Generelle Empfehlung zu e-MTB

deraragorn

Mitglied
Hallo zusammen!

Ich bin recht neu hier und auch in dem gesamten Thema, da ich bisher fast nur Rennrad gefahren bin.
Und das eben auch zur Arbeit.

Nun habe ich die Arbeitsstelle gewechselt und darf ab sofort die doppelte Strecke und wesentlich mehr HM zur Arbeit bewältigen - und auf der Arbeit duschen muss nicht unbedingt jeden Tag sein...
Dazu kommt dass der AG ein Bikeleasing anbietet (ohne wäre ich zugegebenermaßen gar nicht auf die Idee eines e-Bikes gekommen) und ich gern auch wieder etwas tiefer in den Wald fahren würde.

Daher hier die Anfrage nach einer Empfehlung von euch - und eines muss ich sagen, das Engagement hier im Forum scheint wirklich ungewöhnlich groß zu sein, Hut ab!

Kommen wir zum Punkt - und dazu erstmal meinen verbindlichsten Dank dass es überhaupt gelesen wird!

1: Wie groß ist dein Budget? Wie viel möchtest du ausgeben?
Im Bereich um 4.000 bis max. 5.000 EUR, gern um 4.500

2: Welche Rahmengröße und Systemgewicht benötigst du? Alternativ: Wie groß und schwer bist du und welche Innenbeinlänge hast du?

Bei 1,93m und 93,5cm vermutlich in den allermeisten Fällen XL

3: Soll es ein Fully werden oder reicht auch ein Hardtail?
Gern ein Fully, aber ich bin für Empfehlungen offen

4: Was möchtest du mit dem eMTB machen?
Trails bis XC, aber die meisten km werden sicherlich durchs Pendeln zur Arbeit gefahren werden

5: Wie ist deine Fahrtechnik und/oder deine Kenntnisse beim Mountainbiken?
Bisher Rennradler, das letzte Mal MTB ist etwa 15 Jahre her...

6: Gibt es eine Wunsch-Akku Größe bzw. wie viele Höhenmeter / Stecke willst du schaffen können?
65-70 km bei insgesamt rund 800 hm ist die Pendelstrecke - das muss drin sein da ich nicht weiß ob ich auf der Arbeit laden kann.

7: Welche Motoren bist du evtl. schon gefahren und gibt es Bevorzugungen

Bisher überhaupt keine, völlig unerfahren auf dem Gebiet

8: Gibt es eine bevorzugte Reifengröße (27,5", MX/Mix/Mullet, 29", egal)?

29" erscheint mir ob der Größe und des Anforderungsprofils sinnig

9: Wie viel Federweg vorne / hinten / egal?

mindestens 120mm

10: Muss der Akku zum Aufladen entnehmbar sein oder hast du die Möglichkeit den Akku regelmäßig im Fahrrad zu laden?

Der Akku kann im Rad geladen werden

11: Bevorzugung von Händler oder I-Net Kauf?

Leasing, aber Händler oder Netz ist mir bei guter Bewertung recht gleichgültig

12: Muss das eMTB sofort verfügbar sein oder ist eine mehrmonatige Lieferzeit akzeptabel?

Je eher desto... Dann hätte man im Sommer ggf. noch etwas davon.

13: Welche eMTBs hast du dir schon angeschaut?
Bitte jeweils mit kurzem Feedback.
Online bereits viele viele.
Cube Stereo Hybrid 120 SL - sieht ganz okay aus
Cube Stereo Hybrid 140 Race 625 - ähnlich 120, aber Mullet... Keine Ahnung, um ehrlich zu sein.
Raymon FullRay e-Nine 8.0 - guter Preis - aber irgendwas gefällt mir da nicht. Vermutlich unbegründet.
Ghost E-ASX 160 Essential AL - Was hat das denn für einen Dämpfer? Hodaka? Noch nie gehört...
Radon Render 8.0 625 - Gefällt nach ein paar Mal ansehen erstaunlich gut
Focus Jam² 6.7 - Gute Frage.

14: Welche davon bist du schon im geplanten Einsatzbereich/auf dem Händlerparkplatz gefahren?
Keines. In der unmittelbaren Nähe ist kein Händler der solche Modelle hat. Entweder Citybikes oder direkt jenseits der 6000 EUR.


