Geht das eigentlich nur mir so,

project-light

Mitglied
dass ich die Preise der (E)-Bikes nicht mehr nachvollziehen kann?
Natürlich sind das im EMTB Kleinserien die produziert werden, im Vergleich zum Auto; beim Motorrad bin ich mir allerdings nicht so sicher.
Bis auf den Motor und Akku werden die gleichen Teile wie beim MTB verbaut. Angeblich
spezielle EMTB Teile, wie z. B. Laufräder, Kassetten oder andere Anbauteile, sind doch eigentlich günstigere Teile (mehr Stahl, als Alu und Titan, größere Wandstärken bei Alu, etc.). In der Produktion sind die schweren Teile mit Sicherheit günstiger.
Man merkt es ja auch daran, dass die EMTBs tendenziell eher schwerer und dennoch teurer werden.
Die Belastung mag durchaus, durch die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit und durch mehr eher unerfahrene Biker, im Schnitt höher sein, als bei normalen MTBs.
Haltbarere und schwerere Komponenten zu entwickeln, ist aber einfacher und damit billiger, als auf Leichtbau zu entwickeln.
Ich finde die knapp 4K € für ein taugliches EMTB-Fully schon ambitioniert, wenn die Ausstattung stimmt, ok.
Für die aktuellen Bikes werden aber eher 6K bis 10K € aufgerufen, bei tendenziell eher immer einfacherer Ausstattung...
Ja ich weiß, die blöden Autovergleiche und ja ich weiß, das ist ein Hobby und ja, ich schaue beim Hobby auch nicht auf den Euro; trotzdem, für die Konditionen kann man ohne Weiteres einen Neuwagen eines französischen Herstellers oder gute, junge Gebrauchte deutsche Fabrikate erstehen, oder auch diverse Motorräder.
Das bei diesen Fahrzeugen mehr Entwicklungsarbeit, mehr Teile, (viel) mehr Auflagen (Sicherheit, Umwelt) erforderlich sind, bestreitet wohl niemand.
Ein (Alu) Fully Rahmen (Made in Taiwan!) kostet wenige 100 €. Welche Geo der Rahmen hat, oder ob noch ein Formteil für die Motor- und Akkuhalterung eingeschweisst werden soll, Wird bei Produzenten wie Giant, wohl nur ein paar $ ausmachen.
Ein Bike, egal ob mit E oder Bio, über 5K € übersteigt meinen Horizont.

Was ist Euer Meinung dazu?
 

CCC

Aktives Mitglied
Die Preise sind nicht mehr nachvollziehbar !
Die ganze Preispolitik ist lächerlich.
Wer diese „Abzocker-Preise“ noch bezahlt ist selber schuld.
Aber schauen wir doch mal was wirklich im Wald und auf normalen Trails unterwegs ist.
Ich sehe sehr selten Bikes über 5000,-
Specialized, Scott oder Rotwild sieht man meistens in der einfachsten Ausstattung.
Die superteuren Bikes werden auch in Zukunft Randerscheinungen bleiben.
Wenn ich mir das neue Topmodell von KTM anschaue (10000,-€) und daneben ein Cube Stereo Hybrid SL 160 (4500,-€) frage ich mich was in den Köpfen dieser Marketingstrategen vor sich geht.
Der Markt verändert sich so schnell, was ist dann ein 10000,-€ Ebike in 3 Jahren noch wert ? Bzw. wer soll das kaufen ?

Zum Glück gibts ja Hersteller die eine vernüftige Preispolitik betreiben.
 

Kini

Neues Mitglied
Ich habe mir vor gut 2 Wochen eines gekauft, 2019er Modell 4.100.- bezahlt (UVP 4.500). ausstattungsmäßig in der besseren Mittelklasse. 21,9 kg, 29“, Fox, versenkbare Sattelstütze, XT Schaltung, XT Hebel, XT Bremsen, Shimano Steps 8000. „Abstriche“ bei der hinteren SLX Kassette und Laufrädern (Rodi Felgenund Formular Naben). Das nächst bessere Modell mit DT Swiss und XTR kostet dann 6.300.-.

