EWS-E in Schottland: Rennbericht (Episode 1) von Chris Rothenbach

EWS-E in Schottland: Rennbericht (Episode 1) von Chris Rothenbach

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Die Enduro World Series gilt als höchste Klasse des Enduro Racing. Mit der EWS-E bietet sie 2022 fünf separate E-Bike Races in einem außergewöhnlichen Format: Viel Fahrradfahren auf anspruchsvollen Stages – bergab und bergauf – und ein Klassement, das immer mehr Starter*innen anzieht.

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EWS-E in Schottland: Rennbericht (Episode 1) von Chris Rothenbach

E-Doping beim E-Rennsport – müssen Veranstaltende darauf mehr Acht geben?
 

xlacherx

Bekanntes Mitglied
Starker Artikel!
Aber wie man so zwischen den Zeilen liest - ist das alles noch sehr neu und nicht wirklich "ausgereift".
Bike die nicht überprüft werden ob sie schneller laufen, Akku-Vorgaben die nicht reichen (okay, wie erwähnt World Series ) aber die Definition 2 Akkus ist auch geil. Es gibt Räder mit 900Wh und welche mit grad mal 600Wh.. und für was zählt die Vorgabe nun?
Ich denk, da muss noch einiges nachgebessert werden, damit alles glücklich sind.
 

h00bi

Bekanntes Mitglied
Interessant das aus der Erzählerperspektive zu lesen. Toller Artikel, gerne mehr.
dafür dass geschoben wurde klingt Platz6 irgendwie verdammt gut.

Keine Ahnung ob das schon geändert wurde, aber auf der Website steht:
WS-E100 racers will need a minium of 2 batteries.

Im Prinzip kann man sich eigentlich nur damit trösten, dass ein 32kmh ebike sicher auch mehr Strom frisst als ein 25kmh ebike.
Wenn Chris 290% Akku durch bringt, also grob gerechnet 1800Wh dann dürfte ein 32kmh Biker selbst mit 3x100% 625Wh nicht rumkommen, oder?
Wer deutlich schneller war muss vermutlich 3x 750Wh oder mehr fahren.

Generell sind Kontrollen bei sowas schwer umsetzbar, aber zumindest die ersten 3 sollten gecheckt werden. Klar, je mehr kontrolliert wird desto ausgebuffter wird getrickst.
Selbst Einheitsfirmware je Motor vorschreiben wird nur eine begrenzte Zeit helfen.

Generell wäre aber die Bikewahl des Starterfelds interessant.

EDIT:
In order to monitor motor output and ensure integrity of the regulations, EWS may fit bikes with a data acquisition box. There will be no technical restrictions on batteries.
 
Zuletzt bearbeitet:

525Rainer

Bekanntes Mitglied
Toller einblick!

Ich versteh allerdings die sache mit der akkulaufleistung nicht. Wie soll der veranstalter die eigenleistung des athleten abschätzen? Das kann immer nur grob abgeschâtzt werden.
In der normalen ews haben die Leute eine fitness von 4-4,5w pro kg ftp. Das ging aus der pinkbike akadamy hervor und lässt sich auch auf insta bei vielen athleten beobachten. Das hat sich in der letzten zeit halt einfach geändert. Ich denke es wird in der königsklasse massiv eigenleistung gefordert.
Was dem ganzen auch wieder chancengleichheit für schwerere fahrer gibt.
 

Titanbein1302

Bekanntes Mitglied
Da isch selbst nationale ebike rennen bestreite, kann ich sagen, scheiss egal welcher Motor und Akku. Der Fahrer gewinnt. Hauptsache Akku reicht aus.
Ok. Ich fahre Rundkurse oder Marathon als ebike rennen.
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
E-Doping beim E-Rennsport – müssen Veranstaltende darauf mehr Acht geben?

Nein!

Es ist schon jetzt klar, dass die Möglichkeiten der Hersteller jenen der Organisatoren deutlich überlegen sind - und sich daran nie etwas ändern wird.

Der Zweckmässige Weg führt über die Kurssetzung:

Oben ein langes, flaches Tretstück zu Beginn, bei dem das E-Bike bei genau 25 km/h abschaltet und man aufgrund des weichen Bodens keinen km/h mehr zulegt. Auf diesem Stück ist vor allem im Training auffällig, dass einige Fahrer spürbar schneller unterwegs sind als andere. Meine Vermutung ist, dass entweder offene E-Bikes gefahren werden oder welche mit amerikanischen Softwares unterwegs sind, die in etwa bis 32 km/h unterstützen.

