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Bosch Parts
Bosch Parts - Eine Auswahl der wesentlichen Komponenten eines Boschsystems: CX Motor, Intuvia Display, Bedieneinheit und der Bosch Akku. Dieses System nutzen die meisten Fahrradhersteller für ihre Mountainbikes im mittleren Preissegment.
Bosch Parts 2
Bosch Parts 2 - Das Bosch Purion Display bietet die wesentlichen Informationen im kompakten und schlichten Design; das große Bosch Nyon Display mit GPS und Smart Phone Anschluss, maßgefertigte Kettenblätter (Offset, drop stop) und das integrierte Akkugehäuse bei den neuesten Bikes.
eMTBnews BOSCH inside 5
eMTBnews BOSCH inside 5
Das kleine Bosch Purion-Display hat alles was ein Display braucht
Das kleine Bosch Purion-Display hat alles was ein Display braucht - es sitzt links außen am Griff, lässt sich einfach bedienen und kommt bei E-Mountainbikes sehr viel zum Einsatz
Das Bosch Intuvia ist viel verbaut, sitzt mittig über dem Lenker und ist gut lesbar
Das Bosch Intuvia ist viel verbaut, sitzt mittig über dem Lenker und ist gut lesbar - aktuell kommt es mehr bei E-City- oder E-Trekkingbikes zum Einsatz
Mit dieser Remote-Einheit kann man bequem durch die Menüs des Bosch Intuvia-Displays schalten
Mit dieser Remote-Einheit kann man bequem durch die Menüs des Bosch Intuvia-Displays schalten - und die Unterstützungs-Modi auswählen
Das große Bosch Nyon-Display ist purer Hightech
Das große Bosch Nyon-Display ist purer Hightech - es liefert sämtliche Daten zur Akku und Reichweite, kann Navigieren und errechnet eine persönliche CO2-Billanz
Trek Powerfly LT 9 Bosch Performance CX
Trek Powerfly LT 9 Bosch Performance CX - der integrierte Bosch PowerTube 500 wird seitlich aus dem Unterrohr entnommen
CUBE Stereo Hybrid 160 Action Team mit Bosch Performance CX
CUBE Stereo Hybrid 160 Action Team mit Bosch Performance CX - der integrierte Bosch PowerTube 500 wird nach unten aus dem Unterrohr entnommen
Brose
Brose - Die bekanntesten Fahrradhersteller mit einem Brosesystem. Auffällig ist die Art und Weise, wie Akku und Motor in das Rahmendesign integriert wurden. Die Bedieneinheit ist auch anders, da sie komplett für den Fahrradhersteller individuell angefertigt wurde.
Brose 2
Brose 2 - Specialized verfügt über ein sehr kurzes Ladekabel und die Aufladung des Akkus erfolgt am Bike selbst, der Lenker vom Rotwild ist frei von jeglichem Wirrwarr und besitzt ein kleines Display. Bei Specialized ist der Geschwindigkeitssensor an der Bremsscheibe montiert. Beide Hersteller verwenden Standardgrößen für ihre Kettenblätter.
Kompakt und 2,9 kg leicht: Brose Drive S Mag
Kompakt und 2,9 kg leicht: Brose Drive S Mag
Die Konstruktion des Getriebes wurde nicht verändert
Die Konstruktion des Getriebes wurde nicht verändert - aber das Einbauvolumen des Motors wurde deutlich reduziert
Hier kann man gut ins Innere des Brose Drive S Mag schauen ...
Hier kann man gut ins Innere des Brose Drive S Mag schauen ...
... erkennt gut die einzelnen Baugruppen
... erkennt gut die einzelnen Baugruppen
Dank dem speziell konstruierten Freilauf im Motor, fährt sich der Brose Drive S so homogen
Dank dem speziell konstruierten Freilauf im Motor, fährt sich der Brose Drive S so homogen - der Klemmkörperfreilauf der Firma GMN aus Nürnberg sitzt unter dem Magnesiumriemenrad und entkoppelt den Motor zu 100 %
Brose Drive S Mag mit Magnesiumgehäuse
Brose Drive S Mag mit Magnesiumgehäuse - 2,9 Kilogramm leicht und dank neuem Flex Power Modus liefert dieser Motor satte 410 % Unterstützung
Durch die Montage-Augen können Rahmenbauer auch an Gewicht sparen
Durch die Montage-Augen können Rahmenbauer auch an Gewicht sparen
Hier sieht man die 6 Montagepunkte des Brose Drive S Mag
Hier sieht man die 6 Montagepunkte des Brose Drive S Mag
Brose Drive S Mag
Brose Drive S Mag - die innere Konstruktion gibt die Größe vor, konnte aber dennoch im Einbauvolumen reduziert werden
Leistungsdiagramm des Brose Drive S Mag
Leistungsdiagramm des Brose Drive S Mag - mit 410 % max. Unterstützung sorgt dieser Motor vor 100% bei der Agilität und der Dynamik
Leistungsdiagramm des Brose Drive S Alu
Leistungsdiagramm des Brose Drive S Alu - 380 % in der Spitze und ausgewogen bei Fahrdynamik und Agilität
Leistungsdiagramm des Brose Drive T
Leistungsdiagramm des Brose Drive T - diese Motorvariante ist auf maximale Reichweite ausgelegt und liefert ein Drehmoment von 70 Nm
Specialized Turbo Levo Expert FSR
Specialized Turbo Levo Expert FSR - Federweg: 150/150 mm | Motor: Specialized Custom 2.1 | Preis: 7.999 € (UVP)
Rotwild E+
Rotwild E+
Shimano Parts
Shimano Parts - Der Shimano Motor ist kompakt und lässt Spielraum bei der Positionierung des Hinterrads. Das Display ist klein und abgestimmt auf Shimanos Di2 System. Die Bedieneinheit schaut aus und fühlt sich an wie ein normaler Schalthebel. Der Akku ist in diesem Fall am Unterrohr angebracht und das Kettenblatt fällt normal groß aus.
Shimano 2
Shimano 2 - Ein Lenkeraufbau mit Shimano Komponenten, wo das Di2 System mit dem E8000 Antrieb verwendet werden kann. Die Integrierung des Akkus in den Rahmen ist für die Zukunft vorgesehen. Die Kettenstrebelänge kann die gleiche sein wie bei marktführenden nicht E-Bikes.
Shimano E8000 zerlegt
Shimano E8000 zerlegt
Shimano Steps Prototype
Shimano Steps Prototype - Fahrradentwickler können auf ein kompaktes System zurückgreifen.
Yamaha 1
Yamaha 1 - Die PW-Motor-Serie. Ein individuell anpassbares Display. Das Yamaha System verfügt über eine integrierbare Akkuform. Kettenblätter in Standardgröße sind die Regel.<br>
Yamaha 2
Yamaha 2 - Ein Standard Yamaha-Display. Eine individuell für den Kunden angefertigte Bedieneinheit bei Giant. Der hintere Dämpfer und die Platzierung des Gelenks entspricht in etwa einem normalen Mountainbike. Der Akku ist im Rahmen integriert.
Display A von Yamaha
Display A von Yamaha - dieses kleine Display liefert alle Informationen die man auf dem Trail braucht und lässt sich intuitiv bedienen
Yamaha Remote-Einheit am Giant Trance E+
Yamaha Remote-Einheit am Giant Trance E+ - griffig und übersichtlich – so muss eine kleine Bedieneinheit sein
Remote-Einheit von Yamaha am Haibike
Remote-Einheit von Yamaha am Haibike - funktioniert, aber leider besitzt dieses Bauteil den Charme aus den späten 1980ern. Optik und Haptik sind nicht zeitgemäß.
Lapierre Overvolt XC400
Lapierre Overvolt XC400
Full-E+ 1 Black Red Orange
Full-E+ 1 Black Red Orange
Dank der kompakt-schlanken Bauform lässt sich das Fazua-System gut im Rahmen integrieren
Dank der kompakt-schlanken Bauform lässt sich das Fazua-System gut im Rahmen integrieren
Das Tretlager Fazua evation 1.0 ist minimalistisch gestaltet
Das Tretlager Fazua evation 1.0 ist minimalistisch gestaltet - und hat einen Q-Faktor von schmalen 135 mm
Am Akku befindet sich die Ladebuchse, ein On/Off-Button und die Ladestands-Anzeige
Am Akku befindet sich die Ladebuchse, ein On/Off-Button und die Ladestands-Anzeige
Der kleine Akku ist knappe 1,5 kg leicht und hat eine Kapazität von 252 Wh
Der kleine Akku ist knappe 1,5 kg leicht und hat eine Kapazität von 252 Wh
Links der Akku, rechts der Motor mit der Akkuaufnahme
Links der Akku, rechts der Motor mit der Akkuaufnahme - beides vereint ergibt das Herzstück des smarten Fazua evation 1.0 Antriebskonzeptes
Die Remote-Einheit des Fazua evation 1.0 informiert mittels farblich unterschiedliche LEDs über die angewählte Unterstützungsstufe
Die Remote-Einheit des Fazua evation 1.0 informiert mittels farblich unterschiedliche LEDs über die angewählte Unterstützungsstufe - Grün - niedrige Unterstützungsstufe (75% / 125 W), Blau - mittlere Unterstützungsstufe (150% / 250 W), Rosa - höchste Unterstützungsstufe (240% / 400 W), Weiß - keine Unterstützung
Der kreisrunde TQ120S misst 144 mm im Durchmesser und leistet brachiale 120 Nm
Der kreisrunde TQ120S misst 144 mm im Durchmesser und leistet brachiale 120 Nm - damit zählt er zu den stärksten Pedelec-Motoren auf dem Markt
Im Haibike Flyon sitzt der TQ120S von TQ-Systems
Im Haibike Flyon sitzt der TQ120S von TQ-Systems - und treibt dieses E-Mountainbike mit Vollgas über den Trail
Beim Drehmoment-Sensor handelt es sich um das Röllchen zwischen Kettenblatt und Motorritzel
Beim Drehmoment-Sensor handelt es sich um das Röllchen zwischen Kettenblatt und Motorritzel - darüber wird die Kettenspannung gemessen.
Powerplay™ System
Powerplay™ System
Rocky Mountain Altitude Power Play
Rocky Mountain Altitude Power Play
Die Motorabdeckung auf der Nicht-Antriebs-Seite
Die Motorabdeckung auf der Nicht-Antriebs-Seite
Die Lenkerfernbedienung
Die Lenkerfernbedienung

