Bremsscheiben Design vs. Funktion

grad mal probiert und dabei stehen geblieben und siehe da....an der Entlüftungsschraube vom Sattel vorne sickerte Öl raus 🫣
beim Fahren von und zur Arbeit (1.5km) blieb alles trocken, doch mit 10min Dauerdruck kam das Öl raus....aber nur bissl. Schraube einen Hauch nachgezogen und erneut warten. 😏
 
ok probiere ich gleich mal.
aber das System bleibt dabei geschlossen, oder oben den Trichter draufsetzen damit die Luftblasen gleich entweichen können.!?
nein da brauchst nicht auf machen

da ist ja kein Überdruck drinnen, Blasen müßen sich nach oben absetzen können, sonst ist das System schwammig wenn die Luft nicht in den AGB hoch kommt

zu grosse Blasen hängen oft in ungünstigen Stellen und kommen nicht hoch, erst wenn sie durch hohen Systemdruck klein gepresst werden lösen sie sich von der Leitungswand oder sie finden den Weg durch die Engstellen aus dem Bremssattel über die Leitung zum AGB (oft auch durch zusätzlich anklopfen und richtige Lage mit Gefälle nach oben)

viel kleine Microblasen sind genau das Gegenteil, diese haben zu wenig Auftrieb um hoch zu kommen, diese werden nur durch Vakuum grösser und wandern erst dann hoch wenn man oben Vakuum erzeugt (die Vakuumentlüftung erfordert Geduld und ist auch etwas heikler als die erste Methode) am Besten ist immer zuerst mit Vakuum entgasen und dann die Bremsflüssigkeit hinein drücken

Lg Tirolbiker 63
 
Wenn wir schon beim Thema sind.

Wenn ich meine Bremshebel mit relativ viel Gewalt mehrmals anziehe ( so wie es im Fahrbetrieb nicht vor kommt ) und sie dann loss lasse, danach ein härterer Druckpunkt vorherrscht.

Am nächsten Tag wenn man das selbe tut, ändert sich unmittelbar danach der Druckpunkt.

Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen das ich Bläschen drin habe, großzügig mit viel speed immer wieder mal durch gespühlt, verschiedenste Positionen u.s.w, der normale Druckpunkt ist gut, aber mich wundert es, das nach merhmaligen kräftigen bis gewaltsamen Anziehen danach sofort der Druckpunkt früher und härter ist.

Woran soll das liegen?
 
Ich hatte das so verstanden daß die Bremskolben irgendwann etwas rauskommen aus ihrer Dichtung. Beim normalen Fahren stellt sich so mit der Zeit die Bremse selbst etwas nach. Könnte mir vorstellen daß man dieses Verhalten auch mit viel Druck provozieren kann. Mit dem beschriebenen Effekt, der auftritt weil das Material nicht verbraucht wurde.
 
Wenn wir schon beim Thema sind.

Wenn ich meine Bremshebel mit relativ viel Gewalt mehrmals anziehe ( so wie es im Fahrbetrieb nicht vor kommt ) und sie dann loss lasse, danach ein härterer Druckpunkt vorherrscht.

Am nächsten Tag wenn man das selbe tut, ändert sich unmittelbar danach der Druckpunkt.

Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen das ich Bläschen drin habe, großzügig mit viel speed immer wieder mal durch gespühlt, verschiedenste Positionen u.s.w, der normale Druckpunkt ist gut, aber mich wundert es, das nach merhmaligen kräftigen bis gewaltsamen Anziehen danach sofort der Druckpunkt früher und härter ist.

Woran soll das liegen?
Hatte Mal das Problem dass nach paar Mal kräftig Bremsen der Druckpunkt super war. Nach längerem warten wieder weich. War dann eine Defekte Bremsleitung an der mt5
 
Wenn wir schon beim Thema sind.

Wenn ich meine Bremshebel mit relativ viel Gewalt mehrmals anziehe ( so wie es im Fahrbetrieb nicht vor kommt ) und sie dann loss lasse, danach ein härterer Druckpunkt vorherrscht.

