Wie den richtigen Sattel finden?

aXXit

Aktives Mitglied
Hi,

ich habe das Gefühl, dass ich einen anderen Sattel brauche, obwohl ich nicht weiß, ob mein "Problem" nicht vielleicht ganz normal ist.
Kurz gesagt, mir tut der Arsch weh, genauer die Sitzknochen. Bei mehreren Fahrten in kurzen Zeitabständen (letzte Woche zB 4 Tage in Folge) fühlt es sich teilweise zwar so an, als würde sich mein Hintern dran gewöhnen, aber, dass man nix spürt, davon bin ich weit weg. ;)
Gehört das vielleicht einfach dazu? Ich muss dazu sagen, dass ich vor dem Ekano weit, weit weniger gefahren bin und das damit absolut nie Thema war. Wenn du nur 1x pro Monat fährst, kannst du wahrscheinlichen einen verkehrt montierten Stiefel verwenden und es haut irgendwie hin.

Gibt es den perfekten Sattel überhaupt und wie kann ich ihn finden?

Aktueller Sattel: Sixpack Kamikaze
 

Sammi ElPadre

Bekanntes Mitglied
Sitzknochen vermessen lassen und dann probieren.

DEN richtigen Sattel gibt es nicht, er muss, auf deutsch gesagt, zu deinem Arsch passen.

Viele schwören dabei auf SQ-Lab. Ergon hat wohl auch gute, ich bin letzten Endes bei nem Terry gelandet.
 

Achined

Bekanntes Mitglied
Mir tat anfänglich mit dem Ergon oder jetzt nach der ersten Ausfahrt nach Beendigung der Ausgangssperre der Hintern auch sehr weh, trotz Radunterhose mit Polster.
Jetzt, nach gut 350km, wird es wesentlich besser, 36km vor ein paar Tagen völlig problemlos, eine 44km Tour davor dito.
Ich hatte mir mit einer Pappe den Sitzknochen vermessen und am Anfang einen SQLab, der sich (ohne Fahren, nur vom Draufsitzen her) sehr "ungemütlich" anfühlte, also den Ergon EMTB Sattel (dazu-) gekauft, im direkten Vergleich zum SQLab vom "Arschgefühl" her härter und Schmerzen befürchtend, aber den SQLab wieder zurückgeschickt.

Aber wie gesagt, DEN perfekten Sattel zu finden, bedeutet, dass man viele Sättel ausprobieren muss, DEN Sattel, der für alle Hintern passt, wird es mit Sicherheit nicht geben, zum Glück bieten viele (Auch Online-) Händler ja generöse Probezeiten an.
 

Jetimen

Bekanntes Mitglied
Ich kann mit den Vorrednern nur anschließen. Ich habe auch bestimmt 10 Sättel ausprobiert bis ich den richtigen für mich gefunden habe. Wichtig halt, Sitzknochen vermessen lassen oder mit einer Pappe selbst vermessen (die Pappe kann man sich bei Sqlab umsonst zusenden lassen. Einfach mal auf deren Seite schauen.) Ich habe immer versucht günstig gebrauchte Sättel zu finden, ausprobiert und wenns nix war den nächsten gekauft und den nicht passenden wieder verkauft. Irgendwann war dann der passende am Bike. 👍
 

Radix

Bekanntes Mitglied
Wenn ein Sattel von Anfang an unbequem ist, ist es nicht der Richtige.
Auch ohne Polstereinlage in der Hose kann es für 4 Stunden ohne Beschwerden gehen.

Die Sattelbreite spielt eine Rolle für die Sitzbequemlichkeit - aber nicht so extrem.
Ich habe z.B. zwei verschiedene Breiten des "Pro Stealth".
Das 148mm Modell ist eine Spur bequemer als das 138mm Modell, allerdings schon etwas zu breit um im Downhill leicht hinter den Sattel zu rutschen und in der Position nicht zu sehr gegen die Schenkel zu drücken.

Generell halte ich solche Sättel für bequemer, die eine nicht zu schmale Nase haben und die zusätzlich am Ende etwas hochgewölbt sind.

Auch die Einstellung kann helfen.
Bei mir ist der Sattel etwas nach vorne geschoben (vorteilhafter für Uphill) und ganz leicht aus der Horizontalen nach unten gekippt (vielleicht 3 Grad).
 

codeworkx

Bekanntes Mitglied
Sitzknochen vermessen und dann los.

SQLab ging bei mir auch zurück. Die Ergons gehen so lala. Terry macht bisher den besten Eindruck.

