Light-E-MTB im großen Vergleichstest: Specialized Levo SL Expert – leichter Überflieger?

Light-E-MTB im großen Vergleichstest: Specialized Levo SL Expert – leichter Überflieger?

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Specialized Levo SL Expert im Test: Im Frühjahr 2020 präsentierte uns Specialized mit dem Levo SL ihr erstes Light-E-MTB. Der Grundphilosophie folgend, soll das Levo in der SL-Variante die Lücke zwischen klassischem MTB und der motorisierten Version schließen. Damit dies rundum gelingt, entwickelte Specialized gemeinsam mit Mahle einen kompakten Motor, der 35 Nm max. Drehmoment leistet und gepaart mit einem fest verbauten 320-Wh-Akku das Gewicht ordentlich nach unten drückt. Wie sich das leichte, vollwertige E-All-Mountain gegen die Konkurrenz schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.

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Light-E-MTB im großen Vergleichstest: Specialized Levo SL Expert – leichter Überflieger?
 

orange69

Bekanntes Mitglied
Danke für den tollen Test.

Macht fast so viel Spass zu lesen, als mit dem Levo SL selbst zu fahren.
Kann Eure Eindrücke weitgehend unterstreichen.
Auch für mich und meine Partnerin ist das Levo SL das perfekte Light-EMTB.

Wir fahren das 2020er Expert in schwarzem Sichtcarbon mit dem Carbon-LRS.
Eine grazile Schönheit und für mich in dieser Konfiguration und Farbe ein noch schöneres Bike als das gezeigte 2021er Modell und noch stimmiger am Light-Konzept.
 
Zuletzt bearbeitet:

prodigy

Bekanntes Mitglied
Das, was das Levo SL ausmacht, wurde in dem Bereich wirklich toll herausgearbeitet und für den Leser
begeisternd wiedergegeben. Vielen Dank @riCo !

Ergänzend würde ich noch erwähnen, dass das Levo SL im abschüssigen Trail absolut leise ist, kein Kettengeklapper, keine Leitungen im Rahmen die Geräusche machen, keine Geräusche vom Freilauf im Motor - nichts.
 

MaxiGTI

Bekanntes Mitglied
Mal kurz mein persönliches Resümee zum Levo SL.
Ich selbst fahre nun wieder aktiv seit rund 5 Jahren E-MTB. Mein erstes Bike war ein Haibike Allmtn, im Grunde ein solides, gutes Bike und für meine damaligen Zwecke mehr als ausreichend. Beeindruckt von der Kraft eines E-MTB's bin ich die ersten Jahre viel im Turbo "geballert". Mir war es recht egal, ob ich überhaupt noch sportlich aktiv unterwegs bin oder nicht - es hat einfach nur Spaß gemacht.
Nach einer Weile kam aber dann doch auch mal der Gedanke, dass ich mit meinen 27 Jahren auch mal wieder etwas sportlicher unterwegs sein möchte und ich die geballte Kraft eigentlich doch überhaupt nicht brauche. Von da an war ich hauptsächlich nur noch im ECO Modus unterwegs und habe die höheren Stufen nur um absoulten Uphill benötigt. Mich hatte von Anfang an das doch hohe Gewicht vom Bike gestört - nach den Jahren, kann ich schon behaupten recht gut und flott unterwegs zu sein. Das Gewicht, gerade im Downhill, störte mich dann aber doch - da war ich damals vor dem E-MTB durch mein Stumpjumper was deutlich agileres und leichteres gewohnt.
Ich war einige Zeit nicht mehr wirklich aktiv hier und im Netz unterwegs und habe Quasi den Launch vom Levo SL verpennt. Bin erst später drauf gekommen und wusste, das ist genau mein Bike!

