Thömus Oberrider 2026: Avinox trifft auf High-Pivot-Chassis

Anzeige

Re: Thömus Oberrider 2026: Avinox trifft auf High-Pivot-Chassis
```text id="q3n8va"
Ich bin das Oberrider LT heute rund 1,5 Stunden gefahren – die 29/29-LT-Version in Größe M mit 800-Wh-Akku, etwa 23,5 kg schwer, ausgerüstet mit Albert Radial Reifen. Normalerweise fahre ich ein Levo SL 29/27,5 in S3 mit Lyrik-/Vivid-Ultimate-Setup, Magura 220-mm-Bremsen und 19,6 kg, ebenfalls mit Albert Radials.

Mein erster Eindruck: Das Bike fühlt sich sehr gut an. Das Öhlins-Fahrwerk ist eher auf der strafferen Seite, aber überhaupt nicht unkomfortabel. Das Setup war schon ziemlich nah dran, obwohl es natürlich trotzdem noch ein Testbike war.

Bergauf ist die Power brutal – wenig überraschend. Schalten fühlt sich fast schon optional an :D. Ich bin es auf meinen Hometrails gefahren, also auf Strecken, die ich sehr gut kenne.

Das Bike fühlte sich sehr stabil an, wenn auch nicht ganz so agil wie das Levo. Das Hinterradfahrwerk arbeitete fast unbemerkt, was ich als sehr gutes Zeichen werten würde. Das Gleiche gilt für den High Pivot: In Kurven und beim Bremsen blieb das Bike aktiv und souverän.

Auf meinem Lieblingstrail liegt meine PB mit dem Levo SL bei 1:07. Im direkten Back-to-Back-Vergleich bin ich mit dem Oberrider eine 1:09 gefahren und eine Stunde später 1:08 mit dem levo SL. Insgesamt hat es mir wirklich gut gefallen. Mit der richtigen Komponentenwahl scheint das Oberrider sehr vielseitig und an unterschiedliche Anforderungen anpassbar zu sein – von einem relativ leichten Aufbau um die 20 kg bis hin zu einem kompromisslosen High-End-Enduro mit rund 24 kg.
Der Rahmen vom LT / SL ist der selbe. Er hat nur eine andere dämpferaufnahme (lange dämpder LT - kurzer ST), die wechselbar ist. Die jeweiligen Aufnahmen habe dann in sich auch 2 Positionen high-low

Ich bin vorher noch nie ein DJI-angetriebenes Bike gefahren, hatte aber ein Levo Gen 2 und jetzt ein Levo SL, also hatte ich schon eine recht gute Vorstellung davon, was mich erwartete. Trotzdem war ich überrascht. Ich bin es nur auf Trail-modus gefahren im Full-Blast-All-Out, aber ehrlich gesagt erscheint mir der Unterschied zu den noch höheren Unterstützungsmodi ziemlich irrelevant. Ich wiege 95 kg und habe im Full-Blast-Modus in einer Stunde mit 600 Höhenmetern rund 45 % Akku verbraucht. Fairerweise muss man sagen: Ich war bergauf auch selbst ziemlich am Anschlag – DJI definiert Uphill-Flow wirklich neu. Die Motorleistung fühlt sich sehr gut und kontrollierbar an. Mit nur drei Kurbelumdrehungen bist du schon bei 25 km/h.

Ein Nachteil, den ich festgestellt habe, ist der Akkuwechsel. Um den Akku zu tauschen, muss der Motor ausgebaut werden. Dadurch verliert die Idee, sich sowohl den 600-Wh- als auch den 800-Wh-Akku zuzulegen, deutlich an Reiz. Und da ein Range Extender von DJI aktuell nicht wirklich am Horizont erscheint, könnte das auch länger ein Limit bleiben.

Für mich ist das definitiv ein Bike, das ich als echte 2-in-1-Lösung in Betracht ziehen würde:

Mit einem leichten Aufbau, einem 600-Wh-Akku und etwa einer Fox-36-/Vivid-Ultimate-Kombination könntest du ziemlich genau bei 20,5 kg landen und hättest trotzdem genug Reichweite für eine 1500-2000-Höhenmeter-Tour oder 1,5 Stunden Vollgas auf den Hometrails.

Das Beste aus beiden Welten.
```
 

Anhänge

  • 1774206105649.webp
    1774206105649.webp
    372,6 KB · Aufrufe: 237
  • 1774204573483.webp
    1774204573483.webp
    1 MB · Aufrufe: 205
  • 1774204589115.webp
    1774204589115.webp
    484,5 KB · Aufrufe: 217
  • 1774204602295.webp
    1774204602295.webp
    420,7 KB · Aufrufe: 173
  • 1774204712643.webp
    1774204712643.webp
    310,9 KB · Aufrufe: 206
Danke für deinen Bericht - aber zwei Bikes in einem sehe ich da absolut nicht. Entweder komplett auf leicht gebaut oder aber solide, keiner baut Akku, Gabel, Dämpfer und Laufräder um weil er grad mal so oder so unterwegs sein will…
 
Danke für deinen Bericht - aber zwei Bikes in einem sehe ich da absolut nicht. Entweder komplett auf leicht gebaut oder aber solide, keiner baut Akku, Gabel, Dämpfer und Laufräder um weil er grad mal so oder so unterwegs sein will…
Was ich meine ist das hier: Ich habe mein Levo SL in allem und soliden specs zusammen gestellt, keine papierreifen keine super light Räder 220mm bremsen - lyrik und vivd ultimate - 19,6kg da einzige was fehlt 600WH und ein motor der der auch wirklich power kann.