Das zur Verfügung stehende Gelände muss so ausgenutzt werden, dass Uphill-Passagen gar nicht mit mehr als 25km/h gefahren werden können und Transferstrecken nicht vorkommen.

Damit ist es egal, ob ein Hersteller einen icht entdeckbaren Weg finden um >25km/h zu Unterstüzen. Bleibt die Langzeit-Spitzenleistung. Klar liegt die deutlich über der Nennleistung von 250W, da diese ja per Definition eine garantierte Minmalleistung ist.

Eine Konstruktive Schwäche der Tretlagermotoren ist, dass die hitzeempfindliche Elektronik im Motorengehäuse untergebracht ist. Gepaart mit teils miserablem Wirkungsgrad des Motors ist das eine natürliche Leistungsbremse.

Irgendwann lernen die Hersteller aber dazu, dann braucht es eine Akku-Leistungsbezugsmessung (A * V). Bis es soweit ist, sollen die erst die rpm des Motors der Kadenz des Fahrers anpassen.

@Redaktion Ihr pflegt ja mit reichlich Furor euer Privat-Deutsch; wie wär's statt dessen mit konkreter Frauenföderung? In Petzen-Jamnica waren 5 Frauen am Start und 4 im Ziel. Was unternehmt Ihr, um mehr Frauen an den Start zu bringen?
 

525Rainer

Bekanntes Mitglied
Es gibt keine strecke und keinen berg und kein motorisiertes fahrzeug bei dem die fitness und ausdauer des fahrers komplett ausgeklammert werden kann.

Ich bin mir auch nicht sicher ob die vermutung es wären ebikes mit manipulierter software am start überhaupt stimmt.
Ein georg egger hatte im letzten rennen 420w durchschnittsleistung. Das heisst der fährt dir so kurze stages mit deutlich mehr als 1000w anliegend am hinterrad durch. Maximalleistung 2000w. Du kannst keine strecke so bauen das seine power nicht von vorteil ist. Fahren können die auch und skill und geschicklichkeit ist nix wert wenn die power für die flüssige auffahrt fehlt.
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
Du kannst keine strecke so bauen das seine power nicht von vorteil ist. Fahren können die auch und skill und geschicklichkeit ist nix wert wenn die power für die flüssige auffahrt fehlt.

Das ist klar. Nur ist die Technik heute noch nicht so weit, die volle Power für längere Zeit zur Verfügung zu stellen. Und wer mit verwinkelten Track die Power ausspielen kann, muss auch wirklich fahren können.

Wer hingegen nur eine Transferstrecke hochpflügen will, dem helfen >25km/h sehr wohl.

Vanmoof, die bekannte Cheater-Marke, gibt dem Käufer eine App mit, in der er seinen Standort wählen kann. Wählt er USA, bekommt er PAS 20mph - was Motorunterstützung bis etwa 32km/h bedeuted - ohne spezielle Firmware, Dongles oder sonstwas. Nur Knopfdruck.
 

525Rainer

Bekanntes Mitglied
Ja, am transfer wird aber die zeit nicht gemessen, man muss nur die vorgabe einhalten.
Und es macht keinen sinn bei den transfers den akku auszusaugen. Dort sollte man akku sparen. Und ich glaube nicht das die transferzeiten schnitte über 25 erfordern.

Ich schau mal obs strava aufzrichnungen der athleten gibt.
Fahren können die alle, davon muss man bei so einer Veranstaltung ausgehn. Aber in so einer jungen sportart haben die fahrer einen unterschiedlichen Hintergrund.
Der eine hat evtl fahrtechnik von trial und moto x, der andere kann die leistung seines bikes für 5 min nahezu verdoppeln.
In ein paar jahren wird es wieder beides brauchen.
War auch interessant in einem podcast über jauch und textor kürzlich. Dh vs enduro. Zu anfang wurde im endurosport scheinbar wild abgekürzt und gecheatet.
 