Ich konnte ein Levo SL recht zügig beim lokalen Händler intensiv testen und habe es quasi direkt am nächsten Tag abgeholt. Es ist ein 2021er Levo SL Comp Carbon geworden - hands on, verdammt viel Geld für ein Bike das sicherlich nicht mit der allerbesten Aussattung geizt.
Das Thema mit dem Geld war dann aber nach den ersten Touren auf den Home-Trails recht schnell Geschichte. Ich habe mit dem Levo SL genau dass Bike gefunden, was ich immer haben wollte. Ausreichend Kraft, ein "leichtes" Gewicht, verspieltes Bike und optisch eine Augenweide.
Die Reichweite, selbst ohne den Range Extender, finde ich sehr gut. Ich bin oft selbst ohne Unterstützung unterwegs, das Levo lässt sich treten wie ein normales MTB. Der Eco Modus reicht mir völlig, der Trail Modus gibt den letzten Kick im steilen Uphill. Für mich, als sportlich orientierten Fahrer, genau das richtige Bike.
Einziger Kritikpunkt neben dem Preis, wäre die Schaltgruppe und die Guide RE. Da hätte es was besseres sein können - aber da kann man selbst noch Hand anlegen.

Mein Bericht trifft sicherlich nicht die Vorstellung von E-MTB's vieler hier - allerdings sehe ich mich auch nicht als den "typischen E-Biker" der Power ohne Limit haben möchte. Jedes Bike hat ganz bestimmt seine Daseinsberechtigung und das ist auch gut so.
In dem Sinne, ride on!
 

ADStumpi

Mitglied
Das perfekte Bike wenn der Motor leiser wäre, so bleibe ich doch besser beim Kenevo 2020 und wenn ich es mal leise u leicht möchte beim Enduro 2020, schade eigentlich bräuchte dann nur ein Bike.
 

Lasse

Bekanntes Mitglied
Das perfekte Bike wenn der Motor leiser wäre, so bleibe ich doch besser beim Kenevo 2020 und wenn ich es mal leise u leicht möchte beim Enduro 2020, schade eigentlich bräuchte dann nur ein Bike.
Im Vergleich zum EP8 ist der SL 1.1 bei gleicher Kadenz ähnlich laut, nur etwas höher in der Frequenz. Bergab ist er deutlich leiser, weil er nicht klappert. Der Brose ist natürlich hoch leiser und runter genauso leise 🤓 Im Vergleich hier ist der SL 1.1 also der leisere Motor auf der Gesamtstrecke.
Mich persönlich nerven Klappergeräusche bergab mehr als Motorgeräusche bergauf.
 

kawa3005

Bekanntes Mitglied
Dann wird das neue Kenevo SL in Sache Reichweite gegenüber dem Levo SL einen harten Stand haben…Motor und Akku gleich aber mit deutlich mehr Power…da werden zur Freude der Händler viele Range Extender über den Tresen gehen. 🥳
 

orange69

Bekanntes Mitglied
Hab ich auch schon per Buschtrommel vernommen.
Näher wollte das mein Händler aber nicht "specifizieren", kommt sonst ins Speci-Alcatraz oder so ähnlich.

Im Ernst.
Dass die 35Nm beim Mahle nicht das Ende der Fahnenstange sind, vermute ich schon länger ohne Ingenieur zu sein.
Auch der neue BH iLynx-Motor ist kaum grösser und soll sogar 60Nm bringen.

Warten wir auf die Daten, wird vermutlich nicht mehr sehr lange dauern.

Mir persönlich reicht der Motor im Levo SL.
Ganz im Gegenteil, animiert er mich doch so schön zum Mitmachen.
Genauso muss mein Light-EMTB sein.
 

orange69

Bekanntes Mitglied
Im Vergleich zum EP8 ist der SL 1.1 bei gleicher Kadenz ähnlich laut, nur etwas höher in der Frequenz. Bergab ist er deutlich leiser, weil er nicht klappert. Der Brose ist natürlich hoch leiser und runter genauso leise 🤓 Im Vergleich hier ist der SL 1.1 also der leisere Motor auf der Gesamtstrecke.
Mich persönlich nerven Klappergeräusche bergab mehr als Motorgeräusche bergauf.
100% Zustimmung.
Klappern mag ich auch gar nicht.
Bei meinem CX4 hält es sich in Grenzen, das Levo SL ist bis jetzt komplett still bergab.
Das Motor-Surren finde ich sehr erträglich, stört mich kaum und meine Partnerin fand bei ihrem sogar es sei leiser als ihr E8000 zuvor.

