Davon habe ich kein Wort geschrieben.
Meine Aussage war, dass es durchaus im Sinne des Kunden ist, wenn nicht jeder Hersteller sein eigenes Motoren-Süppchen kocht und mit proprietären Komponenten auf dem Markt ist, für die man dann schwer Service-Partner findet.
Wenn einige Motoren "vorherrschend" sind, weil viele Bike-Hersteller sich für diese entscheiden, ist es für den Kunden meist leichter, egal wo, eine Anlaufstelle bei Problemen zu haben.
Da geht es nicht um Eingriffe in den Markt, sondern darum, dass der Markt das selber so regelt, um den Kauf dem Kunden attraktiver zu machen.
Verstehe deinen Gedanken, aber das Bosch Zeug ist doch auch maximal proprietär. Reparaturen nicht vorgesehen, nur wechseln kompletter Baugruppen (Akku, Motor als ganzes). Bei wenig Auswahl wird die Wahrscheinlichkeit zwar höher, dass der passende Motor oder Akku bereits im Lager liegt. Aber geh zur einer freien KFZ Werkstatt oder Teile Fritzen, die haben am selben, spätesten am nächsten Arbeitstag die benötigten Teile da. Dass das in der Fahrrad Branche "wochenlang" dauert, liegt sicher nicht an der (vergleichsweise winzigen) Vielfalt der Antriebssysteme.
Als ich letztes Mal ein Laufrad beim Händler kaufen wollte, hatte ewige Lieferzeit (zur UVP). Das gleiche Teil online sofort verfügbar (und natürlich weit unter UVP zu haben). Beim KFZ Teile Fritze zahlt man paar € mehr, dafür dass man die Teile schnell hat. Beim Fahrrad solls hingegen genau andersherum sein, wtf.
Vertagswerksstätten gibt's auch keine, so dass man einfach zum BikeBrandXY Händler gehen kann, und ohne Diskussionen den Schrott repariert bekommt. Hatte auch mal das Glück, dass mir am ersten Urlaubstag mein Shimano Steps streikte. Meinst irgendeiner der unzähligen Fahrradläden in Freiburg wollten helfen. Nach der Frage wie üblich es ist, dass man sein bike am Urlaubsort gekauft hat denn wäre, haben sie sich das Problem immerhin angehört. Helfen wollte bzw konnte keiner. (Gut ist jetzt schon ein paar Jahre her, und eMTBs noch relativ neu). Am Schluss war ich noch in einem großen Bikeladen, glaube irgendeine Kette, die hatten ein passendes DI2 Kabel im Regal liegen. Klarer Vorteil für die großen, im maximal beschissenen Umfeld. Letztes Jahr ging einem Bekannten seinem Orbea Rise mit Shimano Motor das Ladegerät kaputt, mangels Ladestandard konnte ihm im Vinschgau auch keiner auf die schnelle aushelfen. Das Canyon Shimano Ladegerät der Partnerin natürlich inkompatibel.
Lädst Du dein Smartphone mit 4-12A auf?
Wie viel Strom zieht dein Smartphone bei voller Leistung?
Manche Gedankengänge sind echt absurd.
OnePlus zieht über USB-C (Supervooc, nicht PD) für 100 W bei 11 V bis zu 9,1 A.
Realme, welche ebenfalls zu BBK gehören, konnten Stand Feb 2023 240 W Supervooc bei 20 V also 12 A.
Und selbst nach dem konservativen PD Standard sind bis 5 A schon ewig normal, dafür geht's mittlerweile auf bis zu 48 V rauf um auch auf 240 W zu kommen. Was auch erklärt warum trotz USB Fast Charger (PPS) mit Drittladegeräte nicht die Ladezeiten zu erreichen sind, weil bspw ein OnePlus dann nur mit maximal 11Vx5A= 55 W laden kann. Aber immerhin ladet es im Gegensatz zu eBikes wo alles proprietär und inkompatibel ist.
Bei Si-C Akkus ist die Haltbarkeit, wegen der enormen Ausdehnung bei den Ladezyklen, noch ein Themen. Werden sie aber auch bald im Griff haben. Sonst würden nicht die ersten Smartphones damit schon verkauft werden.