DIMB-Interview zum Bundeswaldgesetz-Entwurf: „Wir befürchten zahlreiche Verbotsschilder“

DIMB-Interview zum Bundeswaldgesetz-Entwurf: „Wir befürchten zahlreiche Verbotsschilder“

Ein vor einigen Wochen geleakter Referentenentwurf zum neuen Bundeswaldgesetz sorgte bei Outdoor-Sportlern für Entsetzen und erleichtert das Sperren von Wegen erheblich. Wir haben bei der Mountainbike-Interessensvertretung DIMB nachgefragt.

Den vollständigen Artikel ansehen:
DIMB-Interview zum Bundeswaldgesetz-Entwurf: „Wir befürchten zahlreiche Verbotsschilder“

Was sagst du zum neuen Entwurf und der Bewertung von DIMB-Fachmann Heiko Mittelstädt?
 

Anzeige

Re: DIMB-Interview zum Bundeswaldgesetz-Entwurf: „Wir befürchten zahlreiche Verbotsschilder“
Ums Radfahren geht's am allerwenigsten in dem Entwurf!
Ja, aber die Passagen zum Radfahren sind diese, welche die Zielgruppe hier am meisten interessieren. Und das ist keine Panikmache, sondern sehr real, dass wir vielleicht, so wie in Österreich, nur noch auf eigens ausgewiesenen Wegen Radfahren dürfen. Und wer schon einmal in Österreich, außerhalb der Touristenzentren, war und sieht dass dort keine Wege ausgewiesen worden sind, der weiß, dass diese Regelung dann regional einem kompletten Radfahrverbot im Wald entspricht.
 
Zuletzt bearbeitet:
dann regional einem kompletten Radfahrverbot im Wald entspricht.
So wie in Baden Württemberg jetzt schon!
Na und???
Interessiert mich jetzt nicht und wird es auch in Zukunft nicht!

Hatte bisher auch nur ganz selten Diskussionen deswegen, muss aber auch zugeben, dass ich nicht zu der Shredder-Baller-Fraktion gehöre und bei Fußgänger auf den Wanderwegen immer anhalte und sie passieren lasse oder wenn ich auffahre langsam mache und freundlich frage, ob ich vorbei kann. Bin bisher damit sehr gut zurecht gekommen!
 
Ja, aber die Passagen zum Radfahren sind diese, welche die Zielgruppe hier am meisten interessieren. Und das ist keine Panikmache, sondern sehr real, dass wir vielleicht, so wie in Österreich, nur noch auf eigens ausgewiesenen Wegen Radfahren dürfen. Und wer schon einmal in Österreich, außerhalb der Touristenzentren, war und sieht dass dort keine Wege ausgewiesen worden sind, der weiß, dass diese Regelung dann regional einem kompletten Radfahrverbot im Wald entspricht.
Mal ganz sachlich, was ein geeigneter Weg zum Radfahren ist und was nicht entscheidet man in Bayern nach eigenen Ermessen. Daran soll sich auch nichts ändern denn diese Regelungen bleiben ja für jedes Bundesland frei entscheidbar.

Man kann doch jetzt kein Fass aufmachen, die 2m Regel in BaWü ist kacke keine Frage. Jene bahandelr der Entwurf aber garnicht. Da geht es um ganz was anderes. Es geht um illegale Trails usw.

Und es gibt Bundesländer da darf man schon Heute nicht abseits der festen Wege fahren, Thüringen zum Beispiel....

Alles was Du befürchtest ist schon längst Realität. Von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Und die Komoot Sache ist doch eigentlich auch ganz einfach. Stell Dir vor Du hast eine grosse Wiese. Ich habe keine Lust aussen rum zu fahren und fahre quer durch. Eine Spur entsteht. Dieser folgen 100 Andere, Aus der Spur entsteht ein Weg/Pfad der aber in keiner Flurkarte eingetragen ist..Also ist das kein offizieller Weg. Logisch oder? Was spricht jetzt dagegen die Veröffentlichung solcher entstandene nicht öffentlichen Wege zu unterbinden?

Deine Links sind ja ganz nett. Wir sind aber in Deutschland und nicht in Österreich!

Du orientierst dich doch auch nicht nach der Geschwindigkeitsbegrenzung auf österreichischen Autobahnen in Deutschland oder?

Damit Du mal zur Realität zurück findest ... Das Urteil kam ganz ohne die DIMB zustande.

https://prime-mountainbiking.de/ger...zer-verliert-gegen-radfahrer-bayern-pid28766/
https://www.br.de/nachrichten/bayern/gericht-kippt-radfahrverbot-am-kornberg,TjzDiCi
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal ganz sachlich, was ein geeigneter Weg zum Radfahren ist und was nicht entscheidet man in Bayern nach eigenen Ermessen. Daran soll ich auch nichts ändern denn diese Regelungen bleiben ja für jedes Bundesland frei entscheidbar.

Man kann doch jetzt kein Fass aufmachen, die 2m Regel in BaWü ist kacke keine Frage. Jene bahandelr der Entwurf aber garnicht. Da geht es um ganz was anderes. Es geht um illegale Trails usw.

