Laut Spiegel "the next big thing"

Jum

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Naja, wenn Du das nicht sehen willst, dann kannst Du auch nicht einschätzen was gerade in Bewegung ist. Dann führe aber auch nicht Kalifornien an.

Da bleibt der Hofnarr dann der Hofnarr.
 

Frankonia

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Vor allem der Verkehrsfluss ...
Pro Tipp
beim Parken nie einen Gang einlegen, geschweige denn die Handbremse anziehen. :)

In Deutschland werden die Scooter der größte Flop 2019.

Ein paar Hippster werden sich schon finden lassen welche die Dinger toll finden.
 

Jum

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Zum Glück gibt es hier ja keine Monarchisten:


 

Frankonia

Bekanntes Mitglied
Bird, Lime und wie sie alle heissen diese Verleiher sind Müllproduzenten. Nach 2, 3 Monaten sind die Roller kaputt und werden entsorgt. Nachaltig ist das alles nicht.

“ Wie bei allen Sharing-Angeboten ist die zentrale Frage, was substituiert wird: Bleibt das Auto stehen, verbessert das die Ökobilanz erheblich. Werden Fahrräder, Bus und U-Bahn ersetzt, dürfte sie sich hingegen verschlechtern.
 
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Jum

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Alle Verleiher werden für Deutschland eigene E Scooter rausbringen, die der EKFV entsprechen. Rom wurde auch nicht an einem Tage erbaut. Das ist kein K.O. Kriterium. Wir stehen am Anfang eines Prozesses.

Um die letzte Meile attraktiver zu machen und die Kurzfahrten per Auto zu erledigen ist der sogenannte intermodale Ansatz wichtig. Wichtig ist halt das auch Verkehrsunternehmen u.v.a. mitmachen etc.

Es gibt inzwischen Studien über Nutzungsverhalten, z.B. die Portland Studie: https://www.portlandoregon.gov/transportation/article/709719 auch eine sogenannte Paris Studie gibt Aufschluss darauf. In Kürze kommt auch eine sogenannte Texas Studie raus.

Ob die E Scooter und E Boards der Kern der Verkehrswende werden, Top oder Flop, wird sich halt auch an den Einstellungen in der Politik ergeben. Dafür streiten wir: https://electricempire.de/news/28-04-2019-demonstration-fuer-elektrokleinstfahrzeuge/ Letztlich haben wir schon einiges erreicht. Es ist halt viel Arbeit.

Kern der möglichen Verkehrsrevolution werden nicht E Bikes und E-SUVs sein. Dafür muß man aber bereit sein nach Tel Aviv, Paris, Barcelona, Lissabon und andere Städte zu schauen.
 
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hna

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Es gibt inzwischen Studien über Nutzungsverhalten, z.B. die Portland Studie:
Ja, es ist erschreckend:
When posted speed limits are 30 MPH or higher, most users rode illegally on the sidewalk.
Das heisst im Klartext dass auf den innerstädtischen Straßen, sofern es sich nicht um verkehrsberuhigte Zonen handelt, die meisten der Rollerfahrer illegal auf dem Gehweg brettern. Autsch!

Schöne neue Zeiten, aber für den Klimaschutz sind Kolleteralschäden eben nicht vermeidbar, vielleicht ist ja Protektorkleidung für Fußgänger "The next big thing"

Da nächste Ei was uns unsere Regierung gelegt hat ist Roller bis 12 km/h auf Gehwegen zuzulassen, und das vermutlich ohne Versicherungspflicht und Kennzeichen. Das ist doch ein Freibrief, denn wer bitte soll erkennen ob es sich bei dem Roller welcher gerade zwischen den Fußgängern durchbrettert es sich tatsächlich um eine legalen 12 km/h Roller oder um eines der vielen China-Importe ohne Begrenzung handelt.
 