Und genau dies kannst du mit dem Oberrider und auch anderen DJI bikes errreichen

Beim Oberrider ist es sogar und dies nachträglich die Dämpferaufnahme zu wechseln und zwischen 150-170mm zu variieren mittels unterschiedlich langen Dämpfern

Anmerkung: das Testbike ist nicht aus der Serienproduktion und es hat den neuen DJI Motor, ob es auch schon akkus mit neuen zellen hatte ist mir unbekannt, es war definitv der grosse Akku.
 

Anhänge

  • 20250405_004931.jpg
    20250405_004931.jpg
    326,4 KB · Aufrufe: 198
  • 22-03-2026_20-38-40.jpg
    22-03-2026_20-38-40.jpg
    362,8 KB · Aufrufe: 204
Hallo @winterstephan@g, danke für deinen Fahrbericht!

Habe mir das Bike letzte Woche auch angeschaut, fand es wirklich sehr chic! Ich konnte es nur kurz auf dem Asphalt fahren. Irgendwie empfand ich die Öhlinsfedergabel eher etwas auf der holprigen Seite und irgendwie hatte sie auch etwas Spiel. Lag vielleicht daran, dass es nur ein fahrbarer Prototyp war.

Wie empfandest du das Bike auf dem Trail, absolut ruhig oder hast du irgendwelche Geräusche wahrgenommen, auch in Hinsicht des neuen Avinoxmotors? Habe aktuell ein Ghost E-Riot Full Party 2025 mit neuem Bosch gen 5 Motor. Das Bike ist absolut ruhig auf dem Trail und mit 170/170 Federung ein absoluter Panzer. Wäre schade, wenn das Oberrider komplett das Gegenteil ist. Danke für deine Rückmeldung!
 
Das sind genau 6 Schrauben (2 Abdeckung,2 Motorbolzen und 2 vom Akku ) dauert mit etwas routine keine 10min

Die Reparatur muss mit einem sauberen Fahrrad und Werkzeug in einer Garage durchgeführt werden, nicht im Schlamm und am Wegesrand.

Alles andere zeugt von reiner Fanliebe gegenüber Avinox, denn es ist klar, zumindest vorerst, dass diese Fahrräder mit einem fest verbauten Akku ausgestattet sind.
 
Alles was beim Akkuwechsel nicht ähnlich schnell wie z.B. bei Rotwild gent ist Schönrederei. Auch bei meinem Sresh SL kann ich den Akku nach lösen von zwei Schrauben rausnehmen, aber wenn ich den wirklich immer getrennt vom Bike laden müsste hätte ich es mir sicher nicht gekauft!
 
```text id="q3n8va"
Ich bin das Oberrider LT heute rund 1,5 Stunden gefahren – die 29/29-LT-Version in Größe M mit 800-Wh-Akku, etwa 23,5 kg schwer, ausgerüstet mit Albert Radial Reifen. Normalerweise fahre ich ein Levo SL 29/27,5 in S3 mit Lyrik-/Vivid-Ultimate-Setup, Magura 220-mm-Bremsen und 19,6 kg, ebenfalls mit Albert Radials.

Mein erster Eindruck: Das Bike fühlt sich sehr gut an. Das Öhlins-Fahrwerk ist eher auf der strafferen Seite, aber überhaupt nicht unkomfortabel. Das Setup war schon ziemlich nah dran, obwohl es natürlich trotzdem noch ein Testbike war.

Bergauf ist die Power brutal – wenig überraschend. Schalten fühlt sich fast schon optional an :D. Ich bin es auf meinen Hometrails gefahren, also auf Strecken, die ich sehr gut kenne.

Das Bike fühlte sich sehr stabil an, wenn auch nicht ganz so agil wie das Levo. Das Hinterradfahrwerk arbeitete fast unbemerkt, was ich als sehr gutes Zeichen werten würde. Das Gleiche gilt für den High Pivot: In Kurven und beim Bremsen blieb das Bike aktiv und souverän.

```
Hi,

wie groß bist du? Du schreibst ja, du bist es in M gefahren. Ich wäre genau zwischen den beiden Größen...
 
Danke für deinen Bericht - aber zwei Bikes in einem sehe ich da absolut nicht. Entweder komplett auf leicht gebaut oder aber solide, keiner baut Akku, Gabel, Dämpfer und Laufräder um weil er grad mal so oder so unterwegs sein will…
realistisch nicht, jedoch macht die richtige Komponentenwahl es auch einen einfacher:

bei der RXF38, die eher leicht für eine 38er Gabel ist und ziemlich genauso viel wiegt wie eine Lyrik 3.2, kann man die ganze Luftfeder in einem Ausbauen und somit 90mm (kein Schreibfehler) bis 180mm mit einer Gabel abdecken. SW14 Schlüssel für unten, Kassettenwerkzeug oben. Wenn man es richtig anstellt, sogar fas ohne kleckern, da braucht man aber zwingend einen Montageständer. Dämpfer geht auch noch halbwegs zum Umbauen. Akku würde ich immer lassen, fürs Einwintern kann man schon den Motor ausbauen, für ein regelmäßiges Wechseln aber unpraktisch, da hat Yeti das am LTE besser gelöst, für den 800er muss man nur den Motor wegklappen, beim 600er kann der gänzlich drin bleiben. Laufradsatz baue ich auch in der Praxis um, Carbon für Touren und Trails, Alu für Bikepark. Man könnte also das Rad innerhalb von 10min zwischen LT und ST umbauen, muss man aber auch wollen.

Während eines Radurlaubs würde ich nicht umbauen, aber zbsp für einen tourenlastigen Urlaub mit einfacheren Trails kann man schon auf die ST Variante umbauen und fürs gröbere dann wieder LT. Wöchentlich hätte ich aber keinen Bock auf sowas, aber zwei bis dreimal pro Saison könnte ich mir schon vorstellen
 
Zurück