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Der Aufbau von E-Bikes folgt dem gleichen Schema wie von gewöhnlichen Mountainbikes: Fahrradhersteller konstruieren einen Rahmen und stimmen darauf die Komponenten ab. Bei E-Bikes haben aber die Motorsysteme einen größeren Einfluss auf die Gestaltung der Fahrräder. Aktuell haben sich neben den Platzhirschen Bosch und Shimano weitere interessante Motorsysteme etabliert. Hier stellen wir dir die Antriebssysteme von Bosch, Brose, Fazua, Powerplay, Shimano, TQ-Systems und Yamaha vor.
(Letztes Update: November 2018)

Wir testen eine Vielzahl an verschiedenen E-Mountainbikes, alle waren mit einem der namhaften, oben genannten Systeme ausgestattet. Wir haben die Eckdaten zusammengetragen und versucht, die wichtigsten Merkmale der aktuellen Systeme hervorzuheben.

Obwohl auch andere Systeme existieren, gilt unser Hauptaugenmerk diesen Antrieben, da die meisten Fahrradhersteller in ihren E-Bikes auf einen dieser Motoren setzen. In unseren Tests nehmen wir die gewählten Modelle näher unter die Lupe und probieren die Eigenschaften jedes Systems unter realen Bedingungen. Manche Hersteller nutzen dieselben Motoren auf unterschiedliche Weise. Wir haben versucht, ein paar Beispiele aufzuzeigen, wie jeder Motor genutzt wird – und aus welchem Grund.

Bosch – der Markführer

Bislang verfügt Bosch über das dominierende Motorsystem auf dem Markt und kann auf viele Jahre Erfahrung mit Motoren aus Fahrzeug- und Haushaltsprodukten zurückgreifen. Die aktuelle Version der Motoren und Akkus für E-Mountainbikes heißt Performance CX.

Bosch Parts
# Bosch Parts - Eine Auswahl der wesentlichen Komponenten eines Boschsystems: CX Motor, Intuvia Display, Bedieneinheit und der Bosch Akku. Dieses System nutzen die meisten Fahrradhersteller für ihre Mountainbikes im mittleren Preissegment.

Technische Daten

Obwohl Bosch eine große Auswahl an Systemen anbietet, haben wir am meisten die Performance CX an unseren E-Mountainbikes genutzt. Sie weist die folgenden Daten auf:

  • Name: Bosch Performance CX
  • Höchstgeschwindigkeit im Gelände beträgt 25 km/h
  • Maximaler Drehmoment von 75 Nm
  • Nenndauerleistung: 250 W
  • 500 Wh (36V 13.4Ah) Lithium-Ionen-Akku
  • Kettenblatt mit 14, 15 oder 16 Zähnen, je nach Fahrradhersteller
  • Gewicht: Motor < 4 Kilogramm, Akku 2,7 Kilogramm
  • Voller Ladezustand nach 4,5 Stunden
  • Display zeigt Geschwindigkeit, Entfernung, Unterstützungsstufe, Akku-Ladezustand und Zeit an
  • Bedieneinheit, um die Kraftübertragung zu erhöhen oder zu reduzieren, wird am Lenker angebracht

Dies sind nur Näherungswerte der am häufigsten auftretenden Einstellungen, da Bosch sowie auch andere Komponenten-Hersteller für 2017 einige Neuigkeiten entwickelt haben.