Jum

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Also auf unseren Mist (Electric Empire und EScooter.Blog) ist der 12 km/h Roller nicht gewachsen. Das war ne Idee vom BMVI. Evtl. lässt sich daraus die zusätzlich anstehende Ausnahmegenehmigung für Fahrzeuge ohne Lenkstange ableiten. Geschätzt gibt es über 200.000 Hoverboards, E Skateboards und andere E Fahrzeuge "illegal" in Deutschland. Die sollen eigentlich legalisiert werden. Durch ABE und Typengenehmigung werden die aber zu Elektroschrott. Bei den Fußwegen laufen nun Fußgängerverbände Sturm (FUSS e.V.). Der eigentlich gemeinsame "Feind" ist das Auto.

Ich habe eine Umfrage bei den mir eng bekannten E Scooter Herstellern gemacht. Bislang plant niemand einen 12 km/h Scooter. Der Hauptfokus liegt auf die 20 km/h Scooter. Ist also alles erstmal eine Scheindebatte.

Eine Pflichtversicherung bei der Ausnahmeverordnung vor EKF ohne Lenkstange scheint gesetzt zu sein.

Ich habe hier einen Blogartikel dazu geschrieben, dessen Meinung von den meisten (eigentlich fast allen) aus der Elektrokleinstfahrzeugszene geteilt wird: https://escooter.blog/2019/04/11/e-scooter-zulassung-eine-erfolgsstory-oder-jetzt-schon-eine-verpasste-chance/

Vielleicht stößt er hier nicht auf diegleiche Zustimmung, aber das bin ich ja gewöhnt :) Das ist dann halt auch ein interessanter Fakt.
 

Frankonia

Bekanntes Mitglied
Naja, wenn Du das nicht sehen willst ...
Ich sehe gerade das deine Vorbilder alle ihre Spielregeln verschärfen und deutlichst nachregulieren auf Grund schwerer Unfälle und Todesfälle. Altersbegrenzung, Fahrtauglichkeitsprüfung, etc. ...

Des Fußgängers Feind ist nicht das Auto, das fährt ja auf der Strasse, nicht am Fußweg.
 

hna

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Dass die Fußgängerverbände Sturm laufen ist doch klar, ist aber auch eine selten doofe Idee die Dinger auf dem Gehweg zuzulassen. Sicher ist der E-Roller eine interessante Alternative um in den verstopften Innenstädten den Autoverkehr zu reduzieren, aber hier muss die Politik dann bitte auch schnellstens die entsprechende Infrastruktur für den sicheren Betrieb dieser Fahrzeuggattung zu schaffen.

Und man darf auch eins nicht vergessen: Die E-Tretroller sind reine Schönwetterfahrzeuge. Was ist bei Regen, Kälte und Schnee? Soll ja in Deutschland nicht so selten sein, wie kommen die Leute dann an ihren Arbeitsplatz?
Letztendlich müssen die Städte und Kommunen dann doch wieder ganzjährig die entsprechenden Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr bereithalten, im Sommer fahren die Busse dann halbleer.
 

Jum

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Du meinst sicherlich Österreich. Genau das finde ich gut. Erst legalisieren dann justieren. Ich habe nie was anderes behauptet: https://escooter.blog/2018/10/16/kommentar-zum-entwurf-der-elektrokleinstfahrzeuge-verordnung/

Natürlich bin ich insgesamt für eine sehr liberale Fassung, bei gleichzeitiger Beschränkung des Autoverkehrs.

Rein rechnerisch wird es diesen Sommer nach der Legalisierung auch den ersten Verkehrstoten geben. An diesem Osterwochenende starben über 10 Motorradfahrer. Käme jemand auf die Idee das Motorrad fahren zu verbieten ?

Die Texas Studie (Austin), die bisher nur in Teilen veröffentlicht wurde, besagt das 3/4 aller Unfälle mit E Scootern alkoholisiert und unter Drogen zu Stande kamen und ein Ergebnis: Wenn man besoffen einen Unfall baut, schädigt man sich zumindest erstmal selber und nicht wie beim Auto potentiell viele andere. Die wurde aber noch nicht schlußendlich veröffentlicht. Außerdem mag man in Europa keine Studien aus den USA.

