Neue Regeln für alpines Gelände: E-Biker unerwünscht?

kawa3005

Aktives Mitglied
Na ja ... ist ja bald DAS Sommerloch und die zuständigen Gremien brauchen vor der Sommerpause was zu Diskutieren. Wir leben in einer Demokratie und jeder darf seine Bedürfnisse äußern, aber schlussendlich entscheiden Gott Sei Dank nicht irgendwelche Grünen Unterhosen sondern Leute mit Anzug und Krawatte. :relievedface:
 

radlarmin

Neues Mitglied
Straßenverkehrsgesetz (StVG)
§ 1 Zulassung

(1) Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger, die auf öffentlichen Straßen in Betrieb gesetzt werden sollen, müssen von der zuständigen Behörde (Zulassungsbehörde) zum Verkehr zugelassen sein. Die Zulassung erfolgt auf Antrag des Verfügungsberechtigten des Fahrzeugs bei Vorliegen einer Betriebserlaubnis, Einzelgenehmigung oder EG-Typgenehmigung durch Zuteilung eines amtlichen Kennzeichens.
(2) Als Kraftfahrzeuge im Sinne dieses Gesetzes gelten Landfahrzeuge, die durch Maschinenkraft bewegt werden, ohne an Bahngleise gebunden zu sein.
(:relievedface: Keine Kraftfahrzeuge im Sinne dieses Gesetzes sind Landfahrzeuge, die durch Muskelkraft fortbewegt werden und mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer Nenndauerleistung von höchstens 0,25 kW ausgestattet sind, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit progressiv verringert und 1.
beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h oder früher,
2.
wenn der Fahrer im Treten einhält,
unterbrochen wird. Satz 1 gilt auch dann, soweit die in Satz 1 bezeichneten Fahrzeuge zusätzlich über eine elektromotorische Anfahr- oder Schiebehilfe verfügen, die eine Beschleunigung des Fahrzeuges auf eine Geschwindigkeit von bis zu 6 km/h, auch ohne gleichzeitiges Treten des Fahrers, ermöglicht. Für Fahrzeuge im Sinne der Sätze 1 und 2 sind die Vorschriften über Fahrräder anzuwenden.
 

tib02

Bekanntes Mitglied
Gähn, sollen die nur machen dann ist bald tote Hose in den Hütten die man nicht mit dem Auto, oder dem Lift erreichen kann, weil viel weiter "wandert" kaum noch einer.
 

N4rcotic

Aktives Mitglied
Schwieriges Thema. E-Biker sind meist ungern gesehen und meist wird das mit der Begründung „E-Biker zerstören die Natur“ abgetan. Aber wenn ein Havester durch Wälder pflügt, wo am Ende kein Gras mehr wächst ist das Ok? Ich denke hier einfach, die Waldbesitzer ( wie auch ich einer bin ) möchten es nicht, dass man mit Bikes jeglicher Art durch Privatbesitz fährt. Ich für meinen Teil weiß, dass Wanderwege durch meine Wälder führen, aber ich habe nichts dagegen, wenn man keine Schäden hinterlässt ob zu Fuß oder mit dem Bike.
Betrachtet man es streng, dann dürfen E-Bikes keine Wälder befahren weil Motorbetrieben, Sie gelten aber nicht als Kraftfahrzeuge... aber Bikes ohne E hinterlassen am Ende die gleichen „Schäden“.

Seit es E-Bikes gibt, ist die Dichte an Bikern garantiert um einiges gestiegen und es trauen sich immer mehr Leute die Berge/Wälder hinauf.

Aber wenn man solche Regeln aufstellt, dann sollte man alle Biker einschließen, egal ob mit oder ohne Antrieb! Ob das am Ende dem Tourismus gut tut in den südlichen Regionen bezweifle ich.

In Bikeregionen wo es extra Fahrradwege gibt wird sich wohl kaum was ändern. Viel mehr denke ich geht es um Biker die auf wegen fahren, wo Sie nichts zu suchen haben und hier spielt das Ebike seine Vorteile klar aus, aber zum Ärgernis der Inhaber von Land und Wald.
 

Das-Licht

Bekanntes Mitglied
Viel mehr denke ich geht es um Biker die auf wegen fahren, wo Sie nichts zu suchen haben und hier spielt das Ebike seine Vorteile klar aus, aber zum Ärgernis der Inhaber von Land und Wald.
...ich habe nur auf den Wegen nichts zu suchen, die
a.) durch die amtlich genehmigte Aufstellung eines gültigen Verkehrszeichens nach StVO für Fahrräder gesperrt sind.
b.) offensichtlich Privatgrundstrücke sind, die nicht dem allgemeinen Betretungsrecht unterliegen; bsp. eingefriedete Grundstücke, Gärten, Hausgrundstücke, etc. .
 

tib02

Bekanntes Mitglied
Das wäre doch die Chance für kleine leichte eMTB Antriebe wie z. B. Ähnlich dem Vivax.
Soll mir recht sein.
 