Bosch Parts 2
# Bosch Parts 2 - Das Bosch Purion Display bietet die wesentlichen Informationen im kompakten und schlichten Design; das große Bosch Nyon Display mit GPS und Smart Phone Anschluss, maßgefertigte Kettenblätter (Offset, drop stop) und das integrierte Akkugehäuse bei den neuesten Bikes.

All diese letzten Entwicklungen sollen das System besser für den Geländeeinsatz machen, da der ursprüngliche Verwendungszweck der Bosch-Motoren Straßenfahrräder waren. Und da Gelände generell für extremere Bedingungen steht, haben Mountainbike-Fahrer auch andere Anforderungen.

eMTBnews BOSCH inside 5
# eMTBnews BOSCH inside 5

Wir haben den Bosch e-MTB Motor zerlegt – hier findest du den Artikel mit vielen interessanten Fotos und Details zum Aufbau des Antriebs und des Akkus.

Einsatz des Bosch Systems unter realen Bedingungen

Nachdem wir in der Vergangenheit so viele verschiedene Bikes getestet haben, möchten wir einige Produktdetails hervorheben, die charakteristisch für das aktuelle Bosch-System sind:

  • Bikes mit dem Bosch-System haben in der Regel längere Kettenstreben, wobei jeder Hersteller, der Bosch verwendet, verschiedene Gestaltungsmethoden einsetzt, um die Kettenstrebenlänge zu optimieren
  • In der Regel reguläre Platzierung des Tretlagers für jeden Motor, egal bei welchem Hersteller
  • Ein festes Akku-Format bedeutet, dass Akku-Größe und Platzierung bei den meisten Fahrrädern in der Regel gleich sind, wobei der Akku am Unterrohr anstatt der Trinkflasche angebracht wird
  • Ein großes Display, mittig auf dem Lenker befestigt – und essentiell für die Bedienung des Systems
  • Ein Geschwindigkeitssensor, der per Magnet an den Speichen angebracht wird
  • Eine auf der linken Seite des Lenkers angebrachte Energieeinheit, die den Antrieb regelt
  • Kleines Kettenblatt beeinflusst Kettenführung und die Gestaltung des Hinterbaus
  • Große Marktdurchdringung und somit bessere Verfügbarkeiten im Hinblick auf Kundendienst und Ersatzteile
  • Sobald man bei 25 km/h die Grenze des Bosch-Systems erreicht, fühlt es sich an als, ob man Motor und Getriebe mittreten muss – es wird spürbar schwerer über die 25 km/h zu kommen
Das kleine Bosch Purion-Display hat alles was ein Display braucht
# Das kleine Bosch Purion-Display hat alles was ein Display braucht - es sitzt links außen am Griff, lässt sich einfach bedienen und kommt bei E-Mountainbikes sehr viel zum Einsatz
Das Bosch Intuvia ist viel verbaut, sitzt mittig über dem Lenker und ist gut lesbar
# Das Bosch Intuvia ist viel verbaut, sitzt mittig über dem Lenker und ist gut lesbar - aktuell kommt es mehr bei E-City- oder E-Trekkingbikes zum Einsatz
Mit dieser Remote-Einheit kann man bequem durch die Menüs des Bosch Intuvia-Displays schalten
# Mit dieser Remote-Einheit kann man bequem durch die Menüs des Bosch Intuvia-Displays schalten - und die Unterstützungs-Modi auswählen
Das große Bosch Nyon-Display ist purer Hightech
# Das große Bosch Nyon-Display ist purer Hightech - es liefert sämtliche Daten zur Akku und Reichweite, kann Navigieren und errechnet eine persönliche CO2-Billanz
Trek Powerfly LT 9 Bosch Performance CX
# Trek Powerfly LT 9 Bosch Performance CX - der integrierte Bosch PowerTube 500 wird seitlich aus dem Unterrohr entnommen
CUBE Stereo Hybrid 160 Action Team mit Bosch Performance CX
# CUBE Stereo Hybrid 160 Action Team mit Bosch Performance CX - der integrierte Bosch PowerTube 500 wird nach unten aus dem Unterrohr entnommen

Auf den Fotos: Rahmen-Designs entwickeln sich ständig weiter, auch um die Montage der Akkus zu optimieren und so Leistung und Fahrspaß zu steigern. Einige Fahrradhersteller ändern auch die Kettenstreben, um eine höhere Gestaltungsfreiheit beim Hinterbau zu erhalten.
Für 2019 wird ein neuer Antrieb von Bosch erwartet.

Hier findest du Tests und Neuheiten von eBikes mit Bosch Antrieb

Brose – Made in Germany

Brose, mit Sitz in Deutschland, ist vergleichbar mit Bosch und produziert Antriebssysteme vor allem für die Automobil-Industrie. Eigentlich verbaut jeder große Auto-Hersteller Elektromotoren von Brose aus Deutschland. Im Bereich der E-Bikes ist Brose mittlerweile fast so bekannt wie Bosch und bietet ein System an, dass offener und flexibler als die Konkurrenz ist. Daraus können die Hersteller von E-Bikes individuelle Lösungen konzipieren. So kommt beispielsweise am Specialized Turbo Levo der Brose Drive S Mag zum Einsatz.

Brose
# Brose - Die bekanntesten Fahrradhersteller mit einem Brosesystem. Auffällig ist die Art und Weise, wie Akku und Motor in das Rahmendesign integriert wurden. Die Bedieneinheit ist auch anders, da sie komplett für den Fahrradhersteller individuell angefertigt wurde.

Technische Daten

Brose bietet dem Fahrradhersteller eine große Wahl an Möglichkeiten, wie und in welcher Position Motor und Akku montiert werden können. Die Integration des Brose-Systems spielt dabei einen wesentliche Rolle.

  • Höchstgeschwindigkeit im Gelände beträgt 25 km/h
  • Abmessungen 213 x 150 x 128 mm
  • Maßgefertigter Akku (Specialized, 504 Wh, ANT+/BT module, IP 67)
  • Mittelmotor
  • Gewicht: 3,4 kg
  • Nennspannung: 36 V
  • Nenndauerleistung: 250 W
  • Maximaler Drehmoment: 90 Nm
  • Je nach Fahrradhersteller Kettenblätter mit 32 oder 38 Zähnen
  • Voller Ladezustand nach etwa 4 Stunden
  • Display von Fahrradhersteller zu Fahrradhersteller unterschiedlich. Während Rotwild auf seinem Display die Geschwindigkeit, die Unterstützungsstufe und den Ladezustand des Akkus anzeigt, verwendet Specialized eine App, einen GPS-Empfänger oder ein kleines Bluetooth Display. Teilweise verwendet Specialized auch kein Display, sondern nur eine Anzeige auf dem Akku
  • Bedieneinheit, um die Kraftübertragung zu erhöhen oder herabzusetzen, wird am Lenker angebracht

Da Brose ein offenes, variables System darstellt, haben die Fahrradhersteller viele Funktionen für Ihre eigenen Bikes selbst geschaffen.