Gegen Reibung zwischen Sattel, Haut und Sitzknochen hilft Melkfett Ringelblume ausm DM sehr gut. Das bringt wirklich viel.
Wenn du wirklich schon auf den Knochen sitzt und nur da Schmerzen hast würd ich es zuerst mit Sitzcreme/Melkfett probieren. Oder eine Bib mit Kunstleder-Polster. Das reibt recht wenig.
 

tib02

Bekanntes Mitglied
Nach 10 Sätteln bin ich bei SQLab gelandet und werde nichts mehr anderes fahren. So unterschiedlich sind die Geschmäcker 😉.
Ich würde meinen SqLab Carbon auch nicht mehr hergeben, aber trotzdem musste ich erst die richtige Einstellung Höhe, Winkel und Abstand zum Vorbau finden, damit es perfekt wird und bin schlussendlich von einer 13 Breite auf die 12 Breite gewechselt, wenn man 6-10Tage am Stück fährt und nichts mehr zwickt, hat der Arsch den Sattel gefunden.
 

Burschi

Bekanntes Mitglied
Bin früher meine Rennen nur mit Pelle und Polster gefahren.....Training auch immer....mit nem Selle Italia SLR......
Heute nur noch...auf allen Bikes den Canyon SD.....sehr gewöhnungsbedürftig.....aaaaber wenn er passt......bombe!!
Und Polster oder Pelle.......die Zeiten sind vorbei.....Baggy....normaler Schlübber drunter....fertig.....100km gar kein Thema😉
 

kawa3005

Bekanntes Mitglied
Heute nur noch...auf allen Bikes den Canyon SD.....sehr gewöhnungsbedürftig.....aaaaber wenn er passt......bombe!!
Dem kann ich zumindest für mich auch zustimmen, den fahre ich jetzt seit fast 2 Jahren und finde den genial.
Nicht zu lang aber hinten schon stabil und etwas erhöht was das steile Bergauf fahren fast schon komfortabel macht.
 

tib02

Bekanntes Mitglied
Bin früher meine Rennen nur mit Pelle und Polster gefahren.....Training auch immer....mit nem Selle Italia SLR......
Heute nur noch...auf allen Bikes den Canyon SD.....sehr gewöhnungsbedürftig.....aaaaber wenn er passt......bombe!!
Und Polster oder Pelle.......die Zeiten sind vorbei.....Baggy....normaler Schlübber drunter....fertig.....100km gar kein Thema😉
100km ist normal nie ein Problem, erst nach mehreren Tagen am Stück trennt sich die Spreu vom Weizen.
 
Zuletzt bearbeitet:

On07

Bekanntes Mitglied
Geht mir ja auch so, ist aber auch eher Zufall das der einfach paßt.
Einmal ists bei mir auch durch Pappe und messen die richtige Breite.
Zweitens sitze ich noch nie gern sehr nach vorne gebeugt, da ist schmaler wohl ratsamer?
Aber wenig Polster und keine große Lücke hat mich überrascht, dazu sehr flach.

Ich hab dann viel geschaut, gelesen, gemessen, Herstellerempfehlungen zu meiner Sitzart...
In Läden die Dinger angeschaut und irgendwie fand ich die Ergon am ähnlichsten.
Fürs alte Biobike Hardtail, nur Schotter oder Straße ists dann ein Ergon SMC4 geworden, bisher auch ohne Probleme.
 

spider1750

Neues Mitglied
Ich denke es ist schwer einfach zu sagen, der Sattel paßt für dich. Es kommt darauf an wie du auf dem Rad sitzt. Aufrecht oder doch eher gestreckt mit hoher Sattelüberhöhung usw.

Ich fahre z.B. an meinem XC Racefully einen Tune Kommvor. Ist eigentlich nur eine Carbonschale mit Carbonstreben (wiegt auch unter 100gr). Der ist hinten auch hoch gezogen und sehr schmal. Der ist für mich super bequem, da die Carbonschale flext und durch das hinten hochgezogen wird der Dammbereich entlastet und bergauf hält das hochgezogene deinen Hintern. Ich brauche schmale Sättel, da ich sonst mit den Schenkeln beim treten am Sattel anstoße, wenn er zu breit ist. Zuvor hatte ich einen Tune Speedneedle. Mit dem tat mir der Hintern weh, da er einfach überhaupt nicht flext. Der ist einfach hart. Viele finden den aber voll bequem.

