Eure Erfahrungen mit 3d Satteln - lohnt sich das?

EBikeFirst

Bekanntes Mitglied
Ich überlege, ob ich von sq lab weggehe jnd ma, einen 3d Sattel ausprobiere. Zum Beispiel diesen hier: Moquai 3d
Ich bin mit meinem SQ Lab schon zufrieden, aber auch neugierig, das mal auszuprobieren. Wie sind denn eure Erfahrungen damit? Klar ist, dass es natürlich immer noch zum Hintern passen muss.
 
Ganz ehrliche Antwort: Der Sattel ist völlig egal, solange er einigermaßen hart ist und der Sitzknochenabstand stimmt. Wenns unbequem ist, fährt man zu wenig und hat sich noch nicht genug daran gewöhnt. Nach ein paar längeren Radtouren hat man sich an den Sattel gewöhnt und es tut nichts weh. Außer bei weichen, gepolsterten, die sind auf Dauer nichts. Die ganzen Luxushersteller à la Ergon leben von den Einsteigern, die denken der Sattel wäre schuld, dass der Arsch weh tut.
 
Da möchte ich rein grätschen: Ganz so einfach ist das nicht.
Es gibt unterschiedlich empfindliche Gesäße.

Ich habe vor ein paar Jahren genauso wie du gedacht (vor allem weil ich vor 25 Jahren problemlos den ganzen Tag einen quasi nicht gepolsterten Sattel gefahren bin).

Allerdings habe ich vor 4 Jahren ein neues Bike gekauft und dessen Sattel tat mir immer recht schnell weh. Nach rund 2 Stunden im Sattel hatte ich einfach einen fiesen stechenden Schmerz an den Kontaktpunkten und Scheuerstellen/Pickel.
Gut, ein Seriensattel kann nur ein Kompromiss sein, also den Pobbes vermessen lassen und einen Ergon Wave 611 mit der korrekten Breite für meinen Sitzknochenabstand gekauft.

>Der sollte ja also passen, wenn man sich nur "reinquält".< Habe ich mir auch eingeredet. Eine ganze Saison lang.
Fast 2000km später hat sich wenig getan, mein Po tat einfach nach 2 Stunden im Sattel schlicht fies weh. Das versaut jede Tour und verbietet Mehrtages-Touren.

Erst der siebte(!) getestete Sattel funktionierte mit meinem Hintern soweit, dass ich nun überwiegend beschwerdefrei über Stunden unterwegs sein kann.

@Topic
Es war auch ein 3D-Sattel von Specialized dabei, das hat auch nichts gebracht. Sprich: Jeder Sattel kann sich lohnen. Es muss halt der sein, der zu deinem Po & Rad passt. 3D-Sättel sind keine Wundermittel.

Edit: Wenn man also einen Sattel hat, der gut ist, dann kann man sich einfach freuen, denn viele Leute suchen dafür sehr lange.

Edit 2: Ich habe allerdings noch keinen maßgeschneiderten(!) 3D-Druck-Sattel probiert. Das wäre mein 8. Versuch gewesen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe den Specialized Power Expert mit Mirror, mit etwas von dem 3D Geflecht, der passt mir persönlich wesentlich besser als alle Ergon- und SQlab-Sättel und was weiß ich noch, inzwischen eine ganze große Kiste voll mit Sätteln, die anfänglich Großes versprachen und dann nach 30/40 km höllisch wehgetan haben, trotz Bib und Sitzcreme.
An so einen komplett 3D gedruckten Sattel habe ich mich aber noch nicht rangetraut, +350 Euro ist halt doch ne Hausmarke.

https://www.specialized.com/de/de/power-expert-mit-mirror/p/1000148806?color=1000148808-1000148806
 
Zuletzt bearbeitet:
Dank euch. Ich hatte das neue Levo probegefahren und dort war ein 3d Sattel drauf. Als ich losgefahren bin, dachte ich mir: Boah. Der Sattel ist einfach geil. Seitdem lässt es mich nicht mehr los und ich würde es gerne ausprobieren.
 