Am nächsten Tag wenn man das selbe tut, ändert sich unmittelbar danach der Druckpunkt.

Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen das ich Bläschen drin habe, großzügig mit viel speed immer wieder mal durch gespühlt, verschiedenste Positionen u.s.w, der normale Druckpunkt ist gut, aber mich wundert es, das nach merhmaligen kräftigen bis gewaltsamen Anziehen danach sofort der Druckpunkt früher und härter ist.

Woran soll das liegen?

das liegt daran dass die Bremssättel oft nicht steif genug gebaut sind

bei Shimano sind zwei Aluhälften miteinander verschraubt, bei normalen Bremsdruck spreizt es die Hälften nur wenig auseinander (0,01-0,02mm) bei vollen Geberdruck generiert ein Servowavegeber bis zu 140-150Bar (selbst gemessen) dabei werden die Aluhälten bis zu 0,1mm auseinander gedrückt

wenn man das so provoziert dann rutschen die Kolben in dieser Phase etwas nach und man hat dann eine Weile den Weg zum Druckpunkt etwas kürzer (die Kolben sind eine Weile etwas näher zur Scheibe)

bei sehr steif gebaute Bremssättel (z.B. Magura ist in einem Stück gegossen) dürfte dieser Effekt nicht so stark oder gar nicht auf treten (hab es aber nicht gemessen)

ein weiterer Effekt ist das "Aufpumpen" mit mehreren schnell hintereinander folgenden Pumpbewegungen am Geber, dieser Effekt ist besonders leicht im Winter bei kalten Temperaturen ersichtlich (die Flüssigkeit ist da zähflüssiger und alles läuft träger)

da spielen viele Faktoren eine Rolle (Kälte, Rückzugweg, Elastizität der Quadringe, Bohrungsdurchmesser zum AGB, Federstärke am Geberkolben usw.)

im Prinzip ist der Geberkolben minimal schneller in Grundstellung als das restliche System (die Kolben haben keine Rückholfeder) das erzeugt etwas Unterdruck und vom AGB strömt etwas Flüssigkeit nach, kommt in dieser Phase wo der Kolben noch nicht ganz in der Grundstellung zurück ist dann eine weitere Pumpbewegung, ist der Kolben ja noch nicht ganz zurück und deshalb näher an der Scheibe, und die Kolben lassen sich dann mit mehreren schnellen Pumpbewegungen weiter an die Scheibe ran pumpen

wartet man dann etwas , haben die Kolben wieder Zeit in die hintere Grundstellung zu kommen und die Flüssigkeit (welche kurzfristig zuviel im System ist) wird wieder in den AGB gedrückt

Lg Tirolbiker 63

Vergleich der Gehäusespreizung normaler Bremsdruck zu vollem Bremsdruck
 
bei sehr steif gebaute Bremssättel (z.B. Magura ist in einem Stück gegossen) dürfte dieser Effekt nicht so stark oder gar nicht auf treten (hab es aber nicht gemessen)
Üblicherweise sind zweiteilige sättel steifer als einteilige da die verbindungsschrauben meist aus stahl sind, die stege beim einteiligen aber aus alu. Natürlich kommt es am ende aber auf die jeweilige konstruktion im detail an.
die Härte des Druckpunkts kann ein Indiz für die Steifigkeit des sattels sein.