Ein Punkt noch zum Motorgeräusch des Mahle.
Fahre diesen auch im Creo SL und dort ist er präsenter als im Levo SL.
Vielleicht weil das Rad ansonsten noch ruhiger rollt und das Motorgeräusch eher auffällt, oder vielleicht weil der Rahmen eine andere Resonanz bietet.
Aber auch dort egal, zumeist bin ich über der Unterstützung von 25km/h und bergauf im explosiven Wiegetritt ist mein Hecheln lauter.
 

LarsBush

Mitglied
wird das Levo SL auch bald ein Update wie das normale Levo bekommen? Neues Display, MasterMind(?), MicroTune, Optimal Cadance, Shuttle Mode?
Spiele mit dem Gedanken mir ein SL zuzulegen und würden dann entweder auf die neue Version oder halt die alte günstiger schiessen.
Und hat vielleicht jemand einen Vergleich zum Orbea Rise? Konnte bisher nur das Levo SL testen, war eigentlich soweit zufrieden, nur auf steileren Uphills kam mir doch sehr häufig das Vorderrad entgegen und wenn ich das Rad auf ca. 25 km/h beschleunigt habe (bspw. in der Ebene) hatte ich das Gefühl, dass der Motor "blockiert", selbst auf der höchsten Stufe...ist das normal? Bin bisher nur auf Eco Bikes unterwegs gewesen, habe daher leider keinen Vergleich.

Merci & Cheers
Lars
 

raptora

Bekanntes Mitglied
und wenn ich das Rad auf ca. 25 km/h beschleunigt habe (bspw. in der Ebene) hatte ich das Gefühl, dass der Motor "blockiert", selbst auf der höchsten Stufe...ist das normal?

Würde ich nicht als normal einstufen, ich bin auf einem Radweg viele Kilometer über der 25er
Schwelle problemlos gefahren und dadurch extrem wenig Akku verbraucht.

Gerade das kann der Motor extrem gut oder meiner war defekt :biggrin:

Aber auch ohne Unterstützung mit weniger Geschwindigkeit fährt der fast wie ein Biobike
auf der Geraden.
 

LarsBush

Mitglied
Würde ich nicht als normal einstufen, ich bin auf einem Radweg viele Kilometer über der 25er
Schwelle problemlos gefahren und dadurch extrem wenig Akku verbraucht.

Gerade das kann der Motor extrem gut oder meiner war defekt :biggrin:

Aber auch ohne Unterstützung mit weniger Geschwindigkeit fährt der fast wie ein Biobike
auf der Geraden.
vielen Dank für die schnelle Antwort :)
als ich den Bericht hier gelesen habe, war ich auch erstaunt, dass mein Eindruck so anders war.
Auch hat es, wenn man dann aufgehört hat zu treten, deutlich die "Motorbremse" reingehauen...was natürlich auch nicht zu einem "natürlichen" Fahreindruck führte.
Aber dann verlasse ich mich auf den Test und schiebe es auf das schlechte Setup meines Test-Bikes :p
 

raptora

Bekanntes Mitglied
Auch hat es, wenn man dann aufgehört hat zu treten, deutlich die "Motorbremse" reingehauen...

Der größte Fehler den viele machen ist sich bis 25 km/h "unnatürlich" unterstützen zu lassen
und dann in die "Wand" zu fahren.

Kann man umgehen in dem man
1. Schon bei 22 km/h selber anfängt ordentlich Eigenleistung einzubringen
und besser noch die Unterstützungslevel runternehmen

oder was ich beim 8000er Shimano oft gemacht habe

2. Schon vor der Regelgrenze Motor komplett abgeschaltet und drüber getreten.

Ist ein ganz anderes und normaleres Gefühl und man merkt eher was man leisten muss
um die Geschwindigkeit zu halten.

