Krisenstimmung trotz E-Mountainbike-Boom: Liteville & Syntace suchen Investor

Krisenstimmung trotz E-Mountainbike-Boom: Liteville & Syntace suchen Investor

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Die riesige Nachfrage nach Bikes und Anbauteilen hat leider sehr negative Auswirkungen für die Traditionsfirmen Liteville und Syntace. Aufgrund langer Lieferzeiten kann man keine Produkte verkaufen – nun soll ein Investor helfen.

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Krisenstimmung trotz E-Mountainbike-Boom: Liteville & Syntace suchen Investor
 
G

Gelöschtes Mitglied 14565

Guest
Auch ein Schweizer darf sich auf der Liteville Homepage informieren und notfalls gibt es auch Online Umrechner von Euro in Fränkli.
Und nein, nicht jeder mag überteuerte Produkte vom Thömmie
 

BerLin

Mitglied
Ein Inhaber, der auf dem linken Kanal das Ende seines Lebenswerks befürchtet und einen Investor sucht, der nach seiner Pfeife tanzt und auf den rechten Kanal verkündet, dass er den Personalbestand eigenmächtig verdoppelt hat...

so ein Inhaber hat keine Glaubwürdigkeit mehr!

Auch das lese ich anders. Er sieht sein Lebenswerk Gefahr weil er nicht genügend Parts von Shimano geliefert bekommt. Nicht weil er kein Geld mehr hat sondern weil seine Firma nicht genügend Bikes absetzt. Ein Problem was sicherlich einige, wenn nicht alle Hersteller hätten, wenn sie ausschließlich Bikes ab einem Preislevel von 3500 € aufwärts verkaufen würden.

Also was ist denn nun in so einer Situation sinnvoll? Stillstehen und nichts machen oder die Firma wie auch immer zu verändern, damit dann mehr Bikes verkauft werden können.

Zu deinem Investor nach der Pfeife tanzen lassen, dass für einen Investor diese Firma schwierig ist, ergibt sich schon aus der Grundphilosophie und die daraus resultierenden Art wie Produkte z.B. bei Syntace entwickelt werden. Das kostet viel Zeit und Geld. Das Geld muss dann wiederum über den Artikel wieder eingespielt werden, welche sich aber auch nicht zu stark von den Marktüblichen Preisen absetzen können.

Wenn man sich kein Liteville leisten kann macht es das schlecht reden und Unwahrheiten verbreiten nicht besser.

Der Standard ist nicht unbedingt eine seriöse Quelle.
Linksliberales Schundblatt wäre wohl passender.

Und genau das nervt mich! Im Rondo wurde eine BEILAGE MIT DEM ARTIKEL gedruckt. Diese wurde dann hier MEHR ALS OFFENSICHTLICH ZERSTÜCKELT und dient dann als Basis für das Zerfetzen einer Firma die Bikes und Teile herstellt welche den einen oder anderen der "groẞen" Hersteller vorgeführt hat.
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
Und genau das nervt mich! Im Rondo wurde eine BEILAGE MIT DEM ARTIKEL gedruckt. Diese wurde dann hier MEHR ALS OFFENSICHTLICH ZERSTÜCKELT und dient dann als Basis für das Zerfetzen einer Firma die Bikes und Teile herstellt welche den einen oder anderen der "groẞen" Hersteller vorgeführt hat.

Zuerst kommt: "Sie zitieren mich fasch!" und "Das habe ich (so) nie gesagt!" - dann legt der Journalist den Mitschnitt vor, worauf "Sie habem mich falsch verstanden" und "Sie interpretieren das falsch" kommt. Ganz bestimmt läuft es hier genauso.

Die Emotionen gehen hoch, wenn sich der Lieblingshersteller einen solch schweren Patzer leistet. Da muss der Überbringer der Nachricht irgendwie "schuld" sein.

OK, ich lasse mich belehren. Geh' zum Altpapier, such' den Original-Artikel und fotografiere die Absätze, die in der online-Version fehlen. Ganz besonders wichtig ist jeder Hinweis darauf, wann das Gespräch geführt wurde.
 

BerLin

Mitglied
Hey sorry da wurde ich falsch verstanden bzw. habe es falsch geschrieben.
Mir ging es nicht darum das es im Rondo stand. Es ging mir hier in erster Linie was ursprünglich im Rondo zu lesen war, also der Artikel der unter deinem Link zu sehen ist und das was dann hier als Eingangspost eingestellt wurde. Denn der Eingangspost ist ja für die meisten hier die Basis für diese Diskussion.
Und der wurde aus meiner Sicht stark aus dem Zusammenhang gerissen.

Ja da gebe ich Dir auch Recht das etwas gesagt / geschrieben wird, was bei dem Gegenüber anders aufgenommen werden kann.
Habe ich ja soebend gerade auch erlebt.😔👍
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
zumal er von der Bürgschaft her "all in" gegangen ist:

Zu dem damaligen Crowdfounding noch eine Frage:

Selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i.H.v. 720.000 Euro durch den Geschäftsführer der Syntace GmbH, Jochen Klieber.

Ist damit das Privat- oder das Firmenvermögen gemeint?

Ich sehe beim Crowdfoundig ja keine Möglichkeit, die Qualität der Sicherung zu überprüfen und der Sinn einer GmbH ist es ja, das Privatvermögen aus einer allfälligen Konkursmasse herauszuhalten.
 

Nd-60

Neues Mitglied
Wo das Geld hin ist...