Hast du den versuch auch mit nem Magura sattel gemacht?
 
nein, ich hab es nur beim Shimano Bremssattel gemessen

es kann schon sein das es die einteiligen Bremssättel bei sehr hohem Druck auch auseinander keilt, kommt sicher auch auf die Konstruktion an (bei MT7 soll er ja z.B. dicker und steifer gebaut sein)

Lg Tirolbiker 63
Ich glaube inzwischen Sattelsteifigkeit ist ein bisher zu wenig beachteter Faktor bei MTB bremsen-Tests.
Pinkbike hatte ja im letzten Shootout versucht durch das abbremsen eines Autos auf asphalt erkentnisse über die bremskraft der bremsen zu erhalten.
An sich ein interessantes Experiment, denn man vergleich nicht die Bremskraft in relation zur Handkraft sondern die maximale bremskraft die die bremse bei möglichst starkem zug am hebel erzeugen kann.
Leider haben sie jede Bremse nur einmal getestet, daher kennen wir die "Margin of error" nicht. Möglicherweise sind die ergebnisse also reiner zufall.

Wenn man aber mal wohlwollend annimmt, dass die ergebnisse in etwa die realität wiederspiegeln dann fällt auf das bremsen mit weichem druckpunkt, wie z.b. die Hope V4 oder die Cura 4 die für ihren flexenden sattel berüchtigt ist, ehr schlecht abschneiden. Bremsen mit hartem druckpunkt schneiden besser ab.

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Bevor ich mir diese Gedanken gemacht habe ging ich davon aus das die härte des druckpunkts in erster linie mit der höhe der übersetzung, bzw. dem verlauf der übersetzung über den hebelweg zusammenhängt. Aber wenn man mal ausrechnet welcher hebelweg notwendig ist um bspw. 0,1mm flex am sattel zu kompensieren wird klar das die sattelsteifigkeit ein wichtiger faktor ist.

Außerdem vermute ich, dass die Sattelsteifigkeit die Maximale Bremskraft limitiert, denn ein weicher Sattel könnte sich ab einer bestimmten kraft so stark aufbiegen, dass der druck im hydrauliksystem nicht mehr steigt.

Du hast nicht zufällig die möglichkeit eine Shimano Saint (oder baugleicher sattel) mal auf deinen "prüfstand" zu packen?
Ich würde gerne Tatsächlich gemessene Flex werte mit der liste des Pinkbike tests abgleichen.
 
Üblicherweise sind zweiteilige sättel steifer als einteilige da die verbindungsschrauben meist aus stahl sind, die stege beim einteiligen aber aus alu. Natürlich kommt es am ende aber auf die jeweilige konstruktion im detail an.
die Härte des Druckpunkts kann ein Indiz für die Steifigkeit des sattels sein.

Hast du den versuch auch mit nem Magura sattel gemacht?
Nee er hat schon Recht, soweit mir bekannt baut man einteilige für mehr Steifheit.

Was er beschrieb kann ich am Bremssattel auch sehen also wie die, die biege Machen.

Mit den Oak hebel baue ich scheinbar auch mehr Druck auf, so viel mir der Effekt stärker auf.
 
Ich glaube inzwischen Sattelsteifigkeit ist ein bisher zu wenig beachteter Faktor bei MTB bremsen-Tests.
Pinkbike hatte ja im letzten Shootout versucht durch das abbremsen eines Autos auf asphalt erkentnisse über die bremskraft der bremsen zu erhalten.
An sich ein interessantes Experiment, denn man vergleich nicht die Bremskraft in relation zur Handkraft sondern die maximale bremskraft die die bremse bei möglichst starkem zug am hebel erzeugen kann.
Leider haben sie jede Bremse nur einmal getestet, daher kennen wir die "Margin of error" nicht. Möglicherweise sind die ergebnisse also reiner zufall.

Wenn man aber mal wohlwollend annimmt, dass die ergebnisse in etwa die realität wiederspiegeln dann fällt auf das bremsen mit weichem druckpunkt, wie z.b. die Hope V4 oder die Cura 4 die für ihren flexenden sattel berüchtigt ist, ehr schlecht abschneiden. Bremsen mit hartem druckpunkt schneiden besser ab.

Anhang anzeigen 101486


Bevor ich mir diese Gedanken gemacht habe ging ich davon aus das die härte des druckpunkts in erster linie mit der höhe der übersetzung, bzw. dem verlauf der übersetzung über den hebelweg zusammenhängt. Aber wenn man mal ausrechnet welcher hebelweg notwendig ist um bspw. 0,1mm flex am sattel zu kompensieren wird klar das die sattelsteifigkeit ein wichtiger faktor ist.

