NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus

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Re: NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus
Wieso sollte ich in einem Verein Mitglied sein dessen Interessen ich nicht teile? 🧐
Vielleicht bist Du in der Abteilung Rennrad und findest MTB im Wald total doof.

Der ADFC hat noch garnicht Stellung bezogen, zumindet mir nix bekannt. Warum nicht, der hat über 240.000 Mitglieder. Warum können sich nicht alle vereinigen dann wandert da ne halbe Million im Landtag ein statt nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Jeder kocht sein eigenes Süppchen.
 
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Das habe ich nicht geschrieben! Nochmal richtig lesen!
Der Verein selbst hat schon konkretes Interesse, aber nicht umbendigt Alle Mitglieder welche in diesem Verein sind. Diese sind aber bei den 100.000 dabei ;)
OK. Der DIMB vertritt alle Mitglieder. Durch die Vergabe der Mitgliedsausweise ist natürlich die Zahl der interessierten Mitglieder bekannt und ich denke, diese Zahl wird der DIMB verwenden.
Diese Zahl bestimmt dann auch letztendlich das politische Gewicht des DIMB.
 
Vielleicht bist Du in der Abteilung Rennrad und findest MTB im Wald total doof.

Der ADFC hat noch garnicht Stellung bezogen, zumindet mir nix bekannt. Warum nicht, der hat über 240.000 Mitglieder. Warum können sich nicht alle vereinigen dann wandert da ne halbe Million im Landtag ein statt nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Jeder kocht sein eigenes Süppchen.
Wieso ist das wichtig?
Wichtig ist, dass die großen Interessenvertretungen starke Mitgliedszahlen auf- und nachweisen mit denen sie in den Regierungsvorhaben mitwirken können.
Ob jetzt AV, ADFC oder DIMB, ich denke, die sind in der Sache aktiv und bündeln das Interesse ihrer Mitglieder.
P.S. Ich denke allerdings, dass im AV sogar Gegner des MTB-Sports sind.
Spielt aber keine Rolle weil der AV angibt die Anliegen der Biker zu vertreten.
 
Das mit dem Hundebesitzern stimmt natürlich. Erst vor kurzem hat das waldpädagogische Zentrum in Bottrop eine Statistik veröffentlicht. Die meisten Toten Wildtiere im köllnischen Wald gehen auf nicht angeleinte Hunde zurück. Mal ganz abgesehen davon, dass ich meine Jungs, an viel frequentierten Strecken im Wald, kaum spielen lassen kann, ohne dass sie in Scheisse treten. Aber das Biken soll verboten werden?!
Man wird vom Hundekot auch nicht umgefahren, das machen nicht einmal die Ausscheidungen, Bündel Papiertaschentücher, leere Eisbecher und Flaschen die von Kinderbesitzern an jedem sonnigen Wochenende hinterlassen werden.
 
Man wird vom Hundekot auch nicht umgefahren, das machen nicht einmal die Ausscheidungen, Bündel Papiertaschentücher, leere Eisbecher und Flaschen die von Kinderbesitzern an jedem sonnigen Wochenende hinterlassen werden.

Interessante Antwort. Statt etwa "bei allen gibt es schwarze Schafe" zu antworten, zeigt deine Antwort ja, dass du scheinbar auch zu denjenigen gehörst, die meinen Kacke sei etwas ganz natürliches im Wald und nicht hinter deinem Hund "aufräumst".

Wir hinterlassen jedenfalls keinen Müll im Wald. Ganz im gegenteil. Wir sammeln ihn sogar regelmäßig ein.

Das stärkt mein Bild davon, dass Hundebesitzer von allen problematischen Waldbesuchern die "uneinsichtigsten" sind wieder, danke.

Man hört ja auch immer wieder dieses "Ich brauche meinen Hund nicht anleinen, der tut keinem Tier was und hört aufs Wort". Liest man dann die Statistik der umgekommenen Wildtiere geht es bei den meisten auch nicht um einen konkreten Angriff durch einen Hund, sondern um eine panische Reaktion der Tiere, auf Grund eines nicht angeleinten Hundes, die dann zum Tot führt.
 