Ivonnche

Neues Mitglied
Wir waren vor zirka 5 Jahren in Oberstdorf Urlaub machen. Ich muss ganz ehrlich sagen, Du warst als Mountainbiker nicht so gerne gesehen. Die Liftbetreiber nehmen dich nur zu bestimmten Zeiten mit hoch oder aber Du musst hoch kurbeln. Da fährt man dann ein paar Kilometer weiter ins Kleinwalsertal und schon ist die Welt Mountainbiker freundlich.
 

Ramboss

Mitglied
Die sollen sich mal lieber über die Gedanken machen die ihren Müll überall liegen lassen.

Seilbahnen an jedem Hügel bauen ist natürlich auch ok. Skigebiete erweitern mit fetten Wasserspeicher ist auch in Ordnung.
 

Wirme

Bekanntes Mitglied
Die von der CSU werden immer bekloppter.
Bei uns im Sauerland geht man genau den gegenteiligen Weg.
Orte wie Winterberg und Willingen entwickeln sich immer mehr zu MTB Hotspots.
Überall werden neue Radwege und Trails angelegt.
Auch das ganze Umfeld zieht da mit.

Die sollen sich mal ansehen, was der ganze Skizirkus für Flächen kaputt macht.
90 % der E-MTB Fahrer benützen eh nur die Waldautobahnen.
Von denen baut keiner verbotenen Trials.
 

Sandheide

Aktives Mitglied
Seilbahnen an jedem Hügel bauen ist natürlich auch ok. Skigebiete erweitern mit fetten Wasserspeicher ist auch in Ordnung.
Als ich vor kurzem ne offizielle Strecke hier im Odenwald gefahren bin meinte ein Wanderer zu mir. "Ihr habt es ja richtig gut bekommt umsonst Strecken gebaut und die Skifahrer müssen für jeder Abfahrt zahlen"
 

CCC

Aktives Mitglied
Solange es möglich ist ebikes ganz einfach zu manipulieren, werden es weiterhin viele auch tun.
Ich habe mehrfach erlebt wie manche mit 50 km/h oder noch schneller den berg hoch durch die Wälder und Forstwege ballern.
Da es immer mehr dieser Chaoten gibt, ist es nicht verwunderlich dass es immer öfters zu Unfällen und vermehrt Beschwerden kommt.

In Südtirol bei Eppan am Montiggler See ist der Wald jetzt komplett für Bikes gesperrt worden.
Man kann nur noch asphaltierte Radwege benutzen.

Dann der nächste Punkt warum man sich über solche Fahrverbote Gedanken macht, ist die Unfallstatistik von „älteren ebikern“.
Ich habe es mehrfach in den Alpen erlebt wie 75 jährige (oder noch älter) mit dem vom hotel ausgeliehenen ebike auf die alm hoch radeln und dann bei der Abfahrt auf lockeren Schotterwegen gestürtzt sind und regelmässig der Rettungshubschrauber zum Einsatz kommt.

Ebiken kann nur funktionieren wenn man sich an die Vorgaben hält !!!
...bei 25 km/h ist Schluss mit Unterstützung
...Fahrverbote für Radfahrer müssen eingehalten werden.

Ansonsten bleiben uns irgendwann nur noch die Bikeparks wie Gaisskopf, Willingen oder Sölden.

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Viel Spass
beim Anstehen
 

Sandheide

Aktives Mitglied
Dann der nächste Punkt warum man sich über solche Fahrverbote Gedanken macht, ist die Unfallstatistik von „älteren ebikern“.
Sein Fazit: Es könne kein durch das E-Mountainbike hervorgerufener Anstieg der alpinen Unfallzahlen verzeichnet werden.

Hier der Artikel zum Zitat.
 

Ramboss

Mitglied
Als ich vor kurzem ne offizielle Strecke hier im Odenwald gefahren bin meinte ein Wanderer zu mir. "Ihr habt es ja richtig gut bekommt umsonst Strecken gebaut und die Skifahrer müssen für jeder Abfahrt zahlen"
Ne oder.. Sensationelle Äußerung :)
Top Vergleich. Sag ich das nächste mal wenn ich ein Kanu sehe auch. :)
 

Radix

Mitglied
Ich erinnere gut das ich vor ein paar Jahren, als ich noch Verantwortung für mehrere Mitarbeiter hatte, auf kommende unweigerliche Reglementierungen hingewiesen habe wenn nicht jeder Einzelne verantwortlich handelt.
Das hat dann im Team glücklicherweise vernünftig funktioniert, sodass Reglementierungen unnötig waren.

Mit dem Biken ist es nicht anders - verhält sich nicht jeder wie die wilde Wuz, dann muss die CSU ein anderes Thema suchen.
So sieht's doch aus.
 
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