Ganz ehrliche Antwort: Der Sattel ist völlig egal, solange er einigermaßen hart ist und der Sitzknochenabstand stimmt. Wenns unbequem ist, fährt man zu wenig und hat sich noch nicht genug daran gewöhnt. Nach ein paar längeren Radtouren hat man sich an den Sattel gewöhnt und es tut nichts weh. Außer bei weichen, gepolsterten, die sind auf Dauer nichts. Die ganzen Luxushersteller à la Ergon leben von den Einsteigern, die denken der Sattel wäre schuld, dass der Arsch weh tut.
Ganz ehrliche Antwort:
Das ist zu pauschaliert.
Ein Sattel der nicht passt wird durch mehr km nicht passender. Eher ist dein Arsch im Eimer.
Oder glaubst du wirklich Vielfahrer im RR Profibereicht mit 30Tkm/Jahr kannst auf irgendeinen Sattel setzten und sagen:
Fahr halt 31Tkm, dann passt das schon.

Deshalb schon mal recht exakt ne "Arschmessung" machen.
Recht hast damit dass dann danach das gewählte Modell dem eigenem Befinden unterliegt.
Und hart=gut hat man bei unseren Vätern propagiergt. Und es hat schon damals nicht pauschal gepasst.
 
Meine Frau ich habe schon diverse Sättel ausprobiert, sowohl am unseren Trecking Rädern wie auch eMTB‘s.
Meine Frau nutzt mittlerweile einen 20€ No-Name Sattel, mit dem Sie zufrieden ist.
Alle teuren Markensättel (Ergon usw), die wir im Vorfeld für Sie gekauft haben, liegen mittlerweile in einer Kiste im Keller.
Ich fahre auf meinem eMTB einen SQlab 60X. Mit dem bin ich relativ zufrieden, trotzdem spüre ich nach ca 40 km den Hintern; und das trotz Sitzpolsterhose.

Ich hätte auch Interesse so einem 3-D Sattel mal zu testen. Hier würde mich das Modell von Specialized interessieren.

In diversen Foren habe ich gelesen das die 3D Sättel Hosen „fressen“ sollen (Sitzfläche schauert durch).
Ich habe auch mit meinem Specialized Händler gesprochen. Er meinte der Sattel wäre eher was für Bikes mit Schutzblechen, da die Löcher des Sattels sich bei Fahrten im Dreck zusetzen und es dadurch zu einem Scheuereffekt kommen kann.

Wir können ja einen 3-D Sattel (Markenprodukt, nicht die 10€ Temu Teile) kaufen. Diesen können dann alle hier Interessierten ausprobieren.
Nach einer Testphase von 1-2 Wochen wird der Sattel in einem gepflegtem Zustand (abgeklebte Sitzstreben usw) dann an den nächsten Interessenten mit einem Abschlag von 20 €? (oder so) abgegeben.
So könnten wir alle mal testen, ob die Sättel was taugen oder nicht.

Ich würde auch den Erstkauf machen. Mein Sitzknochenabstand beträgt 12cm.

Wer hätte Interesse? Bin auch offen für andere Modele.
 
Ich hatte nur mal den Sagma und fand ihn unglaublich schlecht. Das lag aber eher nicht am gedruckten.
Nach vielen Jahren Turbo und Flite Titan in den 90igern bin ich dann irgendwann mal auf SQLab 611 active gewechselt. Die Sättel sind OK, man muß sich nur bewußt sein, daß der gesamte Druck dann auf den Sitzhöckern lastet. Leider ist das Sattelgestell nicht sehr haltbar. Zwei Stück verbogen. Wurde ersetzt, aber trotzdem doof.

Dann auf Ergon SM-E Mountain Core gewechselt nachdem der SM-E ohne Core für mich gar nicht ging, Druck an den Rändern des Entlastungskanals. Der SM-E Mountain Core ist für mich einer der bequemsten Sättel auch auf langen Strecken, aber er baut sehr hoch.

Beim Crestline hatte ich aber das Problem, daß ich mit dem Ergon keine 180mm Sattelstütze verbauen konnte. Habe versuchsweise einen WTB Silverado 265 Titanium Sattel verbaut und bin überrascht, wie bequem, leicht und flach der ist.

Manchmal ist weniger mehr…
 
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