Außerdem vermute ich, dass die Sattelsteifigkeit die Maximale Bremskraft limitiert, denn ein weicher Sattel könnte sich ab einer bestimmten kraft so stark aufbiegen, dass der druck im hydrauliksystem nicht mehr steigt.

Du hast nicht zufällig die möglichkeit eine Shimano Saint (oder baugleicher sattel) mal auf deinen "prüfstand" zu packen?
Ich würde gerne Tatsächlich gemessene Flex werte mit der liste des Pinkbike tests abgleichen.
ja die Saint stach da echt heraus, habe ich auch gesehen.

Soweit ich weiss sind einteilige Steifer, geschraubt ist nur eine Formschlüssige Verbindung.
 
Du hast nicht zufällig die möglichkeit eine Shimano Saint (oder baugleicher sattel) mal auf deinen "prüfstand" zu packen?
nein hab leider keine Saint da

aber eine MT5 hab ich gerade getestet, jetzt ist mir auch klar warum mir die MT5 in Bezug zu meiner Shimano immer so schwammig vorkommt

es ist tatsächlich so dass trotz einteiliger Bauweise die Steifigkeit beim MT5 Bremssattel deutlich schwächer ist als bei meinem alten Shimano MT520 Bremssattel 🧐

du hast also Recht damit dass gut geschraubt eher besser ist als einteilig (je nachdem wie massiv halt der einteilige Sattel konstruiert wurde)

da hab ich jetzt auch was dazu gelernt

Lg Tirolbiker 63

Test einteiliger Magura MT5 Bremssattel (2x normale Bremsung 2x sehr starker Druck)
 
ging ich davon aus das die härte des druckpunkts in erster linie mit der höhe der übersetzung, bzw. dem verlauf der übersetzung über den hebelweg zusammenhängt.
Die Übersetzung spielt indirekt schon mit:

Flex im Gesamten System (Leitung und Sattel, die Beläge komprimieren kaum, wenn auf die Scheibe eingebremst) und somit "verlorenes" Volumen vs. Volumen vom Geberkolben.
Bei kleiner Geber- und Nehmerkolbenfläche wirkt sich dies stärker aus. und ist auch meist der hydraulische Druck höher (= mehr Flex in der Leitung).
Braucht das System eine hohe Übersetzung, für hohen Belagsdruck, dann flext Alles auch mehr (bei gleicher Bauweise).
Letztendlich sind auch hier Zielkonflikte wie Dosierbarkeit (bißerl Flex schadet ja nicht), und Gewicht, vorhanden.

Flex von Leitungen und Bremssättel ist nix Neues, haben wir schon vor knapp 20 Jahren per Messschieber gemessen. Damals waren zuerst die Grimmeca S17 und später die Mono6 Top. 1. habens weniger Bremsdruck benötigt und 2. die Sättel sehr steif.

Beim Moped hab ich z.B. von Brembo einen Faktory Sattel. Sieht optisch nahezu gleich aus, wie Serie, gleiche Beläge. Ist aber deutlich steifer. Merkt man.

Nee er hat schon Recht, soweit mir bekannt baut man einteilige für mehr Steifheit.
Im Regelfall schon, aber bei dem Leichtbauwahn im Fahrradbereich wird das wohl genutzt, um Gewicht zu sparen.

Leichtbau einteilig kann deshalb schon weicher sein, als geschraubt, dafür massiver.
 
Am Moped / Auto rennsport gibts auch einteilige die zusätzlich Schrauben drin haben für mehr Steifigkeit.
:) Ist aber dann in einer anderen Preisliga.

Das einteilige macht halt den Fertigungsaufwand echt höher. Hat beim mtb aber nur optische und Gewichtsvorteile. sonst nur Nachteile
 
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