Tipps & Tricks: E-Bike Reifendruck: Wieviel Druck ist nötig und wieviel Bar braucht dein Reifen?

Dieses Thema im Forum "E-Mountainbike: aktuelle News und Infos" wurde erstellt von riCo, 9. April 2018.

Willkommen! Registriere dich jetzt in der e-Mountainbike-Community! Anmeldung und Nutzung sind kostenlos, die Anmeldung dauert nur ein paar Sekunden.
  1. riCo

    riCo Redakteur

    Jonghal, tib02 und OldMan54 gefällt das.
  2. eMTB-News.de Anzeige

  3. slash-sash

    slash-sash Bekanntes Mitglied

    Interessante Definition von 650b, die bei euch bis 2,6“ geht.
    2,6“ gehört meines Erachtens schon in die Plus-Kategorie.
    Wenn ich meinen Schwalbe MM in 2,35“ gegen den MM 2,6“ auf nahezu identischer Felgenbreite anschaue, liegen dazwischen Welten. Alleine die Karkassenhöhe ist ein drastischer Unterschied. Die Reifen-& Stollenbreite ist nahezu identisch.
    Meines Erachtens gehört der 2,6er also auf jeden Fall in die Plus-Kategorie.




    Sascha
     
  4. mudlark

    mudlark Neues Mitglied

    AWD e-Fatty mit 4.8" mit Schlauch - vorne 0.5, hinten 0.6 bar (schweres Gelände) - vorne 0.7, hinten 0.8 bar (Strasse)
     
    riCo gefällt das.
  5. GG71

    GG71 Bekanntes Mitglied

    Nicht ein mal 2.6 und 2.6 lassen sich immer vergleichen: Schwalbe Ice Spiker Pro Evolution vs. Conti Baron auf der gleiche Felge, beide 27.5" 2.6 und doch komplett anders.
    Generelle Aussagen anhand Breiten-Angabe zu treffen finde ich sehr gewagt. Viel besser ist der Ansatz mit der Testrunde und Luftdruck selbst "Erfahren" und das später je nach Einsatz/Boden +/- anpassen.

    Ich mache inzwischen lieber 0,3 - 0,7 mehr rein als das, was ich nach Grip am besten finden würde - hatte zu oft Probleme (Durchschlag bis Reifen von der Felge gesprungen) als es im Einsatz mal anders lief als auf der Testrunde...
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. April 2018
  6. duc-mo

    duc-mo Mitglied

    Wenn man konkrete Empfehlung gibt dann können die nur "falsch" sein. Aber Rico hat es doch auch ganz klar beschrieben, zu viele Parameter haben einen Einfluss und nur wenn man zusammen mit Leuten fährt und diese und deren Material kennt kann man überhaupt konkrete Tipps geben...

    Das beschriebene Vorgehen zum Herantasten find ich gelungen.
     
    riCo gefällt das.
  7. DR_Z01

    DR_Z01 Aktives Mitglied

    Ist ein sehr wichtiges Thema welches Rico da anschneidet.
    Ich messe aber gar nicht sondern stelle das Bike auf eine harte, ebene Fläche verlagere mein Körpergewicht auf die Gabel und sehe dan am Aufstandspunkt die richtige seitliche Ausbeulung. Dies empfehle ich auch den Bikern in unserer Trainigsgruppe. Wenn man so einen Maßstab gefunden hat, dann hat man die Einflussfaktoren von Karkasshärte, Fahrergewicht und Raddurchmesser kompensiert.
    Eine Luftdruckangabe passt immer nur für einen speziellen Fall.
    Natürlich lasse ich bei schlammigem und matschigen Untergrund mehr Ausbeulung zu als bei felsigen und ausgesetzten Untergründen.
    Man kann zu Beginn den optischen Eindruck mit dem gemessenen Druck vergleichen und findet dann schnell sein Maß.
    Zum Thema Schlauchlos kann ich Rico´s Aussage nur unterstreichen. Hinzufügen möchte ich allerdings, das CO2-Kartusche und Maxalami auch ins Bordwerkzeug gehört wenn man wirklich die optimale Verfügbarkeit haben will.
     
  8. duc-mo

    duc-mo Mitglied

    Und dann hat man ein defektes Ventil und muss trotzdem einen Schlauch einziehen. So ist es mir am Wochenende ergangen, die O-Ring Dichtung im Felgenbett ist gerissen und die Milch konnte auch nix mehr tun. Zumindest konnte ich mit dem 1.Hilfe Set noch nach Hause ohne auf der Felge zu rollen...

    [​IMG]
     
  9. DR_Z01

    DR_Z01 Aktives Mitglied

    Klar, Reserveschlauch ist auch immer dabei. Deswegen schrieb ich ja "auch"!
    Ich persönlich habe noch nie ein Schlauchlosventil mit O-Ring-Dichtung gesehen und würde das auch nicht empfehlen, weil mir das zu filigran wäre. Die Schlauchlosventile von DT-Swiss oder Stans sind da deutlich robuster. Die Gegend um das Ventilloch ist aus meiner Sicht eigentlich nicht O-Ring-tauglich.
     