Brose 2
# Brose 2 - Specialized verfügt über ein sehr kurzes Ladekabel und die Aufladung des Akkus erfolgt am Bike selbst, der Lenker vom Rotwild ist frei von jeglichem Wirrwarr und besitzt ein kleines Display. Bei Specialized ist der Geschwindigkeitssensor an der Bremsscheibe montiert. Beide Hersteller verwenden Standardgrößen für ihre Kettenblätter.

Brose Drive S Mag

Kompakt und 2,9 kg leicht: Brose Drive S Mag
# Kompakt und 2,9 kg leicht: Brose Drive S Mag

Magnesiumgehäuse beim Brose Drive S Mag – bahnbrechend und visionär!

Mit der jüngsten Entwicklung von Brose bringt der deutsche Hersteller einen kompakten, leichten und kraftvollen Motor auf den Markt. Das kleine Kürzel „Mag“ deutet es schon an, hier wurde ein neues Material für das Gehäuse gewählt, nämlich leichtes Magnesium. Die Ingenieure konnten durch die Überarbeitung der Konstruktion und die Verwendung eines Magnesiumgehäuses das Gewicht um 500 g reduzieren, die Wärmeableitung massiv verbessern und das Einbauvolumen um 15 % reduzieren. Magnesium als Material für einen Elektromotor, damit ist der Premiumhersteller wieder einmal Vorreiter in Sachen Produktentwicklung, denn während andere Hersteller auf Aluminium setzen, traut sich Brose an die Nutzung und Verarbeitung des leichten Metalls.

Die Konstruktion des Getriebes wurde nicht verändert
# Die Konstruktion des Getriebes wurde nicht verändert - aber das Einbauvolumen des Motors wurde deutlich reduziert
Hier kann man gut ins Innere des Brose Drive S Mag schauen ...
# Hier kann man gut ins Innere des Brose Drive S Mag schauen ...
... erkennt gut die einzelnen Baugruppen
# ... erkennt gut die einzelnen Baugruppen
Dank dem speziell konstruierten Freilauf im Motor, fährt sich der Brose Drive S so homogen
# Dank dem speziell konstruierten Freilauf im Motor, fährt sich der Brose Drive S so homogen - der Klemmkörperfreilauf der Firma GMN aus Nürnberg sitzt unter dem Magnesiumriemenrad und entkoppelt den Motor zu 100 %

Besonders auffällig sind die neuen Montageaufhängungen am Brose Drive S Mag – es gibt ihn mit aufgesetzten Halterungen und gewichtsoptimiert mit integrierten Halterungen. Der überarbeitete Motor wiegt nun schlanke 2,9 kg und dank der neuartigen Aufhängung- und Montagemöglichkeit können Rahmenbauer ihre Konstruktion um bis zu 500 Gramm leichter machen – damit werden, nimmt man Motor und Rahmen in Summe, Gewichtseinsparungen von bis zu einem Kilogramm möglich.

Brose Drive S Mag mit Magnesiumgehäuse
# Brose Drive S Mag mit Magnesiumgehäuse - 2,9 Kilogramm leicht und dank neuem Flex Power Modus liefert dieser Motor satte 410 % Unterstützung
Durch die Montage-Augen können Rahmenbauer auch an Gewicht sparen
# Durch die Montage-Augen können Rahmenbauer auch an Gewicht sparen
Hier sieht man die 6 Montagepunkte des Brose Drive S Mag
# Hier sieht man die 6 Montagepunkte des Brose Drive S Mag
Brose Drive S Mag
# Brose Drive S Mag - die innere Konstruktion gibt die Größe vor, konnte aber dennoch im Einbauvolumen reduziert werden

Doch auch unter der Haube des kompakten Magnesiumgehäuses hat sich einiges getan. So wurde beispielsweise eine vollkommen neue Motorsoftware entwickelt und die Elektronik überarbeitet. Des Weiteren legten die Konstrukteure Wert darauf, den Brose Drive S Mag Servicefreundlicher zu machen, haben die Anschlüsse gebündelt und an einem leicht zugänglichen Ort platziert. Dazu kommt, dass der Lichtausgang nun eine Spannung von 12 V aufweist.

Leistungsdiagramm des Brose Drive S Mag
# Leistungsdiagramm des Brose Drive S Mag - mit 410 % max. Unterstützung sorgt dieser Motor vor 100% bei der Agilität und der Dynamik

Brose Drive S Alu

Sportliche eMTB-Nutzer mögen die homogene Kraftentfaltung des Brose Drive S Alu und schätzen seine Leistungscharakteristik. Der bekannte Motor – der über 25 km/h vollständig entkoppelt – bleibt weiterhin unverändert im Programm. Hier wird es für die Saison 2019 keine Veränderungen geben.

Leistungsdiagramm des Brose Drive S Alu
# Leistungsdiagramm des Brose Drive S Alu - 380 % in der Spitze und ausgewogen bei Fahrdynamik und Agilität

Brose Drive T

Brose wird den Drive T neu im Markt platzieren und ihn mit einer Veränderung der Leistungscharakteristik mehr im Bereich Trekking- und City-E-Bikes platzieren. In diesem Segment geht es weniger um schiere Power, sondern viel mehr um Reichweite und sanfte Unterstützung. Deshalb korrigiert Brose das Drehmoment des Drive T auf 70 Nm und die maximale Unterstützung auf 320 %. Dadurch fühlt sich die Unterstützung noch harmonisch-natürlicher an und, als besonderer Clou, die maximale Reichweite wird deutlich erhöht. Jetzt werden voll unterstützte Touren von mehr als 50 Kilometern möglich.

Leistungsdiagramm des Brose Drive T
# Leistungsdiagramm des Brose Drive T - diese Motorvariante ist auf maximale Reichweite ausgelegt und liefert ein Drehmoment von 70 Nm

Einsatz des Brose Systems unter realen Bedingungen

Auf dem Markt gibt es einige große Hersteller, wie beispielsweise Specialized, Rotwild oder BH Bikes, die einen Brose-Motor in ihren E-Bikes verbauen. Im Folgenden unsere Eindrücke zu Brose:

  • Kettenstrebenlänge ähnelt derer von nicht motorunterstützten Mountainbikes
  • Das Rahmendesign jedes Herstellers ist einzigartig
  • Akkus sind in das Rahmendesign integriert und erlauben somit einen „normalen“ Look der Bikes
  • Displays werden von Zulieferern wie Bloks oder Marquardt geliefert
  • Es ist möglich, den Geschwindigkeitssensor dort anzubringen, wo man möchte
  • Benutzeroptimierte Verbindungen zu Smartphone-Apps sind möglich
  • Standardgrößen bei Kettenblättern bedeuten, dass Kettenführung und Hinterbau freier gestaltet werden können
  • Der Systemwiderstand bei überschreiten der 25 km/h ist minimal, es ist schwer den genauen Moment zu spüren, ab dem die Beine allein den Vortrieb übernehmen.
  • Um den Kundendienst in Anspruch zu nehmen und Ersatzteile zu erhalten muss man sich an den Händler wenden, bei dem man das E-Bike erworben hat
Specialized Turbo Levo Expert FSR
# Specialized Turbo Levo Expert FSR - Federweg: 150/150 mm | Motor: Specialized Custom 2.1 | Preis: 7.999 € (UVP)
Rotwild E+
# Rotwild E+

Die meisten Fahrradfirmen, die Brose-Motoren nutzen, erzielen durch die Motor- und Akku-Integration einen harmonischen Look bei Ihren Rädern.