Hier hin. Zitat:
"Übrigens: Statt stundenweise in den Windkanal zu gehen, bauen wir uns einen Eigenen. Gleich hinter der Werkstatt ...mit ein paar Extras. Sie dürfen gespannt sein."
;)


L&S hat viel Geld mit der Lizensierung von X-12 verdient. (anfangs wohl 1 Euro pro verkauftem Rahmen)

Ich kann mir kaum Vorstellen, dass die dabei eingenommenen Mittel bereits ausgeschöpft sind. Allein Canyon hat mehrere Jahre eine Vielzahl ihrer Räder damit ausgestattet.
 

keroson

Aktives Mitglied
Ich aber (weil ich selber eine gegeben hab).
Die Bürgschaft greift auf das Privatvermögen von Herrn Klieber zu.

Das ist gerade bei jungen GmbHs üblich. -> Die GmbH könnte ja sonst einen Kredit aufnehmen, denn sich die Geschäftsführer als (überhöhten) Lohn auszahlen und am Ende steht die Bank leer da, weil die GmbH Insolvent geht.

Ohne das Privatvermögen von Herrn Klieber zu kennen (und da gibt es ja so einige Spielräume z.B. Haus und Auto gehören dem:r Lebensgefährten:in) ist das halt mit wenig Aussagekraft. Wenn er sein ganzen Vermögen in die Firma gesteckt hat, dann bleibt halt im Zweifel nicht viel übrig, auf das man zurück greifen kann
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
Ohne das Privatvermögen von Herrn Klieber zu kennen (und da gibt es ja so einige Spielräume z.B. Haus und Auto gehören dem:r Lebensgefährten:in) ist das halt mit wenig Aussagekraft. Wenn er sein ganzen Vermögen in die Firma gesteckt hat, dann bleibt halt im Zweifel nicht viel übrig, auf das man zurück greifen kann

Ja, besonders im Zusammenhang mit dem oben genannten Crowdfunding sehe ich dies als Schwachpunkt. Die Bürgschaft erscheint als weitgehend substanzfrei, während in der Firma materielle Werte gegeben sind.

Abhilfe schaffen soll nun ein Investor, der finanziell aushilft, bis die Krise überstanden ist.

Schrieb die eMTB Redaktion. Inzwischen konnte der Originalartikel enthüllt werden und die Firma selbst hat eine komplett gegenteilige Stellungnahme veröffentlicht - ohne auf die wesentlichen Punkte einzugehen.

Dass es keine Investroren gibt, welche Löhne und Mieten zahlen, wenn wegen Teilemangel nichts verkauft wird, hätte selbst die nur in Velofragen gut bestellte Redaktion merken können. Solche Leute werden Gönner oder Mäzene genannt.

Die 8½% auf die volle Kreditsumme im ersten Jahr, danach häppchenweise Rückzahlung und Zins nur auf den Restkredit (was üblich ist), ist nicht überragend. 5 Jahre in einen dividendenstarken SMI Titel investiert sein bringt mehr. Über die Risikobeurteilung liesse sich streiten.
 

LukE85

Bekanntes Mitglied
Wie bereits geschrieben, ist die eigene Herstellung von Laufrädern, Teleskopsattelstützen, Lenkern und teilwiese sogar Fahrwerken doch längst üblich. Vor ein Paar Jahren wurde in diese Richtung genauso argumentiert, wie du jetzt zum Thema Schaltung und bremsen. Klar ist es teurer nur ein paar Tausend Bremsen (+Zubehör) herzustellen, als Hunderttausend und mehr. Aber es hat ja auch mehrere Vorteile. Und die 20 Euro mehr für den Hersteller und dann vielleicht 100 für den Endkunden machen den Braten doch nicht fett.

Ich sehe da nur das Know How als Problem. Aber so schwierig kann es ja nicht sein. Zur not kopiert man.
Die meisten kaufen das nur ein und lassen ihr Label aufdrucken, gibt aber natürlich auch Ausnahmen.
In nahezu jedem Fall aber fertigen die die Teile nicht selbst sondern lassen fertigen. Das wurde hier ja schon von allen Seiten bestätigt. Auf den Fahrzeugteilen steht auch immer VW oder BMW drauf, die kaufen aber i.d.R auch so gut wie alle Komponenten ein.

Es ist auch alles nicht so easy wie manch Laie sich das vorstellt, würde Liteville eine eigene Schaltung entwickeln und für die eigenen Räder selbst herstellen würde diese schon 5k€ pro set kosten.
Ist das wirklich so?

Wäre es denkbar, dass es sich jeweils um OEM Fertigung handelt (also z.B. "Sattel: Rotwild Rider Pro" steht, es in Wirklichkeit aber ein Ergon-Sattel mit Aufschrift "Rotwild" ist?)
Klar ist das so, genau so wie die Gummibären bei Aldi, ist Haribo, steht aber Aldi drauf.


Zum Thema: bin auch der Meinung das Liteville altbacken wirkt und während viele Hersteller tolle Designs schaffen und immerwieder neues, steht LV immer mit dem gleichen Drahtesel da. Und das auch noch für horrende Summen. Das löst bei mir nicht annähernd einen "Habenwollen -Effekt" aus. Wenn ich x-tausend Euro ausgeben soll, dann muss schon einiges stimmen und dazu gehört neben der "Leistung und Qualität auch das Design. Gleichzeitig habe ich sympathien für kleine Bikeschnieden und andere Denkweisen. Man muss aber als Marktteilnehmer dennoch wissen des es nie nur um Technik und geht. Etwas Marketing, Design gehört doch dazu, gerne auch seriös.

Daher wundert mich das nicht dass LV immer so ein Nischendasein fristet und jetzt etwas unter die Räder kommt.

Edit: und wenn sie nicht unter die Räder kommen, auch gut aber gewundert hätte es mich nicht.
 
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