    Rama gefällt das.
  10. duc-mo

    duc-mo Mitglied

    War nur meine Erfahrung vom Wochenende. Das Tubeless Ventil hab ich aus einem alten Schlauch gebaut und das Konstrukt hat ca. 4Jahre gehalten... Dir kann auch was anderes am Ventil kaputt gehen. Der Ventileinsatz kann verbiegen oder die Dichtung im Einsatz reisen. Oder, das Felgenband reißt / löst sich. Oder, der Mantel wird an einer Delle in der Felge nicht mehr dicht. Oder, Oder, Oder...

    Ich wollte eigentlich nur sagen, dass es keine 100% Sicherheit gibt, selbst tubeless...
     
  11. DR_Z01

    DR_Z01 Aktives Mitglied

    Deinem letzten Satz kann man nicht widersprechen :cool:
    Die Zuverlässigkeit einer technischen Einrichtung hängt natürlich immer von der Qualität des Aufbaues, dem Umgang und der Wartung ab.
    Je mehr unqualifizierte Bastellösungen im Spiel sind um so größer ist das Risiko. Eine O-Ring-Dichtung setzt voraus, dass sie an allen Achsen geführt wird und nur eine definierte Komprimierung erfährt. Dann ist lange Dichtigkeit und Lebensdauer erreichbar.
    Eine O-Ring-Dichtung verträgt keine Quetschung, da ein O-Ring nicht aus hochelastischem Gummi sonder aus verschleißfestem Gummi hergestellt wir. Dass es bei dir 4 Jahre gehalten hat war einfach Glück.
    Wenn ich auf Schlauchlos umrüste, dann wird auch grundsätzlich die Felge am Ventilloch sauber angesenkt um zu vermeiden, dass durch das scharfkantige Bohrloch die Dichtung am Schlauchlosventil aufgeschnitten wird.
    Aber tröste dich, ich habe auch schon so manche Bauchlandung erlebt. Solange der Reifen nicht gerade bei einer fürchterlichen Schlammschlacht seinen Geist aufgibt ist alles halb so schlimm. Hatte mir letztens tatsächlich am völlig verschlammten Bike einen Schnitt durch eine Scherbe zugezogen, der durch die Milch nicht abgedichtet wurde. Mit Maxalami war der Schnitt dann nach 3 Minuten dicht.
    Wünsche weiterhin immer den richtigen Lufdruck in den Reifen:)
     
  12. ADStumpi

    ADStumpi Neues Mitglied

    Eigentlich gehe ich ja des öfteren mit, wenn der Rico hier was schreibt, aber 1,5 und 1,6 Bar bei 2,8 u. 3,0er Bereifung kann ich so nicht stehen lassen.
    Die meisten hier werden nicht annähernd so bergabdonnern wie man es immer in den Videos bestaunen kann, aber nur dann würde ich solche Drücke fahren.
    Der Pluseffekt stellt sich da aber nicht ein.
    Ich fahre im Trail runter bis auf 0,8 Bar, und dann ist der Kofort und die Haftung sensationell.
    Damit fahre ich verblockte Steigungen hoch, wo ich echt zu kämpfen habe das das Vorderrad am Boden bleibt, ebenso heftige Trails bergab, also langsam, werden dadurch zum Kinderspiel, da das Vorderrad so gut wie niemals wegrutscht beim Bremsen.
    Ich halte mich für einen mittelguten Fahrer, mache auch kleinere Sprünge u bin sicher nicht der langsamste, aber selbst letztes Jahr in Finale bin ich alles mit 1,1 u 1,2 Bar gefahren (Carbonfelgen 38mm) und keine Plattfüße oder Ecken in den Felgenhörnern.
    Bereifung damals noch Purgatory Grid 3,0
    Meine Meinung, muss also nicht für jeden passen.
     
    joerghag, tib02 und riCo gefällt das.
  13. eMTB-News.de Anzeige

  14. riCo

    riCo Redakteur

    Ui, der O-Ring ist mir tatsächlich noch nie gerissen. Kenne auch niemanden, bei dem dies schon passiert ist.
     
  15. DR_Z01

    DR_Z01 Aktives Mitglied

    Hi riCo
    es gibt Schlauchlosventile, bei denen in der Befestigungsschraube ein Nut ist, in dem ein O-Ring liegt. Das ist die richtige Variante aber einen O-Ring irgendwo als Dichtung dazwischen zu legen ist das Todesurteil für den O-Ring.
    Ich denke auch, das bei den Ventilen mit O-Ring, der Ring garnicht dichtet sonder die nur handfest angezogene Schraube gegen lösen sichern soll weil eine Dichtung auf der Nabenseite der Felge keinen Sinn macht.
     
