der liste des Pinkbike tests abgleichen.