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Ich bin das Oberrider LT heute rund 1,5 Stunden gefahren – die 29/29-LT-Version in Größe M mit 800-Wh-Akku, etwa 23,5 kg schwer, ausgerüstet mit Albert Radial Reifen. Normalerweise fahre ich ein Levo SL 29/27,5 in S3 mit Lyrik-/Vivid-Ultimate-Setup, Magura 220-mm-Bremsen und 19,6 kg, ebenfalls mit Albert Radials.
Mein erster Eindruck: Das Bike fühlt sich sehr gut an. Das Öhlins-Fahrwerk ist eher auf der strafferen Seite, aber überhaupt nicht unkomfortabel. Das Setup war schon ziemlich nah dran, obwohl es natürlich trotzdem noch ein Testbike war.
Bergauf ist die Power brutal – wenig überraschend. Schalten fühlt sich fast schon optional an

. Ich bin es auf meinen Hometrails gefahren, also auf Strecken, die ich sehr gut kenne.
Das Bike fühlte sich sehr stabil an, wenn auch nicht ganz so agil wie das Levo. Das Hinterradfahrwerk arbeitete fast unbemerkt, was ich als sehr gutes Zeichen werten würde. Das Gleiche gilt für den High Pivot: In Kurven und beim Bremsen blieb das Bike aktiv und souverän.
Auf meinem Lieblingstrail liegt meine PB mit dem Levo SL bei 1:07. Im direkten Back-to-Back-Vergleich bin ich mit dem Oberrider eine 1:09 gefahren und eine Stunde später 1:08 mit dem levo SL. Insgesamt hat es mir wirklich gut gefallen. Mit der richtigen Komponentenwahl scheint das Oberrider sehr vielseitig und an unterschiedliche Anforderungen anpassbar zu sein – von einem relativ leichten Aufbau um die 20 kg bis hin zu einem kompromisslosen High-End-Enduro mit rund 24 kg.
Der Rahmen vom LT / SL ist der selbe. Er hat nur eine andere dämpferaufnahme (lange dämpder LT - kurzer ST), die wechselbar ist. Die jeweiligen Aufnahmen habe dann in sich auch 2 Positionen high-low
Ich bin vorher noch nie ein DJI-angetriebenes Bike gefahren, hatte aber ein Levo Gen 2 und jetzt ein Levo SL, also hatte ich schon eine recht gute Vorstellung davon, was mich erwartete. Trotzdem war ich überrascht. Ich bin es nur auf Trail-modus gefahren im Full-Blast-All-Out, aber ehrlich gesagt erscheint mir der Unterschied zu den noch höheren Unterstützungsmodi ziemlich irrelevant. Ich wiege 95 kg und habe im Full-Blast-Modus in einer Stunde mit 600 Höhenmetern rund 45 % Akku verbraucht. Fairerweise muss man sagen: Ich war bergauf auch selbst ziemlich am Anschlag – DJI definiert Uphill-Flow wirklich neu. Die Motorleistung fühlt sich sehr gut und kontrollierbar an. Mit nur drei Kurbelumdrehungen bist du schon bei 25 km/h.
Ein Nachteil, den ich festgestellt habe, ist der Akkuwechsel. Um den Akku zu tauschen, muss der Motor ausgebaut werden. Dadurch verliert die Idee, sich sowohl den 600-Wh- als auch den 800-Wh-Akku zuzulegen, deutlich an Reiz. Und da ein Range Extender von DJI aktuell nicht wirklich am Horizont erscheint, könnte das auch länger ein Limit bleiben.
Für mich ist das definitiv ein Bike, das ich als echte 2-in-1-Lösung in Betracht ziehen würde:
Mit einem leichten Aufbau, einem 600-Wh-Akku und etwa einer Fox-36-/Vivid-Ultimate-Kombination könntest du ziemlich genau bei 20,5 kg landen und hättest trotzdem genug Reichweite für eine 1500-2000-Höhenmeter-Tour oder 1,5 Stunden Vollgas auf den Hometrails.
Das Beste aus beiden Welten.
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