  16. riCo

    riCo Redakteur

    Ah, okay. Habe eben mal geschaut, ich verwende nur Ventile bei denen der O-Ring in einer Nut (in der Befestigungsmutter) sitzt. Da wird nichts ungünstig gequetscht.
     
  17. ADStumpi

    ADStumpi Neues Mitglied

    Denke da geht es darum das kein Wasser in die Holkammer kommt, bei Nässe oder beim Waschen.
     
  18. duc-mo

    duc-mo Mitglied

    Nur um es auf zu klären... Ich hatte das besagte Ventil gestern nochmal in der Hand und ich muss meine Fehlerbeschreibung von oben Korrigieren. Der O-Ring (zum Abdichten im Felgenbett) war bei meiner Bastellösung intakt. Ursache für den Defekt war, dass sich das Ventil aus dem Rest vom Schlauch gelöst hat.

    Vorher sah es ungefähr so aus:
    [​IMG]

    Und jetzt sieht es ungefähr so aus, nur ohne die Mutter:
    [​IMG]

    Der O-Ring hatte nix mehr zum Abstützen und entsprechend ging die Luft verloren.
     
  19. tib02

    tib02 Bekanntes Mitglied

    Ich fahre meine 2,35 Reifen aktuell auf dem eMTB mit 1,8-2,0 Bar und mit mit damit sehr zufrieden, auf dem MTB (weniger Trails) fahre ich bei ähnlicher Bereifung 2,2-2,3 Bar. Mein Schlaulosset liegt seiten einem Jahr rum, ich konnte mich noch nicht aufraffen :oops:
     
  20. DR_Z01

    DR_Z01 Aktives Mitglied

    Danke riCo und duc-mo für die Info.
    So leicht kommt man zusammen oder auseinander (wenn alle nur aufeinander einschlagen).
    Ich finde immer nur schade wenn eine tolle Inovation wie die Schlauchlostechnik im Ansehen durch unkonsequente Anwendung beschädigt wird.
    Ein zuverlässiges und nicht zu teures Ventil durch eine billige Bastellösung zu ersetzen käme mir nicht in den Sinn weil ich bei mehrtägigen Rucksacktouren nicht liegen bleiben will. Ich weiß auch nicht wie man einen Ventileinsatz verbiegt, wie duc-mo oben schrieb.
    Wenn ein Schlauch demontiert oder montiert wird, dann ist das Ventil grundsätzlich zugeschraubt. Dann wird es auch nie verbiegen.
    Beim Pumpen mit der Handpumpe liegt das Laufrad mit dem Ventile auf der Pumpe und wird leicht vom Boden abgehoben. Dann treten nie seitlich Kräfte am Rad auf, die das Ventile verbiegen können da das Rad frei schwingt.
    Ich kann mich nur an einen ärgerlichen Fall im Zusammenhang mit Schlauchlos erinnern. Conti hat mal eine zeitlang den Moutain King als tublessreddy vermarktet und er war in der Reifenflanke am Wulst so porös, dass dort die Luft entwich weil dort im normalen Betrieb keine Milch ist. Soll aber heute nicht mehr auftreten.
    Ein Tip noch an tib02: Wenn du einen Reifen der schon gelaufen hat und das Dichtband schon im Felgenbett ist, dann ist das wenige Minuten Arbeit weil du nur das Ventil ohne Einsatz einschrauben musst und in den 1/2 montierten Reifen soviel Milch einfüllst, dass die Pfütze ungefähr 20 cm lang ist. Ich habe einen Seifenspender in dem 50:50 Seife und Wasser ist, damit benetze ich vorher Felge und Reifenwulst. Reifen fertig montieren. Dann mit Kompressor durch den ventillosen Einsatz Luft drauf. Das knallt zweimal wenn der Reifen in den Sitz rutscht und fertig ist die Laube. Ventileinsatz rein und Luftdruck kontrollieren: fertig.
    Bei einem neuen Reifen aus dem Faltkarton empfehle ich immer: Mit Schlauch montieren und über Nacht stehen lassen, damit die Knicke aus dem Faltkarton sich raus ziehen. Wer keinen Kompressor hat kann auch eine CO2-Kartusche opfern, das geht auch sehr gut.
    Wünsche immer den richtigen Luftdruck :cool:
     
    riCo und Joerg gefällt das.
  21. tib02

    tib02 Bekanntes Mitglied

    Ich bin froh wenn ich die Magic Mary nicht runtermachen muss, ich bekomme die kaum aus der Felge ;) Spass beiseite du hast schon recht, ich will mir sowieso einen zweiten LRS zulegen der wird dann Schlauchlos aufgebaut.
     
  22. joerghag

    joerghag Bekanntes Mitglied

    Abgesehen davon, das der O-Ring bei Schlauchlosventilen nicht zum Dichten da ist, sondern lediglich die Felge beim festen anziehen der Ventilmutter schützen soll.