Mit Boost voll in die "Wand" ist zumindest bei manchen Antrieben die schlechteste Variante.
 

LarsBush

Mitglied
Der größte Fehler den viele machen ist sich bis 25 km/h "unnatürlich" unterstützen zu lassen
und dann in die "Wand" zu fahren.

Kann man umgehen in dem man
1. Schon bei 22 km/h selber anfängt ordentlich Eigenleistung einzubringen
und besser noch die Unterstützungslevel runternehmen

oder was ich beim 8000er Shimano oft gemacht habe

2. Schon vor der Regelgrenze Motor komplett abgeschaltet und drüber getreten.

Ist ein ganz anderes und normaleres Gefühl und man merkt eher was man leisten muss
um die Geschwindigkeit zu halten.

Mit Boost voll in die "Wand" ist zumindest bei manchen Antrieben die schlechteste Variante.
vielen Dank für die Tipps 👍
hatte es auch mit den 3 verschiedenen Modi und sogar off versucht und hatte immer gefühlt einen sehr hohen Widerstand, wenn ich dann aufhörte zu treten, haute es wie beim Auto eine Art Motorbremse rein, was ich durch ein kurzes Ruckeln spürte. Wirklich gebremst hat es dann zwar nicht, es fühlte sich jedoch etwas unnatürlich im Vergleich zu meinem Eco Bike an.
Aber wie gesagt bin neu im eBike Game und habe keinerlei Vergleich zu anderen (light)e-MTBs.
Vielen Dank und viele Grüsse
Lars
P.S. dass ein Bike mit Motor mehr Reibung/Widerstand hat wie eines ohne ist mir natürlich bewusst ;-)
Nur hat sich mein Eindruck beim Test letztes Wochenende, von dem im Test etwas unterschieden, daher mein Post ;-)
 

raptora

Bekanntes Mitglied
Aber wie gesagt bin neu im eBike Game und habe keinerlei Vergleich zu anderen (light)e-MTBs.

Vielleicht probierst du einfach nochmal ein anderes Levo SL aus.

Das letzte was ich beim Händler fahren durfte war ziemlich abgelutscht und der Motor irre laut.

Leise finde ich den Mahle zwar nicht aber in den unteren Stufen durchaus OK,
das Bike was ich gefahren bin war einfach nur derbe laut und nicht typisch für den Motor.

Vielleicht hast du da den schwarzen Peter beim Widerstand erwischt :biggrin:
 

LarsBush

Mitglied
Vielleicht probierst du einfach nochmal ein anderes Levo SL aus.

Das letzte was ich beim Händler fahren durfte war ziemlich abgelutscht und der Motor irre laut.

Leise finde ich den Mahle zwar nicht aber in den unteren Stufen durchaus OK,
das Bike was ich gefahren bin war einfach nur derbe laut und nicht typisch für den Motor.

Vielleicht hast du da den schwarzen Peter beim Widerstand erwischt :biggrin:
ich bin noch nicht sicher ob Levo SL oder Orbea Rise :cool:
Levo SL bin ich das Wochenende gefahren und fand es richtig cool, nur auf steilen Anstiegen kam mir recht oft das Vorderrad entgegen. Leider gibt es das Orbea hier im Raum Zürich aktuell nicht zum Testen :-(
 

raptora

Bekanntes Mitglied
Genau vor der gleichen Entscheidung stehe ich auch. Bist Du beide Räder probegefahren? Welches Rise wird’s denn?🙃

Kleine Planänderung, auf mein Rise hab ich ja jetzt 1 Jahr gewartet und soll am 24.10 kommen.

Jetzt hatte mein Händler durch einen Riesenzufall das neue Kenevo SL Comp im Zulauf
und hat mir einen Megapreis dafür gemacht. Das bekomme ich jetzt nächste Woche :)

Trotzdem ist das Rise ein geiles Bike 👍
 
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