Der ADFC hat noch garnicht Stellung bezogen, zumindet mir nix bekannt. Warum nicht, der hat über 240.000 Mitglieder.
Dir ist nichts bekannt. Der ADFC hat folgendes grundsätzlich zum Thema veröffentlicht:

IMG_8503.jpeg


Quelle:
https://aktiv.adfc.de/fileadmin/user_upload/ADFC_Positionspapier_Radfahren_Naturschutz_WEB.pdf

-> Seite 15.

In der aktuellen Causa haben sich Sprecher ähnlich geäußert und in Solidarität mit dem DIMB den Gesetzesentwurf scharf als Rückschritt und schädlich für die Popularität des Radfahrens insgesamt kritisiert.

Prinzipielle Sichtweise des ADFC: Gleichstellung von Fußgängern mit Radfahrern (inkl. Pedelec) hinsichtlich des Betretungsrechts im Wald.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir sind jedes Jahr ca. 10.000 km im Wald unterwegs.
Dort treffen wir viele vorbildliche/freundliche Wanderer, Hundehalter, Reiter und auch Biker.
Die große Zahl bei allen Gruppen impliziert auch eine nicht kleine Zahl von Fehlverhalten in einer großen Gruppe von tadellosen Waldnutzern.
Das ist wohl das Hauptproblem.
Am meisten ärgern mich idiotisch und rücksichtslose Biker.
Die richten den größten Schaden an unseren Interessen an - leider.
Außerdem: Wir betreiben einen der wenigen genehmigten Downhills auf einer Halde in NRW.
P.S. Tolle Entwicklung in der Diskussion hier
 
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Dir ist nichts bekannt. Der ADFC hat folgendes grundsätzlich zum Thema veröffentlicht:

Anhang anzeigen 100574

Quelle:
https://aktiv.adfc.de/fileadmin/user_upload/ADFC_Positionspapier_Radfahren_Naturschutz_WEB.pdf

-> Seite 15.

In der aktuellen Causa haben sich Sprecher ähnlich geäußert und in Solidarität mit dem DIMB den Gesetzesentwurf scharf als Rückschritt und schädlich für die Popularität des Radfahrens insgesamt kritisiert.

Prinzipielle Sichtweise des ADFC: Gleichstellung von Fußgängern mit Radfahrern (inkl. Pedelec) hinsichtlich des Betretungsrechts im Wald.

Dann wären laut ADFC aber alle Pfade für Radfahrer Tabu.
Damit würde ein Großteil der Strecken verboten sein.
Ich wünschte eher die Formulierung Wege und Pfade und nicht Straßen und Wege.
Denn Straßen darf ich schon per StVO benutzen. Da braucht sich der ADFC nicht stark für machen.
 
Das Problem ist halt auch, dass idiotische Biker am meisten auffallen. Das Fehlverhalten der anderen Gruppen ist häufiger sehr viel weniger relevant.

Wenn beispielsweise eine Walkergruppe die gesamte Breite des weges einnimmt und auch auf 10 mal Klingeln und rufen nicht reagiert, ist es zwar nervig, aber weniger als das Fehlverhalten eines Bikers. Neulich ist ne Truppe Halbstarker die Hald runtergeballert, als ich da mit der Familie zu Fuß unterwegs war. Einer von denen hat absichtlich auf meine Sohn zugehalten, im letzten Moment erst abgedreht und sich darüber lustig gemacht, wie sehr sich mein Sohn erschreckt hat. Dem habe ich ganz schön die Meinung gegeigt.

Die beschriebene Situtation ist im Übrigen auch der Grund, warum sich meine Frau tatsächlich sogar über den Entwurf freut. Die meint auch, fahren auf breiten Wegen reicht und fühlt sich im Wald von Bikern am meisten belästigt. Auch wenn das am Ende statistisch höchstwahrscheinlich eine Fehleinschätzung ist (wie die Angst vorm Fliegen zum Beispiel), schindet das schwarze Schaf unter den Bikern eben am meisten Eindruck.
 