Danke für eure Unterstützung und Hilfe.
Felix
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von calsonic

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hmm, schwierig, da du wohl öfter pendeln möchtest und dann auch noch 70 km würde ich eher Abstand nehmen von einem emtb und nach einem Tourenrad schauen.
für so eine lange Strecke ist es doch bestimmt sinnvoller, Licht, Schutzbleche und Gepäckträger fest verbaut zu haben. wenn für dich ein fully aus Komfortgründen in den Kopf gekommen ist, dann wäre so etwas vielleicht auch interessant, ein Kollege ist damit sehr zufrieden.

 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von calsonic

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Schau dir Mal das Merida eOne-Forty 575 an.

745er Akku, durchaus brauchbare Gabel, solide Ausstattung, alltagstauglich (Licht, Montagepunkt für Ständer), auch als EQP Modell mit festen Schutzblechen und Gepäckträger zu bekommen. Geht also leicht Richtung SUV.

140kg Systemgewicht passt auch.

Ansonsten würde mir in der Klasse noch das Focus Thron² oder das Centurion Numinis einfallen. Wären alternativen mit Bosch Motor statt Shimano.

Besonders das Thron² könnte aktuell gut lieferbar sein.

Bedenke dass du bei Leasing und Versandhandel nicht als Privatkunde zählst und damit kein Widerrufsrecht hast. Versand also nur dann, wenn du dir mit dem Bike wirklich sicher bist.
 
Ich würde Dir dringend empfehlen, erstmal ein eMTB auszuleihen und die Strecke zu fahren.
Wir haben (meine Frau) ein Stereo 120 SL in L seit kurzem. Das Bike macht mega Spaß, vor allem auf Waldwegen, aber auch Trails. Ich hatte es mir diese Woche mal ausgeliehen und bin auf Arbeit damit gefahren (10 km, 50 Hm). Ehrlich, so richtig überzeugt war ich nicht. Gerade auf den geraden Radwegstrecken war ich immer schneller, sodass keine Unterstützung funktioniert hat. So ab 26 km/h schaltet es ab. Den nächsten Tag bin ich mit meinem Biobike (29" Copperhead) gefahren, ich war unwesentlich langsamer, geschwitzt habe ich bei den Temperaturen genauso. Also zum Pendeln macht bestimmt ein Light eMTB Sinn. Aber wenn Du viel bergauf und bergab auf der Strecke hast kann es schon Sinn machen. Bergauf hast Du die Unterstützung, bergauf läuft das Teil.😈
Das 120er Stereo SL ist allerdings schon ein Topp-Rad, sehr gute Komponenten, großer Akku. Ob es Dir in XL passt, Cube-Rahmen sind in der Regel etwas kleiner als beim Wettbewerb. Musst Du probieren.
 
Für eine Pendelstecke von 70 km und 800 hm würde ich mir gar kein EBike kaufen, die Unterhaltskosten für den Verschleiß sind viel zu hoch, es sei denn, es ist in den Leasingkosten auch Verschleiss enthalten.
Kauf dir lieber einen Elektroroller, kostet nur ein Drittel eines vernünftigen Bikes und du bist mind. doppelt so schnell an deinem Arbeitsplatz.
 
Hallo und guten Morgen.
@Hopfenrunner , danke für die Info. Das klingt gut. Jedoch habe ich tatsächlich reichlich Höhenmeter zu kloppen.
Mit dem RR ginge das natürlich gut, weil man die Straßen nutzen kann, aber da komme ich nicht über nen 25er Schnitt - dafür ist die Sportlichkeit dann doch nicht ausreichend auf der Strecke. Daher eben überhaupt die Notwendigkeit eines "e".
@Menace , ja - die Verschleißkosten würde ich natürlich in den Leasingvertrag integrieren. Bisher habe ich alles am Rad selbst gemacht, von Lagern bis Lack, aber bei Leasing ist das natürlich nur begrenzt möglich. Ein Elektroroller jedoch ist wirklich keine Wahl, es darf schon Pedale haben - dann eher eine alte Herkules 50er Mofa :cool:
@h00bi , danke. Das sind gute Ansätze und Ideen, da schaue ich mich mal in der Richtung um.
@toddy , ein Tourenrad kommt mir nicht in den Stall. Das kann ich nicht. :-( Beim besten Willen. Hardtail, das ist eine Option über die man nachdenken kann - aber dann würde ich vermutlich eher in Richtung eines Gravelbikes gehen als MTB. Steht tatsächlich als Option offen, aber erweitert meine Möglichkeiten nur wenig mehr als das bisherige Gefährt. Es soll ja eben auch ermöglichen, wirklich mal im Wald zu fahren und eben mal da wo man sonst nicht fährt... Aber womöglich suche ich die eierlegende Wollmilchsau in einem Budget das einfach zu gering ist...
 