Shimano – kompakt und verbreitet

Ein weiterer namhafter Mitstreiter im E-Mountainbike-Markt ist Shimano aus Japan. Der Schaltungsgigant hat den Steps E8000-Motor entwickelt. In diesem kompakten Motor vereint sich die immense Erfahrung und Kenntnis der Fahrradindustrie. Gerade als Komplett-System-Lieferant ist Shimano für die Hersteller hochwertiger E-Bikes interessant.

Shimano Parts
# Shimano Parts - Der Shimano Motor ist kompakt und lässt Spielraum bei der Positionierung des Hinterrads. Das Display ist klein und abgestimmt auf Shimanos Di2 System. Die Bedieneinheit schaut aus und fühlt sich an wie ein normaler Schalthebel. Der Akku ist in diesem Fall am Unterrohr angebracht und das Kettenblatt fällt normal groß aus.

Technische Daten

  • Höchstgeschwindigkeit im Gelände beträgt 25 km/h
  • Der Q-Faktor ist der eines normalen Mountainbikes, gleich einem XT-Kurbelsatz
  • max. Drehmoment: 70 Nm
  • 3,2 kg Motorgewicht
  • Nennspannung: 36 V
  • Nenndauerleistung: 250 W
  • Hollow Tech-Tretlagerachse
  • Je nach Wahl Kettenblätter mit 34 oder 38 Zähnen
  • Voller Ladezustand nach 4 Stunden
  • Separates Display wird am Lenker angebracht und kann mit einer angebotenen App via Bluetooth komplett individuell angepasst werden. Das Display zeigt die Unterstützungsstufe, Geschwindigkeit/zurückgelegte Distanz/Reichweite, Ladezustand und den aktuell gewählten Gang an
  • Die Bedieneinheit im Look eines gewöhnlichen Schalthebels, mit der geschaltet wird, positioniert sich auf der linken Seite des Lenkers. Sie ist komplett mit der Di2-Ausführung integrierbar
  • Inklusive Kettenführung, um ein Abspringen der Kette zu verhindern
  • Kompatibel mit 10- oder 11-fach Schaltkomponenten

Shimanos System ist von Natur aus sehr technisch, man sieht den Ursprung in der Mountainbike-Industrie. Die Möglichkeit, das System mit Di2 zu integrieren, ist eine besondere Eigenschaft.

Shimano 2
# Shimano 2 - Ein Lenkeraufbau mit Shimano Komponenten, wo das Di2 System mit dem E8000 Antrieb verwendet werden kann. Die Integrierung des Akkus in den Rahmen ist für die Zukunft vorgesehen. Die Kettenstrebelänge kann die gleiche sein wie bei marktführenden nicht E-Bikes.
Shimano E8000 zerlegt
# Shimano E8000 zerlegt

Wir haben den Shimano e-MTB-Motor auseinander gebaut, hier findest du viele interessante Fotos und Details aus dem Inneren des Shimano-Antriebs.

Einsatz des Shimano Systems unter realen Bedingungen

Aktuell sind viele E-Mountainbikes mit dem Shimano Steps E8000 ausgestattet. Sicherlich werden es in Zukunft noch mehr. Gemeinsam mit Bosch und Brose ist dieser Motor der meist verbaute Elektromotor in E-Mountainbikes.

  • Länge der Kettenstreben kurz, da der Motor sehr kompakt ist
  • Rahmendesign ist flexibel
  • Zwei Akkus im Programm – semi- oder vollintegrierte Bauweise möglich
  • Sehr kleines kontraststarkes und gut lesbares Display
  • Die Geschwindigkeit wird mittels Magnetsensor auf den Speichen gemessen
  • Standardgrößen bei den Kettenblättern ermöglichen eine flexiblere Kettenführung sowie Gestaltung des Hinterbaus
  • Über 25 km/h: Shimano bietet ein sehr natürliches Fahrgefühl ähnlich dem Brose-Antrieb – der Übergang jenseits der 25 km/h ist so sanft, dass er kaum spürbar ist.
  • Kundendienst und Ersatzteile sind dank globalem Netzwerk leicht verfügbar

Hier findest du Tests und Neuheiten von eBikes mit Shimano-Antrieb

Shimano Steps Prototype
# Shimano Steps Prototype - Fahrradentwickler können auf ein kompaktes System zurückgreifen.

Yamaha – hochwertiger Dauerläufer

Das Yamaha System wird von einigen Fahrradfirmen als Alternative zu Bosch in deren Produktpalette angeboten. Dabei bildet der Antrieb der PW-Serie das neue Flaggschiff im Angebot des japanischen Herstellers.

Yamaha 1
# Yamaha 1 - Die PW-Motor-Serie. Ein individuell anpassbares Display. Das Yamaha System verfügt über eine integrierbare Akkuform. Kettenblätter in Standardgröße sind die Regel.

Technische Daten

Yamaha stellt folgende technische Daten zur Verfügung. Dabei ist hervorzuheben, dass das Steuerungssystem von Fahrradfirmen auf deren Bedürfnisse angepasst werden kann.

  • Höchstgeschwindigkeit im Gelände: 25 km/h
  • Drei bzw. vier Sensoren, um die Kraftübertragung auf die Pedale zu messen, mit dem Fokus auf ein natürliches Fahrgefühl
  • Integrierter Akku mit einer Kapazität von 500 Wh
  • Maximaler Drehmoment von 80 Nm, unter normalen Bedingungen 70 Nm
  • Gewicht Motor: 3,5 kg
  • Nennspannung: 36 V
  • Nennleistung: 250 W
  • Normale Kettenblattgröße
  • Drei Display-Optionen: LCD, LED oder ein individuell angepasstes Display des Fahrradherstellers
  • Stabile Bedieneinheit oder LED-Schalthebel
  • Kompatibel mit Kettenführung und Umwerfer

Es scheint, als ob Yamaha einen Mittelweg zwischen Individualisierung und Standardisierung einschlagen möchte.