Dennoch ist explizit nur Weg genannt und es gibt eben eine klare Abgrenzung der Definitionen Pfad/Weg

✅ Weg​

Ein Weg ist:

👉 eine baulich angelegte, befestigte oder erkennbare Verkehrsfläche, die dem Verkehr dient
Typisch:

  • Forstwege
  • Feldwege
  • Schotterwege
  • asphaltierte Wege

🔧 Merkmale:​

  • meist breiter als 1–1,5 m
  • für mehrere Nutzer gedacht (Fuß, Rad, manchmal KFZ)
  • relativ klar angelegt und gepflegt

✅ Pfad​

Ein Pfad ist:

👉 eine schmale, durch Nutzung entstandene Spur, die nicht zwingend baulich angelegt ist
Typisch:

  • Trampelpfade
  • Singletrails
  • Wildwechsel

🔧 Merkmale:​

  • oft < 1 m breit
  • keine offizielle Infrastruktur
  • entsteht durch Nutzung (Menschen/Tiere)
 
Dennoch ist explizit nur Weg genannt und es gibt eben eine klare Abgrenzung der Definitionen Pfad/Weg
Meines Wissens gibt es in Deutschland keine rechtsverbindliche Defiinition von "Weg" oder eine rechtsverbindliche Definition zur Unterscheidung von "Weg" und "Pfad".
Was also Google und Co. da liefern, sind nur Interpretationen, ohne Gesetzesgrundlage.

Man findet da bspw. auch solche Aussagen:

Ein "Weg" im Wald ist rechtlich primär eine forstliche Erschließungs- und Erholungsfläche. Er muss nicht asphaltiert oder befestigt sein. Sobald er als Weg erkennbar ist, unterliegt er dem Betretungsrecht, sein Zustand und die damit verbundenen Risiken sind jedoch vom Nutzer zu akzeptieren.
 

Klarstellungen beim Waldbetretungsrecht

Der Wald soll auch in Zukunft ein wichtiger Raum für alle Erholungssuchenden bleiben. Schon im bisherigen Landesforstgesetz gibt es klare Vorgaben für das Begehen oder Radfahren im Wald, dazu zählt das Gebot, auf Wegen zu bleiben. Der neue Gesetzentwurf führt hier zu einer Klarstellung der befahrbaren Wege: Der Gesetzentwurf präzisiert, dass das Radfahren auf ausgewiesenen Trails oder befestigten und naturfesten Waldwirtschaftswegen mit ausreichender Breite erlaubt ist. Eine konkrete Breite ist dabei im Gesetzentwurf ausdrücklich nicht festgelegt. Wie bisher bleibt auch im neuen Gesetzentwurf das Befahren der Waldfläche außerhalb von Wegen mit Fahrrädern und das Anlegen illegaler Renntrails verboten. Zum Schutz der Natur bleibt das Befahren der Waldwege mit Motorrädern oder Mofas weiterhin ausgeschlossen. Darunter werden künftig auch Zweiräder mit elektrischer Tretunterstützung bis 45 km/h und andere kennzeichenpflichtige Zweiräder gefasst. Normale E-Bikes oder Pedelecs mit Tretunterstützung bis 25 km/h fallen ebenso wie Krankenfahrstühle nicht unter diese Regelung. Sie sind im Wald auch weiterhin erlaubt.

Ministerin Silke Gorißen: „Die Menschen sollen auch weiterhin den Wald genießen können. Zum Schutz von Flora und Fauna und der Erholungssuchenden zeigen wir aber chaotischem Verhalten im Wald die Rote Karte. Wir sind alle aufgerufen, gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass der Wald mit all seinen Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen erhalten bleibt.“

Zum verbesserten Schutz gegen Waldbrände oder zur Beseitigung von Schadholz nach Stürmen kann in Zukunft die zuständige Forstbehörde außerdem zeitweise Beschränkungen beim Betreten des Waldes aussprechen.

Zudem soll unter anderem die effektive Verfolgung und Ahndung des rechtswidrigen Parkens von Fahrzeugen im Wald ermöglicht werden.
 
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