Dadurch das der Autoverkehr priorisiert wird und Fahrräder z.B. auf gemeinsamen Geh- und Radwegen gedrängt werden, ist die Ursache des Problems das Auto, nicht das Fahrrad. Man verschiebt Fahrzeuge, die eigentlich auf die Straße gehören auf den Fußgängerweg. Mal von den ganzen Verkehrstoten im Bereich Fußgänger abgesehen, die direkt durchs Auto umgefahren werden.

Das Problem sind in der Tat die ganzen Verkehrsunternehmen mit ihren einzelnen Beförderungsbestimmungen. Ein Flickenteppich wie im Mittelalter.

Das mit dem Wetter ist ein guter Einwand. Klimakatastrophe verschönert das Wetter.
 
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Frankonia

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Du meinst sicherlich Österreich. Genau das finde ich gut. Erst legalisieren dann justieren. Ich habe nie was anderes behauptet: https://escooter.blog/2018/10/16/kommentar-zum-entwurf-der-elektrokleinstfahrzeuge-verordnung/
Nein, ich meine damit dein Tel Aviv. Das Problem dort, die Gesetze interessieren keinen.

Die deutsche Mendalität ist das immer erst was passieren muss bevor Handlungsbedarf besteht.

Und "er" sorgt schonmal vor:
 
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Jum

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Ja, das wird wohl sehr spannend die nächsten Wochen und Monate. Ich denke auch das E Scooter fahren gefährlicher ist als Fahrrad fahren. Und das man das alles nicht unterschätzen darf. Und gut wenn die Fahrradläden sich raushalten. Wenn das die ZEG man auch täte,... Obwohl dann sahnen halt Mediamarkt, Saturn und Conrad umso mehr ab.
 

minimaliste

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Und man darf auch eins nicht vergessen: Die E-Tretroller sind reine Schönwetterfahrzeuge. Was ist bei Regen, Kälte und Schnee? Soll ja in Deutschland nicht so selten sein, wie kommen die Leute dann an ihren Arbeitsplatz?
Letztendlich müssen die Städte und Kommunen dann doch wieder ganzjährig die entsprechenden Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr bereithalten, im Sommer fahren die Busse dann halbleer.
Ich wiederhole: das wird erst dann interessant, wenn es überdachte Lösungen gibt. Was bringen die Fahrradautobahnen im Ruhrgebiet, wenn sie bei Schlechtwetter 80% weniger genutzt werden. Wenn wir aus Klimaschutzgründen (LOL) E-Mobility fördern wollen, dann müssen die Wege überdacht werden. Technisch problemlos umsetzbar und finanziell auch - sofern echter Wille vorhanden ist.
 

Frankonia

Bekanntes Mitglied
Wer überdacht fahren will fährt Velomobil. Schneller und komfortabler gehts kaum.

z.B. :

Wenns das mal bei uns gibt, für 4.500 Euro kauf ich mir so ein Teil!
 
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minimaliste

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Das Podbike ist definitiv eine feine Sache. Gefällt mir auf Anhieb und könnte ich mir für mich selbst auch vorstellen. Löst aber nicht das Problem der E-Mobility sowie der "umweltfreundlicheren" Fortbewegungsmittel allgemein. Also Fahrrad, E-Scooter, Segway und was es noch so alles gibt. Es wird sich nicht jeder ein Podbike oder ähnliches leisten können. Wer bspw. 5 km zur Arbeit fährt, kann dies auch mit einem 259,- Euro Discounter Fahrrad tun. Das Wetterproblem bleibt dann trotzdem bestehen.
 

Frankonia

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Die Öffis gibts ja auch noch, Bus und Bahn sind meines Wissenes nach noch nicht auf Cabrio umgestiegen.

Gibt ja zudem wer strampeln will noch mehr Velos
 
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