Yamaha 2
# Yamaha 2 - Ein Standard Yamaha-Display. Eine individuell für den Kunden angefertigte Bedieneinheit bei Giant. Der hintere Dämpfer und die Platzierung des Gelenks entspricht in etwa einem normalen Mountainbike. Der Akku ist im Rahmen integriert.

Einsatz des Yamaha Systems unter realen Bedingungen

Yamaha besitzt den nötigen wirtschaftlichen Hintergrund, um in Entwicklung und Wachstum des Segmentes zu investieren.

  • Die Möglichkeiten bei der Länge der Kettenstrebe sind vergleichbar mit dem Brose-System
  • Akkus können integriert oder auf den Rahmen montiert werden und erlauben einen normalen Look des Bikes
  • Displays können individuell angepasst werden und mittels App von einem Händler programmiert werden
  • Die Geschwindigkeit wird mittels Magnetsensor auf den Speichen gemessen
  • Über 25 km/h: ein deutlich spürbarer Widerstand erwartet den Fahrer wenn er hier die Grenze überschreitet, bis zu der unterstützt wird – als ob plötzlich ein schwererer Gang eingelegt ist.
  • Standardgrößen bei den Kettenblättern bedeutet, dass die Kettenführung und der Hinterbaus flexibler gestaltet werden kann
  • Kundendienst und Ersatzteile hängen davon ab, wo das Fahrrad erworben wurde
Display A von Yamaha
# Display A von Yamaha - dieses kleine Display liefert alle Informationen die man auf dem Trail braucht und lässt sich intuitiv bedienen
Yamaha Remote-Einheit am Giant Trance E+
# Yamaha Remote-Einheit am Giant Trance E+ - griffig und übersichtlich – so muss eine kleine Bedieneinheit sein
Remote-Einheit von Yamaha am Haibike
# Remote-Einheit von Yamaha am Haibike - funktioniert, aber leider besitzt dieses Bauteil den Charme aus den späten 1980ern. Optik und Haptik sind nicht zeitgemäß.
Lapierre Overvolt XC400
# Lapierre Overvolt XC400
Full-E+ 1 Black Red Orange
# Full-E+ 1 Black Red Orange

Giant und Haibike sind zwei Marken, die sich für Yamaha-Antriebe entschieden haben. Dabei werden die Yamaha-Motoren insbesondere bei Giant stark an den Kunden angepasst.

Hier findest du Tests und Neuheiten von eBikes mit Yamaha Antrieb.

Fazua – smarter Minimalist

Als Startup im Jahre 2013 gegründet, ist Fazua aus München mittlerweile voll im Markt angekommen. Der kompakte Fazua evation 1.0 Motor wiegt nur 2 kg und kann durch seine schlanke Bauform sehr gut im Unterrohr integriert werden. Der Akku und der Motor bilden hierbei eine zylindrische Einheit, die sich – wenn man dies möchte – auch vollkommen aus dem E-Bike entfernen lässt. Falls man mal ohne Unterstützung eine Tour machen will, bitte schön, Fazua macht’s möglich. Die Unterstützung ist sehr sehr smooth und absolut geräuschlos. Sportliche Fahrer werden diese Art von Support lieben, denn nie hat sich eBiken so natürlich angefühlt. Mit 252 Wh verfügt der Akku leider nur über eine sehr begrenzte Kapazität, wiegt aber nur knappe 1,5 kg. Die Remote-Einheit am Lenker ist einfach zu bedienen und informiert farblich über die gewählte Unterstützungsstufe. Grün – niedrige Unterstützungsstufe (75% / 125 W), Blau – mittlere Unterstützungsstufe (150% / 250 W), Rosa – höchste Unterstützungsstufe (240% / 400 W), Weiß – keine Unterstützung. Dieser Motor wird beispielsweise beim Lapierre E-Zesty verbaut.

Dank der kompakt-schlanken Bauform lässt sich das Fazua-System gut im Rahmen integrieren
# Dank der kompakt-schlanken Bauform lässt sich das Fazua-System gut im Rahmen integrieren
Das Tretlager Fazua evation 1.0 ist minimalistisch gestaltet
# Das Tretlager Fazua evation 1.0 ist minimalistisch gestaltet - und hat einen Q-Faktor von schmalen 135 mm
Am Akku befindet sich die Ladebuchse, ein On/Off-Button und die Ladestands-Anzeige
# Am Akku befindet sich die Ladebuchse, ein On/Off-Button und die Ladestands-Anzeige
Der kleine Akku ist knappe 1,5 kg leicht und hat eine Kapazität von 252 Wh
# Der kleine Akku ist knappe 1,5 kg leicht und hat eine Kapazität von 252 Wh
Links der Akku, rechts der Motor mit der Akkuaufnahme
# Links der Akku, rechts der Motor mit der Akkuaufnahme - beides vereint ergibt das Herzstück des smarten Fazua evation 1.0 Antriebskonzeptes
Die Remote-Einheit des Fazua evation 1.0 informiert mittels farblich unterschiedliche LEDs über die angewählte Unterstützungsstufe
# Die Remote-Einheit des Fazua evation 1.0 informiert mittels farblich unterschiedliche LEDs über die angewählte Unterstützungsstufe - Grün - niedrige Unterstützungsstufe (75% / 125 W), Blau - mittlere Unterstützungsstufe (150% / 250 W), Rosa - höchste Unterstützungsstufe (240% / 400 W), Weiß - keine Unterstützung

Technische Daten

  • Höchstgeschwindigkeit im Gelände beträgt 25 km/h
  • Motor mit 2 kg sehr leicht
  • Akkukapazität 252 Wh
  • Max. Drehmoment: 60 Nm
  • Nenndauerleistung: 250 W

Der smarte Motor von Fazua unterstützt während der Fahrt. Im Vergleich zu den Mitbewerbern fällt die gefühlte Unterstützung aber deutlich geringer aus. In unseren Augen dürfte die gelieferte Power an sportiven E-Mountainbikes nur bedingt ausreichen. Wir sehen dieses Antriebs-Konzept eher am E-Roadbike, E-Gravelbike, sowie bei E-Trekking- oder E-Cityrädern.

Einsatz des Fazua evation 1.0 unter realen Bedingungen

Smart ist das Fazua evation 1.0 Motor-System, aber leider auch sehr speziell. Am E-Mountainbike reicht die Motorleistung oftmals nicht um steile Rampen hinauf zu fahren und die Akkukapazität von 252 Wh macht keinen Dauerläufer aus diesem Motor. Am E-Roadbike sieht die Sache hingegen schon anders aus. Hier reicht das maximale Drehmoment von 60 Nm absolut um auf einer steil ansteigeneden Passstraße ausreichend supportet zu werden und der Akku fällt hierbei auch weniger ins Gewicht, denn auf den dünnen reifen fährt man fast immer über den unterstützten 25 km/h.