Und es gibt Bundesländer da darf man schon Heute nicht abseits der festen Wege fahren, Thüringen zum Beispiel....

Alles was Du befürchtest ist schon längst Realität. Von Bundesland zu Bundesland verschieden.
In Bayern ist es dem Engagement der DIMB zu verdanken, dass es bislang nicht mehr Verbotsschilder gibt. Denn nach der aktuellen Verwaltungsvorschrift entscheidet eben nicht mehr der Radfahrer, sondern der Grundeigentümer, ob ein Weg geeignet ist. Dort wo Sperrungen auftauchen, nehmen wir dann Kontakt zur zuständigen UNB auf, ob diese Sperrung gerechtfertigt ist. Das kostet uns immens viel Zeit und Geld.
https://www.dimb.de/2020/12/22/dimb-befuerchtet-wegesperrungen-in-bayern/
Gegen die Regelung in BW sind wir schon länger aktiv. Glücklicherweise wird die 2-Meter-Regel bislang kaum geahndet. Ich habe aber auch schon Bußgeldbescheide gesehen.

Und die Regelung in Thüringen mit den festen Wege ist ja gut. Die haben ja wir für euch erreicht. Denn zuvor waren nur befestigte Wege erlaubt, was deutlich einschränkender ist.
https://www.dimb.de/2019/09/26/thueringen-erlaubt-wieder-das-radfahren-auf-festen-wegen-im-wald/
 
Dort wo Sperrungen auftauchen, nehmen wir dann Kontakt zur zuständigen UNB auf, ob diese Sperrung gerechtfertigt ist.
Ach echt?
Beitrag im Thema 'Ist MTBen auf dem Walberla in der Fränkischen erlaubt?' https://www.mtb-news.de/forum/t/ist...der-fraenkischen-erlaubt.697550/post-16765176

Solange es das Walberla Fest mitten in der Brutzeit gibt fahre ich weiterhin aufs Walberla, ob verboten oder nicht.

https://www.infranken.de/lk/gem/for...nderer-auf-dem-walberla-angezeigt-art-5424000
 
In Bayern ist es dem Engagement der DIMB zu verdanken, dass es bislang nicht mehr Verbotsschilder gibt. Denn nach der aktuellen Verwaltungsvorschrift entscheidet eben nicht mehr der Radfahrer, sondern der Grundeigentümer, ob ein Weg geeignet ist. Dort wo Sperrungen auftauchen, nehmen wir dann Kontakt zur zuständigen UNB auf, ob diese Sperrung gerechtfertigt ist. Das kostet uns immens viel Zeit und Geld.
https://www.dimb.de/2020/12/22/dimb-befuerchtet-wegesperrungen-in-bayern/
Bravo, der verlinkte DIMB Artikel ist aus 2020

Das Urteil vom gr. Kornberg deutlich später!
 
Ihr, also die DIMP seid ziemlich anmaßend, nur weil ich MTB fahre seid ihr keineswegs meine Interessenvertreter.
Und, wenn ihr Geld braucht, erzählt es euren Mitgliedern oder geht einfach arbeiten statt ungefragt für jeden MTBler zu sprechen, das halte ich für äußerst unstatthaft.
So funktionieren Interessensvertretungen. Die politische Willensbildung in Deutschland funktioniert über Parteien und Verbände. Denkst du der ADAC, der ADFC oder der DAV fragen jeden einzelnen der Zielgruppe, ob sie ihn vertreten dürfen? Wie soll das praktisch funktionieren?

Bravo, der verlinkte DIMB Artikel ist aus 2020

Das Urteil vom gr. Kornberg deutlich später!
Du meinst dieses Urteil? Der Kläger ist Mitglied in der DIMB, der dort wohnt und persönlich betroffen ist
https://www.extra-radio.de/nachrich...hrer_am_Großen_Kornberg_aufgehoben,31159.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Und die Komoot Sache ist doch eigentlich auch ganz einfach. Stell Dir vor Du hast eine grosse Wiese. Ich habe keine Lust aussen rum zu fahren und fahre quer durch. Eine Spur entsteht. Dieser folgen 100 Andere, Aus der Spur entsteht ein Weg/Pfad der aber in keiner Flurkarte eingetragen ist..Also ist das kein offizieller Weg. Logisch oder? Was spricht jetzt dagegen die Veröffentlichung solcher entstandene nicht öffentlichen Wege zu unterbinden?
Naja, es geht nicht um irgendeine Wiese die vielleicht jemand an seinem Haus hat, wo er wirklich gestört wird.
Es geht um den GESAMTEN WALD in ganz Deutschland.

Im Ernst: Eigentum verpflichtet. Die Waldbesitzer in Deutschland haben eine jahrzehntelange Misswirtschaft mit MASSIVEN Monokulturen laufen lassen. Mit dem einzigen Ziel, den Ertrag kurzfristig zu maximieren. Ob das langfristig total beschissen für die Qualität der Wälder war, war denen großteils egal. Und jetzt versuchen die auch noch, den Faktor der Erholung und Freizeit im Wald komplett auszumerzen. Da müssen wir gegenhalten.
 