Was macht ein Gravel den besser als ein MTB?
Rollwiderstand und Luftwiderstand?
Dann lieber ein MTB und leicht rollende, schmalere Reifen drauf. Ggf. einen zweiten LRS für Geländebereifung zulegen.
 
deine einfache pendelstrecke beträgt also 35 km? da würde ich andere verkehrsmittel vorziehen …

ich bin überrascht, wie viel zeit manche zu haben scheinen (halbtagsjob?) und auch nie duschen zu müssen. und unser wetter ist ja auch immer top. 😉
 
@mcmrks Ja. 35km je Strecke. Ich bin überrascht was du da so raus liest und unterstellst, das könnte man schon als dreist bezeichnen. Derzeit sind 45-50 Stunden sicher kein Halbtagsjob und die heimische Dusche wird durchaus regelmäßig benutzt.
Wer nur bei gutem Wetter mit dem Rad fährt, der ist wohl ein Gutwetter-Radler. Wenn man nass wird wird man eben nass, das gehört dazu und schränkt sicher nicht ein - lediglich die Kurvengeschwindigkeit.

Ich persönlich fahre lieber 2 bis 3 mal je Woche 3 Stunden mit dem Rad als dieselbe Zeit in der Muckibude zu hängen. Aber es ist deine Sache was du mit deiner Freizeit anstellst.

Allen anderen danke ich erstmal für die Infos, Ideen und den generellen Input!
 
@deraragorn @toddy @KalleAnka
um gottes willen, das war überhaupt nicht böse gemeint und es tut mir leid, wenn es so herübergekommen ist.
ich habe die gleiche strecke und es mal mit dem rennrad versucht. als ich nach über einer stunde angekommen bin, war ich kltschnass geschwitzt und nach der rückfahrt (dauerte noch länger wegen der üblichen 12-prozent-rampen) hab ich mir dann „nie wieder“ geschworen. drei mal duschen am tag ist nicht gut für die haut. 😉
der tag war mit knapp 12 stunden auch sehr lang, und ich habe das alles nur auf meine negative erfahrung bezogen geschrieben. nochmals sorry.
 
Ähnliche Strecke auch bei mir. Duschen geht zum Glück auf der Arbeit. Ohne wäre fraglich für mich 😉
1..2 mal die Woche ist ok, alles andere wäre auch für mich zu viel des guten.
Bin mit HT ebike und Fully ebike gefahren. Mit HT gefühlt schneller gewesen.
Bin dann aber auch nur schön Wetter gefahren, weil nicht nur nass sondern auch dreckig. Da helfen irgendwelche mud guards nicht und ordentliche Bleche passen nicht ans Mtb.
 
@mcmrks Es kam schon so rüber, aber dann ist ja alles gut.
Ich bin zur alten Arbeitsstelle mit 20km je Strecke auch mit dem RR gefahren, das geht (außer bei 35°C wie heute) noch ganz okay. Aber jetzt ist es eben signifikant bergiger und länger, da möchte ich das einfach nicht und habe die Hoffnung das mit einem e-Bike abbilden zu können. Sauerland ist eben nicht Münsterland, aber das klingt bei dir ja sehr ähnlich.
Das Fully wäre einfach "bequemer" und man hätte ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten die mir mein RR eben nicht bieten kann (und soll).

@punkhead das mit den Blechen ist ein Argument, ja. Aber selbst hier sind 2 bis 3 Tage die Woche regenfrei (naja. meistens.), sodass ich denke dass das gehen sollte.
Ein HT wäre eine denkbare Option, vielleicht auch sinniger... Wobei ich auch sagen muss dass ich mir ein HT aufgrund des Preises eher privat kaufen würde als ein Fully, welches über das Bikeleasing liefe.
 
Persönlich würde ich immer ein Fully auch mit "nur" 120mm einem Hardtail bevorzugen.
Erst recht wenn du wirklich eine Spreizung des Einsatzes neben deines Arbeitsweges anpeilst.
 
Persönlich würde ich immer ein Fully auch mit "nur" 120mm einem Hardtail bevorzugen.
Erst recht wenn du wirklich eine Spreizung des Einsatzes neben deines Arbeitsweges anpeilst.
Ich ned.
eHT ist in der Regel um einiges leichter als ein eFully, was für spritzigkeit sorgt. Vergleichsweise einfache trails gehen damit auch.
Gerade die Trägheit eines 25kg Bomber würde ich mir über die geplante km Leistung nicht antun wollen.
Macht man eher Sonntags Ausflüge und wills gemütlich, dann vllt ein 120mm tourenbike oder für Alpencross.
 
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