  • Der sehr leise Motor unterstützt smooth und hat eine sehr zurückhaltende Charakteristik
  • Die kompakte Bauform lässt E-Bikes mit normaler Geometrie zu
  • Gewichtstechnisch sind die einzelnen Bestandteile des Fazua evation 1.0 Motor-Systems sehr leicht
  • Visionäres Konzept und Impulsgeber für eine ganze Branche
  • Kleiner Akku mit 252 Wh, dafür aber mit ca. 1,5 kg Gewicht sehr leicht
  • Dank der schlanken Bauform lässt dieses Konzept moderne Rohrdimensionen zu

TQ Systems – surrendes Kraftpaket

Der zylindrische Motor aus Seefeld in Oberbayern ist noch wenig bekannt. Bisher nur in den Modellen von M1 Sporttechnik verbaut, dürfte dieses Kraftpaket bald an Bekanntheit gewinnen, denn der Premium-Hersteller Haibike aus Schweinfurt hat sein Modell Flyon mit diesem Aggregat ausgestattet und schon bei der Präsentation auf der Eurobike 2018 hat dieses E-Mountainbike für ordentlich Publicity gesorgt. Die TQ-Systems GmbH ist ein deutsches Unternehmen und bietet Antriebs- und Automatisierungslösungen sowie eingebettete Module und Systeme an. Die Mutterfirma TQ-Group GmbH hat ihren Hauptsitz im oberbayerischen Gut Delling/Seefeld bei München und an 13 weiteren Standorten. Aktuell wird dieser Motor im M1 Spitzing Evolution und im Haibike Flyon verbaut.

Der kreisrunde TQ120S misst 144 mm im Durchmesser und leistet brachiale 120 Nm
# Der kreisrunde TQ120S misst 144 mm im Durchmesser und leistet brachiale 120 Nm - damit zählt er zu den stärksten Pedelec-Motoren auf dem Markt
Im Haibike Flyon sitzt der TQ120S von TQ-Systems
# Im Haibike Flyon sitzt der TQ120S von TQ-Systems - und treibt dieses E-Mountainbike mit Vollgas über den Trail

Technische Daten

  • Höchstgeschwindigkeit im Gelände beträgt 25 km/h
  • TQ Harmonic Pin Ring Getriebe
  • Rotationssymmetrisch Bauform
  • Einstufige Untersetzung: 1:37
  • Integrierter Drehmomentsensor
  • Durchmesser: 144 mm
  • Zwei Freiläufe integriert
  • Max. Drehmoment: 120 Nm
  • Nenndauerleistung: 250 W

Die Power die dieser Motor auf das Hinterrad bringt ist wirklich brachial. Wie lange dies Kette, Kassette oder Reifen mitmachen, dass können wir bis dato nur vermuten – hier werden zukünftige Tests diverse Informationen liefern.

Einsatz des TQ120 S von TQ Systems unter realen Bedingungen

Bis dato war der TQ120S ein Exot, weil er nur in einem Modell verbaut war und nicht in großen Stückzahlen auf dem Markt ist. Dies dürfte sich in der Saison 2019 ändern, weil der E-Bike Riese Haibike sein Flaggschiff mit diesem Motor ausgestattet hat und wir hier plötzlich über ganz andere Stückzahlen reden, als es bis jetzt der Fall war. Bleibt abzuwarten wie das spezielle Fahrverhalten dieses brachialen Motors beim Endkunden ankommt und wie es in Sachen Haltbarkeit und Service aussieht.

  • Kompakter Motor – 144 mm im Durchmesser – der den Ingenieuren viel Gestaltungsfreiheit beim Rahmendesign lässt
  • Akku kommt von einem Zulieferer und kann vollkommen im Unterrohr integriert werden
  • Displays werden von Drittfirmen geliefert, können angepasst werden und mittels App individualisiert werden
  • Die Geschwindigkeit von 25 km/h wird sehr schnell erreicht und liegt beinah immer an
  • Die Verarbeitung ist auf höchstem Niveau
  • Unter Volllast neigt der TQ120S zu einem hohen Geräuschpegel
  • Die hohe Leistung – 120 Nm – schlägt mit hohem Verbrauch zu Buche und saugt einen Akku sehr schnell lehr
  • Zum Service und zur Haltbarkeit können wir noch keine Aussagen treffen

Powerplay™ – kanadisches Antriebssystem

Dieser Antrieb ist im Rocky Mountain Altitude Powerplay zu finden und wurde in Kanada entwickelt. Obwohl erst 2017 offiziell vorgestellt, ist das Powerplay™ System bereits in der dritten Generation. Schon im Jahre 2010 entwickelt und kontinuierlich verbessert, erfüllt es alle Ansprüche um am E-Mountainbike verbaut werden zu können. Das Service- und Händlernetzwerk innerhalb Europas ist gut und die Wartung gestaltet sich für geschultes Personal als machbar, denn alle Verschleißteile (Tretlager, Antriebsritzel) lassen sich beim Händler und mit handelsüblichen Werkzeugen warten.
Durch das im Rahmen integrierte Tretlagergehäuse bleiben die Pedalkräfte vom Antriebssystem isoliert, was wiederum unnötiges Knarzen vermeidet und die Lebensdauer erhöht.

Beim Drehmoment-Sensor handelt es sich um das Röllchen zwischen Kettenblatt und Motorritzel
# Beim Drehmoment-Sensor handelt es sich um das Röllchen zwischen Kettenblatt und Motorritzel - darüber wird die Kettenspannung gemessen.
Powerplay™ System
# Powerplay™ System

Technische Daten

  • Bürstenloser Drei-Phasen Motor
  • Integrierter Drehmomentsensor
  • Geräuscharm
  • Kompakt und kraftvoll
  • Erhältlich mit leistungsstarkem 632Wh Lithium-Ionen-Akku
  • Max. Drehmoment: 80 Nm
  • Nenndauerleistung: 250 W

Beim Fahren spürt man die Leistungsentfaltung. Mit bis zu 80 Nm unterstützt der Motor ohne dabei zu ruckeln oder sich unangenehm bemerkbar zu machen. Der hocheffiziente, leise, bürstenlose Drei-Phasen Motor schiebt homogen und kraftvoll an und lässt sich auch über 25 km/h sehr gut bewegen. Dank integriertem Drehmomentsensor fühlt sich das Fahrerlebnis sehr natürlich an.

Rocky Mountain Altitude Power Play
# Rocky Mountain Altitude Power Play
Die Motorabdeckung auf der Nicht-Antriebs-Seite
# Die Motorabdeckung auf der Nicht-Antriebs-Seite
Die Lenkerfernbedienung
# Die Lenkerfernbedienung

Einsatz des Powerplay™ System unter realen Bedingungen

Rocky Mountain hat mit dem Powerplay™ System einen Motor im Programm, der eine vollkommen eigene Charakteristik aufweisst. Er treibt nämlich ein herkömmlich montiertes Kettenblatt an und sitzt quasi vor dem eigentlich verbauten Innenlager. In Summe lässt sich durch diese eigenwillige Konstruktion ein vollkommen normales Mountainbike bauen, das sich in seiner Geometrie nicht vom motorlosen Pendant unterscheidet. Der Motor ist sehr kraftvoll, überfordert aber auch in technischen Passagen keineswegs. Das Fahrverhalten dieses Motors ist sensationell.