G

Gelöschtes Mitglied 16244

Guest
So wie das momentan aufgezogen ist hat das Ganze null Aussagekraft, vor allem wenn man in den Videos meist nur die Downhillpassagen sieht.
Um das Ganze gerecht zu machen müssen die Veranstalter eine Blackbox anbieten die jeder Teilnehmer zwischen Akku und Motor schalten muss. Die Blackbox limitiert den Strom z.B. auf 15 A und misst die abgegebene Energie. So ist es möglich z.B. je nach Strecke bei 500 Wh Schluss zu machen, so hat jeder Teilnehmer die gleiche Energiemenge zur Verfügung.
Dazu muss noch das Signal des Speedsensors angeschlossen werden, wenn oberhalb von 25 km/h noch unterstützt wird, wird der Teilnehmer disqualifiziert.
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
Ja, am transfer wird aber die zeit nicht gemessen, man muss nur die vorgabe einhalten.

Ups, peinlicher Lapsus von mir.

Ich meinte nicht die Überführungsetappen zwischen zwei Wertungsprüfungen sondern etwas flappsig ausgedrückt einfach zu fahrende Uphill-Passagen in einer Stage.

Ich habe keinen Strava Account; wäre aber sicher interessant, ob Du da was rauslesen kannst.
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
Die Blackbox limitiert den Strom z.B. auf 15 A und misst die abgegebene Energie. So ist es möglich z.B. je nach Strecke bei 500 Wh Schluss zu machen, so hat jeder Teilnehmer die gleiche Energiemenge zur Verfügung.

Ich wende mich gegen jede Form von künstlicher Gleichmacherei.

Das Velo hat den Normen für 25er zu entprechen, das reicht. Klar gibt es superleichte und extraschwere Konstruktionen. Soll jeder selbst entscheiden, wie er den Parcour meistert.

Zudem hatten sich nur 5 Damen überhaupt eingeschrieben, da scheint mir noch kein Bedarf für Restriktiuonen gegeben zu sein. Vielmehr erwarte ich das Gegenteil, also dass sich eMTB-Redaktionen nicht nur in Sprachakrobatik üben sondern auch aktiv die Teilnahme fördern.
 

525Rainer

Bekanntes Mitglied
Screenshot_2022-06-24-07-22-26-621_com.strava.jpg

Aus der aufzeichnung von joseph nation,
Verstrichene zeit war über 6 stunden.

Zum vergleich, eine aufzeichnung von mir mit vergleichbaren hm und km:
Screenshot_2022-06-24-07-24-40-365_com.strava.jpg
Verstrichene zeit 5.25.
Ich hätte nicht gedacht das in einem rennen soviele standzeiten sind. Das ist gut zum erholen.
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
Aus der aufzeichnung von joseph nation,
Verstrichene zeit war über 6 stunden.

Sehr spannend!

Ich nehme mal an, die grauen Flächen sind Meter über Meer. Dann wäre ab dem ".0" vom "30" bis zur grünen Linie eine Steigung, danach eine steilere Abfahrt.

Wenn das so ist, sehe ich, dass bereits in der Steigung deutlich Tempo aufgebaut wurde. Wie geht das?

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bluecat

Bekanntes Mitglied
Ist aber im Motorsport üblich um die Chancengleichheit zu gewähren, da gibt es z.B. einen Air restriktor um die Menge der Ansaugluft zu begrenzen.

Ein F1 Auto wird nur zum Zweck, die F1 zu Gewinnen gebaut. Bei den eMTB sind wir eher beim Konzept der Tourist Trophy.

Der Air Restrictor (und andere Vorschriften wie Unterbodengestaltung und Reifenbreite) sollen die Autos langsamer machen - ohne konkrete Vorgaben wie etwa Vmax zu machen. Die Chancengleichheit - in der Rennserie der unbegrenzten Möglichkeiten - wird über das Budget und die Ersatzteilezahl bestimmt.

Bei den eMTB Rennen würde sich vielleicht ein max. Startgewicht aufdrängen, um Schlaumeier, die mit auf 25km/h gedrosselten e-Motorrädern antreten, fernzuhalten.

Aber sich sehe mit Spannung dem ersten wirklich getunten eMTB Motor entgegen.
 

Sandheide

Bekanntes Mitglied
Und es macht keinen sinn bei den transfers den akku auszusaugen. Dort sollte man akku sparen. Und ich glaube nicht das die transferzeiten schnitte über 25 erfordern.
Laut Texi musst du das ganze Rennen am Anschlag fahren sonst kannt du die Transferzeiten nicht einhalten..Er erzählt auch das es viele technische uphills als transfers gibt. Es gab ja auch ein paar "top" Fahrer die DNS hatten genau aus diesem Grund.
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