Auf jeden Fall dachte ich mir, naja, wenn der Kommvor schon auf dem XC Bike super paßt, dann wäre er doch für das Turbo Levo auch was, da mir der original Specialized Sattel zu hart und zu breit an den Seiten ist. Die Schenkel sind da nicht vorbeigeglitten sondern dagegen gestoßen und das tut mit der Zeit weh. Also habe ich mich mal so aufrecht auf dem XC Bike gesetzt wie es sich anfühlen würde, als wenn ich ihn auf dem Levo montiert hätte. Das war gleich unangenehm für die Sitzknochen, weil zuviel Druck dann auf ihnen ist. Somit kommt es echt auch darauf an, wie deine Sitzposition ist und beim E-Bike sitzt du in der Regel aufrechter und auch viel länger in der gleichen Position auf dem Sattel wie auf einen XC Bike ohne Motor.
Ich habe dann den original Sattel vom XC Bike auf dem Levo montiert. Es ist ein Syncros X01 Carbon. Der ist ca 130mm breit und leicht gepolstert. Er ist auch relativ lang, so dass ich auch vor und zurück rutschen kann. Aber wenn ich den auf dem Levo mit der Wasserwage ausgerichtet waagrecht montiere, dann habe ich zuviel Druck auf dem Dammbereich. Ich habe den Sattel nun Millimeter für Millimeter nach vorne geneigt und auch wieder weiter nach hinten verschoben. Jetzt paßt er sehr gut. Ich bin da wirklich sehr empfindlich auch im Bereich von der richtigen Lenkereinstellung usw. Es sind echt Millimeter die entscheiden ob du dich wohl fühlst oder nicht. Wenn du das anderen erzählst denken die du bist nur überempfindlich. Es ist aber echt so.
Ich hatte den Sattel weiter nach vorne geschoben, aber ich merkte bergauf, dass ich dann zuweit nach hinten rutsche, wenn ich kraftvoll in die Pedale trete und auch das Gefühl im Nackenbereich war irgendwie nicht angenehm auf Dauer. Ich habe den Sattel 5mm wieder weiter nach hinten geschoben und schon paßt es jetzt auch wieder bergauf und es fühlt sich allgemein stimmiger an. Auch ist der Sattel doch gut sichtbar nach vorne geneigt, aber so entlaste ich richtig den Dammbereich und ich fühle mich auch in dieser Sitzposition mit mehr Druck im Lenkerbereich einfach wohler auf dem Rad.
Im Prinzip wollte ich damit sagen, probiere erstmal aus den Sattel in der Neigung zu verändern, da du dadurch die Druckbereiche am Po auch veränderst. Auch versuche mal den Sattel weiter vor oder nach hinten zu verschieben. Wenn du merkst, dass der Sattel von der Breite dir überhaupt nicht zusagt, dann würde ich mir gleich einen anderen holen. Aber es ist nicht so, dass weicher und breiter Sattel auch immer bequemer bedeutet. Zu weich im Dammbereich oder diese mit den Löchern im Dammbereich, waren für mich eher eine Qual, da dann der Dammbereich erst recht im Sattel da eingesunken ist oder drückte.

Bei SQlab habe ich z.B. gelesen, dass du den wirklich auf den Millimeter genau auf deinen Po ausrichten mußt, da er sonst unbequem sein kann. Wenn das paßt, dann soll er aber recht gut sein.
Auf E-MTB fahren z.B. viele den Ergon SM E-Moutain Sport Sattel, aber auch der Spank oozy 220 soll gut sein. Sind alles Sättel die hinten hoch gehen. SDG hat jetzt auch einen neuen Bel-Air V3 rausgebracht (geht auch hinten hoch).
Aber im Prinzip kann man wenig empfehlen, da der Sattel zu deinen Hintern und deinem Fahrverhalten bzw. Sitzposition passen muß.
 

Funnybasher

Mitglied
Schau Mal nach einem Sattel bei dem die Dammentlastung nicht all zu gross ist.
Ich z.B. habe echt sehr empfindliche Sitzknochen und komme besser damit zurecht wenn nicht 100% des Gewichts , wie z B. bei einem Stufensattel, nur auf den Sitzknochen lastet.
Achte darauf : je gestreckter du sitzt desto schmaler darf der Sattel sein.
Für MTB meist Sitzknochen Abstand + 1,5cm
LANGSAMES GEWÖHNEN !!!!
UND NACH JEDER TOUR MINDESTENS 1 TAG UND HÖCHSTENS 6 TAGE PAUSE !!!

Am Anfang kurze runden und dann ca. jede 3 Runde ein Paar KM mehr.

Alle 10-15 Minuten Mal kurz aus dem Sattel gehen und im stehen fahren .

Den Sattel vor und zurück schieben ist nicht wirklich ratsam , da er ja an den Knie ausgerichtet ist und du somit Knieprobleme bekommst.
Solltest du vor oder zurück rutschen dann ändere deinen Vorbau

Ich fahre ERGON SMC4-M . Mit polsterradlerhose.
 

RoedeOrm

Aktives Mitglied
Meine individuelle Erkenntnis: Für mich macht Assos den Unterschied und nicht der Sattel. Seitdem geht es beim Sattel für mich nur noch um die Formgebung der Kontaktfläche zu den Oberschenkeln und nicht mehr um die Sitzhöcker.
 
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