  • Die spezielle Konstruktion ermöglicht ultrakurze Kettenstreben und eine normale Geometrie
  • Charakteristik ist perfekt für den Einsatz an E-Mountainbikes
  • Der Akku ist im Rahmen versteckt und kann nicht getauscht werden
  • Mit Schnellladegerät kann der 500 Wh in 3 Std 20 Min und der 632 WH Akku in 4 Std 10 Min vollständig aufgeladen werden
  • Maximales Drehmoment von 80 Nm

Meinung @eMTB-News.de

Eine berühmte Fernsehstimme sagte früher: „So, wer soll denn jetzt dein Herzblatt sein?“ Zum Glück müssen wir hierbei keine Entscheidung aus dem Bauch treffen, sondern haben die Möglichkeit jeden Motor ausgiebig zu testen und die Vor- und Nachteile aus den jeweiligen Aggregaten heraus zu kitzeln. Mit diesem Übersichtsartikel wollen wir euch die wichtigsten Motoren am Markt vorstellen.

Welcher Motor ist denn nun der Beste? Diese Frage hören wir sehr oft. Ein klares „Na ist doch logisch, der XYZ ist natürlich der Beste.“ gibt es hier allerdings nicht. Zu verschieden sind die Anforderungen, jeweiligen Fahrweisen, die Topographie, Vorlieben, und und und ...

Unser Tipp für alle die sich für E-Bikes interessieren: Fahrt die Dinger beim Fachhändler Probe.

Welchen Motor habt ihr in eurem E-Bike oder welcher ist euer heimlicher Favorit?

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  1. benutzerbild

    Lothar

    dabei seit 02/2018

    Nein, denn die Drehzahl des Laufrades ist für den Motor doch vollkommen uninteressant. Es sei denn du willst wirklich ein SUV fahren mit ABS, Tracktionskontrolle und solch fahrdynamischen Spielereien.
    An einem Riese & Müller Delite Mountain könnte ich mir solch Sachen allerdings auch gut vorstellen, aber nicht an einem möglichst einfach und leicht gehaltenen eMTB.
  2. benutzerbild

    Anzeige

  3. benutzerbild

    mudlark

    dabei seit 11/2015

    Lothar
    Nein, denn die Drehzahl des Laufrades ist für den Motor doch vollkommen uninteressant. Es sei denn du willst wirklich ein SUV fahren mit ABS, Tracktionskontrolle und solch fahrdynamischen Spielereien.
    :cool:
    Lothar
    ...aber nicht an einem möglichst einfach und leicht gehaltenen eMTB.
    Stimme dir voll zu. Hier würde ein stufenloser regler, je nach Bedarf Drehzahl (throttle) oder Drehmoment (torque), voll genügen.

    Aber diese Tasterei durch verschiedene Unterstützungsstufen bei 'modernen' emtbikes ist auch schon über eine Dekade alt. Vintage. Outdated. Aber wird im marketing als was ganz tolles dargestellt.
    Was wirklich Neues im Bereich MMI (Man Machine Interface) gibt's nicht, jedenfalls nicht bei den Modellen von der Stange.
  4. benutzerbild

    Lothar

    dabei seit 02/2018

    mudlark
    Aber diese Tasterei durch verschiedene Unterstützungsstufen bei 'modernen' emtbikes ist auch schon über eine Dekade alt. Vintage. Outdated.
    Stimme ich dir voll zu. Nervt mich auch. Aber zumindest wird bei Spezi und Bosch versucht das abzuschaffen, wenn auch noch in sehr begrenztem Maß. Ich denke die Begrenzung stellt derzeit einfach der zu geringe Messbereich der Drehmomentsensoren dar.
    Bei Bafang ist mir der Bereich bekannt, dort misst der Sensor nur bis max. 45kg Pedaldruck. Das heisst die Regelung kommt viel zu Früh an die Maximalleistung.
    Meiner Meinung nach ist es bei Bosch/Spezi nicht anders und daher ist es Beiden auch nicht möglich eine Regelung sehr Breit auszulegen. Lässt man den Spezi bei wenig Eigenleistung kaum Motorkraft zuregeln, so erreicht er nie seine Maximalleistung. Bosch geht daher den umgekehrten Weg und steuert schon Früh viel Leistung zu, so dass man als Fahrer trotzdem noch die Maximalleistung erreicht.
    Am Bafang hab ich selbst viel ausprobiert, eine Regelung, welche mit nur einer Fahrstufe auskommt ist einfach nicht zu erreichen.
    Spezi ist aber schon nahe dran es umzusetzen und ich denke mit einer Hardwareänderung am Drehmomentsensor sollten sie es hinbekommen. Aber vielleicht überrascht uns ja Bosch mit dem CX Nachfolger und schafft es endlich eMTB von ECO bis Turbo arbeiten zu lassen. Im Idealfall dann noch die Progression der Leistungskurve individuell einstallbar und das altmodische schalten in Fahrstufen könnte entfallen.
  5. benutzerbild

    gonzo666

    dabei seit 05/2018

    Hatte heute wie angekündigt das Giant Trance E 2 pro zum ausprobieren.:happyblush

    Der Motor hat mich wirklich überzeugt, bin das meiste von der 27-30 km Runde in der zweiten stufe gefahren.
    Was für mich ein perfektes Trettgefühl zwischen Unterstützung und Eigenleistung war.
    Der Motor ist leiser als mein PW im Haibike aber man hört in dennoch, auch wenn das Geräusch bei weitem nicht mehr so kratzig ist wie beim PW.
    Eher angenehm wie ein gut geschmiertes Getriebe.
    Beim antritt hat der PW des öfteren ein loch wie wenn man ins lehre tritt, beim neuem im Giant spürt man davon gar nix.
    Beim treten selber ist der tritt beim neuen viel runder und natürlicher, das eingreifen des Motors merkt man so gut wie gar nicht mehr.
    Nur das schon beschriebene Pedal-zittern wenn man am Pedal steht ist mir negativ aufgefallen. Ansonsten geht der Motor in jeder Lebenslage und hat auch spürbar mehr Drehmoment als der PW.
    Beim zurückfahren habe ich es dann in der höchsten Stufe krachen lassen was mit dem Motor eine menge spaß macht.

    Für mich war der test heute sehr positiv. Die „blaue Göttin“ hat meine Erwartungen mehr als erfüllt und sorgt bei mir immer noch für ein breites grinsen.:biggrin::winkytongue::biggrin:

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