Ihr, also die DIMP seid ziemlich anmaßend, nur weil ich MTB fahre seid ihr keineswegs meine Interessenvertreter.
Und, wenn ihr Geld braucht, erzählt es euren Mitgliedern oder geht einfach arbeiten statt ungefragt für jeden MTBler zu sprechen, das halte ich für äußerst unstatthaft.
Was ist mit dir denn verkehrt? Selber Waldbesitzer und kein Bock auf Biker? Dann bist du hier vielleicht im falschen Forum?
 
Es geht um den GESAMTEN WALD in ganz Deutschland.
Nein, es geht um 48%, das ist der Anteil welcher in Privatbesitz ist.

Man kann auch eine Wiese ferab seines Hausgrundstück besitzen. Ob Wiese oder Wald, das Prinzip ist das Gleiche.

Bäume darf man nur von Oktober bis einschließlich Februar fällen.

Die einen heizen mit ihrem Holz andere kaufen teuer Heizöl.
 
Zuletzt bearbeitet:
So funktionieren Interessensvertretungen. Die politische Willensbildung in Deutschland funktioniert über Parteien und Verbände. Denkst du der ADAC, der ADFC oder der DAV fragen jeden einzelnen der Zielgruppe, ob sie ihn vertreten dürfen? Wie soll das praktisch funktionieren?
Ein bekanntes Problem, ...die Kungelei zwischen sogenannten Interessenvertretungen und der Politik.
Ein Grund für diverse Fehlentwicklungen in dieser Republik, siehe zB. Zentralrat der Muslime, die beanspruchen für alle zu sprechen, ...vertreten aber nur eine Minderheit.
Beim ADAC das gleiche, ...allerdings beklagt er sich bei mir nicht, dass er immens viel Zeit und Geld aufwenden muss um für mich etwas ungefragt zu erreichen, wenn er das bei seinen Mitglieder machen würde, wäre das ok.
Und, für die DIMP gilt das analog, vertretet einfach euren Selbstzweck und die Interessen eurer Mitglieder.
 
Danke Heiko für deine Einordnung der Vorlage.

Wenn ich beim BUND die Kernforderungen nachlese wird mir ganz anders, NABU und DUH mischen auch mit und versprechen auch nichts gutes für Waldbesucher, für MTBler im speziellen sowieso nicht. Beim BUND spricht man unverhohlen von Aussperrung, nur schick formuliert, "Die Funktion der Wälder als aktive Kohlenstoffsenken und damit ihre Rolle als natürliche Klimaschützer ist zu erhalten und wiederherzustellen, ebenso wie ihre Funktion für die biologische Vielfalt. Nutzungen, wie Holzerzeugung, Erholung, Tourismus, Freizeit oder Bildung sollen den Schutzfunktionen untergeordnet werden. "
Wie gesagt, nur Kernforderungen des BUND, die mischen mit. Waldschutz vor Nutzung. Wenn man da nicht gegen hält machen die mit ihrem Kumpel Cem ernst, kennen wir ja, der scheut sich nicht, im Namen des Klima,- und Umweltschutzes autoritäre Maßnahmen zu ergreifen.
Die Forstlobby ist zu stark, Holzerzeugung wir bestimmt nicht eingeschränkt, eher nimmt das zu, Bedarf ist da.
Die Wanderverbände sind traditionell gut nach oben vernetzt, siehe Schwarzwaldverein und 2m-Regel oder Kretsche als Ehrenmitglied beim Schwäbischen Albverein etc.
Bleibt die recht junge Fraktion der Biker. Da sehe ich die DIMB als einzigen überregionaler Verein an vorderster Front. Ich als Einzelperson habe keinen Einfluss auf das Geschehen wenn man meine Stimme nicht hört. Deswegen bin ich bei der DIMB. Damals als die Forstlobby in Hessen versucht hat das Waldgesetz zu verschärfen hat die DIMB mehr als gute Arbeit geleistet.
Ich finde das richtig und wichtig, dass die DIMB sich da einbringt und versucht das Schlimmste zu verhindern. So der Minimalansatz. Vielleicht habe ich es überlesen, wie lauten die Kernforderungen der DIMB?

Cheers!
j.
 
Da ich nicht in D lebe und auf das politische Geschehen als Wähler keinen Einfluß habe, möchte ich mich nur strukturell an der Diskussion beteiligen.

Jene die am E-Bike ihre Freizeitbeschäftigung, Erholung, Hobby etc. suchen wird immer größer und wird weiterhin wachsen.
Gleichzeitig werden die natürlichen Flächen wie Wald und Flur immer weniger bzw. entfernen sich diese immer weiter von den urbanen Zentren (Stichwort: Industriegebiete und Bodenversiegelung).
Da finde ich es klug und vorausschauend, wenn man sich rechtzeitg Gedanken macht, wie man diese wachsende Bevölkerungsgruppe in eine gemeinsame Richtung bringt.
In eine Richtung wo beiden Interessensgruppen gedient ist.
Inwieweit hier politische Ziele und persönliche Animositäten hineinspielen kann ich nicht beurteilen.
 
Zurück
Oben