Bremsscheiben Design vs. Funktion

die eleganteste Lösung sind für mich immer noch zurecht geschnittene Aluplättchen in Kombination mit fix verschraubten Adapter, danach hat der Rahmen seine ewige Ruhe und man hat weniger gefummel mit Beilagscheiben und Adapter (bei meiner alten Guide waren auch noch zus. kovex konkav Scheiben zusätzlich)
Passend dazu unser Problem aus diesem Urlaub. Bei der Abfahrt hat die Vorderradbremse komisch funktioniert und meine Frau hat auf der Bremsscheibe eine deutlich fühlbare Einkerbung relativ weit innen gefunden. Man konnte die Ursache erst sehen nachdem die Bremse abgeschraubt war. Eine der konvexen – konkaven Scheiben war gesprengt und hat sich bewegt (bei der Überprüfung war grad Abstand zur Scheibe). Anscheinend waren die Bremsbefestigungsschrauben zu fest angezogen oder das Material hat nachgegeben. Zum Glück waren die Beilegscheiben aus Alu und die Scheibe hat gehalten. Außerdem hat das Gewinde ausgereicht, um die Bremse für die Abfahrt zu befestigen.
 
Anhang anzeigen 101777

Schon mal gesehen? Hatte ich noch nie.
Sinter Green an der Hayes Dominion.

Hat komische Geräusche beim Bremsen gemacht. Beim Ausbau der Beläge kam mir die Hälfte zerbröselt entgegen 🫩
mit welcher Scheibe fährst da?
wurde die Bremse extrem belastet? (Rennen, hohes Gewicht, extreme Strecke?)

meine Sinter Green bei denen ich Bremstests bis 300°C gemacht hatte, die haben nicht so verkokelt aus gesehen

Lg Tirolbiker 63
 
mit welcher Scheibe fährst da?
Braking Epta Stage 0
wurde die Bremse extrem belastet?
Aus meiner Sicht nicht. Ich bin fahrfertig 74 kg. Mit den neuen Belägen hab ich keine wilden Sachen gemacht. Außer einmal einen lokalen Bikepark hier, aber der hat läppische 200 HM. Da ist sicher nicht sehr heiß geworden.

Ist auch schon der dritte Satz Sinter Green. Und alle davor waren einwandfrei.
die haben nicht so verkokelt aus gesehen
Das ist nur das schlechte Licht in meinem Keller. Die sind nicht verkokelt, konnte es nur nicht besser fotografieren.
 
hab jetzt auch mal eine Storm genauer berechnet

ich hatte nichts anderes erwartet, die mittlere Reibringhöhe ist sehr schmal, die wenigen Löcher sind auch ungünstig verteilt

Lg Tirolbiker 63

Oberflächenberechnungen
1781248377675.png
 
Braking Epta Stage 0

Aus meiner Sicht nicht. Ich bin fahrfertig 74 kg. Mit den neuen Belägen hab ich keine wilden Sachen gemacht. Außer einmal einen lokalen Bikepark hier, aber der hat läppische 200 HM. Da ist sicher nicht sehr heiß geworden.

Ist auch schon der dritte Satz Sinter Green. Und alle davor waren einwandfrei.

Das ist nur das schlechte Licht in meinem Keller. Die sind nicht verkokelt, konnte es nur nicht besser fotografieren.
kann schon sein dass es bei der Mischung ein Problem gegeben hat, das gab es bei uns in der Schleifindustrie bei den grossen Schleifscheiben auch immer wieder mal (poröse Lochnester, rissige Bereiche usw.)

wenn ich mir das Design der Epta Stage ansehe, dann fällt schon auf dass diese sehr aggressiv abgestimmt ist, Masse ist zwar da aber der Belag liegt an den schwarzen Parts vermutlich nicht auf und die schwarzen Bereiche zwischen den Segmenten sind komplett durchgehend offen, die Belagkontaktfläche ist daher begrenzt und der Belag kann leichter in die Vertiefung eintauchen als bei Scheiben mit nicht durchgehenden Schlitzen

für eher weiche organische Beläge ist das schon ein sehr belastendes Scheibenprofil

im äusseren Drittel (beim grössten Hebel) greift der Belag nur minimal aber eher aggressiv
weiter innen hat er mehr Auflage, ganz innen hat der Belag ev. noch eine Welle (je nach Belaghöhe)

das kann eine ungleiche Temperaturverteilung vom Belag zur Scheibe ergeben

es gibt Scheiben die bleiben relativ kühl, heizen aber den Belag stark auf und der Belag kann die Hitze oft nicht gleichmässig an die Scheibe übertragen, dafür sind diese Scheiben oft sehr bissig

das muß man halt beobachten ob hier Belagausbrüche häufiger vorkommen als bei softeren Scheiben
oder ob es einfach an einer schlechten Belagmischung gelegen hat

Lg Tirolbiker 63
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tirolbiker63
Cornelius arbeitet mit Unterdruck beim Entlüften, wir hatten dazu ja vor kurzem uns hier ausgetauscht. Nach wie vor finde ich Deine Erläuterung einleuchtend, dass es die Membran in Mitleidenschaft ziehen kann.

Ab 1.10 Minuten

 
@Tirolbiker63
Cornelius arbeitet mit Unterdruck beim Entlüften, wir hatten dazu ja vor kurzem uns hier ausgetauscht. Nach wie vor finde ich Deine Erläuterung einleuchtend, dass es die Membran in Mitleidenschaft ziehen kann.

Ab 1.10 Minuten

den Vorgang im Video erzeugt nur wenig Vakuum (die andere Seite ist ja offen)

man drückt die Flüssigkeit rein und zieht sie wieder zurück, höheres Vakuum bekommt man so aber nicht drauf, die Spritzen sind ja auch nur hinein gesteckt und nicht richtig abgedichtet

und mit den Billigapothekenspritzen geht stärkeres Vakuum sowieso nicht gut

so ein hin und her pumpen kann sicher hilfreich sein, man spült beidseitig die Bläschen schneller aus dem System raus, allerdings bei nur hinein gesteckte Spritzen könnte man theoretisch auch wieder Luft hinein ziehen

mir wäre da ein mit Dichtung angeschraubter Adapter an den Spritzen lieber

ich bin mir auch nicht sicher ob man mit der Spritze soviel Unterdruck drauf bringt dass die Membran beschädigt wird (eher wenn man mit Gewalt die Kolben zurück drückt oder bei eingesetzten Block am Geber drückt)

in letzter Zeit hab ich die Vakuumentlüftung nicht verwendet (langwieriger Vorgang)
bei zuerst Entgasung vor der Füllung (mit höherem Vakuum mit guter Spritze) hat man ohnehin wenig Mikrobläschen drinnen, eher ein Problem sind hängende grössere Blasen die nicht nach oben kommen
(Schleifen, Engstellen usw.)

und da funktioniert die Methode mit hoch stellen (Leitungsgefälle nach oben) und einige Std. stark gedrückten fixierten Geber sehr gut, die klein gedrückten Bläschen finden dann ohne viel Aufwand den Weg zum Geber hoch

danach saugt es diese mit einigen schnappenden Pumphüben in den AGB und der Druckpunkt passt

Lg Tirolbiker 63
 
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