Einstieg mit günstigen Komponenten und 27,5 Zoll ist 3.700.-. Ist die Marke Conway, die ich vorher nicht kannte. Bin zu meinem Händler und war erst mal auf Giant, KTM fixiert. Doch da legt man noch ein paar 100er drauf. Habe mich nach Probefahrten für den Shimano Motor entschieden, den hatte eben das Conway. 4.100.- sind nicht wenig Geld, für mein Trek Remedy 8 mit ähnlichen Komponenten habe ich vor 9 Jahren 2.800 (UVP 3.500) bezahlt, wenn ich nun die E-Komponenten mit 1.200.- dazurechne ist der Preis von 4.100.- halbwegs nachvollziehbar;-)

6-8000 würde ich nicht ausgeben, die Schwelle (wie bei mir) wird bei den meisten zwischen 3.500 und 4.500 liegen. Mit Vorjahresmodellen kann man auch noch sparen.

Gruß

Kini
 
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hna

Bekanntes Mitglied
Ich finde die knapp 4K € für ein taugliches EMTB-Fully schon ambitioniert, wenn die Ausstattung stimmt, ok.
Für die aktuellen Bikes werden aber eher 6K bis 10K € aufgerufen, bei tendenziell eher immer einfacherer Ausstattung...
Ja ich weiß, die blöden Autovergleiche und ja ich weiß, das ist ein Hobby und ja, ich schaue beim Hobby auch nicht auf den Euro; trotzdem, für die Konditionen kann man ohne Weiteres einen Neuwagen eines französischen Herstellers oder gute, junge Gebrauchte deutsche Fabrikate erstehen, oder auch diverse Motorräder.
Sehe ich mittlerweile ganz genau so und habe mir fest vorgenommen die nächsten Jahre kein neues Bike zu kaufen. Nicht dass ich es mir nicht leisten könnte, aber irgendwie schwindet bei den aktuell aufgerufenen Preisen einfach meine Freude am E-Bike da ich mir einfach verars..t vorkomme, und das mag ich gar nicht.
E-MTBs haben mittlerweile ein Preis/Leistungsverhältnis wie Red Bull.

Ich beschäftige mich, auch beruflich, viel mit Elektromobilität. Und wenn man sieht wie die Akkupreise im KFZ-Sektor gesunken sind, die E-Bikehersteller haben davon scheinbar noch nichts mitbekommen, da gehen die Preise ständig nur nach oben.
 

systemgewicht

Bekanntes Mitglied
Bei Bio MTB ist die Preisentwicklung dieselbe.

Die meisten Hersteller bieten bei gleicher Basis ein Einstiegsmodell für um die 4k und Topmodelle für 6, 7, 8 oder höher.
Specialized ragt da heraus und hat im Topmodell noch nicht einmal Topkomponenten.

Verkauft sich trotzdem bestens und ich sehe sehr viele davon im Wald!
 

Kini

Neues Mitglied
.. fest vorgenommen die nächsten Jahre kein neues Bike zu kaufen. ...
ich habe den Eindruck, dass bei den eBikes eine höhere Fluktuation herrscht, sprich alle 2 Jahre ein neues;-). Das ist meiner Meinung nach Geldvernichtung. Ich fahre mein eBike solange es funktioniert und ich noch Ersatzteile bekomme, da ich nicht die neueste Technologie brauche. Durch den Generationenwechsel bei Bosch und Yamaha werden wieder viele neu Bikes gekauft, der Gebrauchtmarkt freut sich..
 

Wirme

Bekanntes Mitglied
Die Preise für die Räder sind ja irgendwie noch nachzuvollziehen. Zumindest bei den günstigen Herstellern. Wenn man die Abverkaufspreise mit 20-30 % Rabatt sieht, weiß man was da an Marge drin steckt.

Viel schlimmer finde ich die Preise für Ersatzteile. Wenn ich mir ein Rad aus Einzelteilen zusammenbaue, lege ich nochmal > 30 % oben drauf.

Es kann doch nicht sein, dass ein blöder Reifen 40 - 50 € kostet. Oder eine 12 fach Sram Kette 50 €. Da fehlt mir das nötige Verständnis.

Wobei ich das alles etwas entspannter sehe. Andere Hobbys kosten auch Geld. Wenn ich sehe, was das Quard und die 2 großen Hunde von meinem Kollegen kosten. Da komme ich noch billig weg.

Das Geld was andere im Jahr fürs Rauchen ausgeben, gebe ich halt für meine Räder aus.
 

derbikeradler

Bekanntes Mitglied
also ich finde alles über 5000€ ist einfach lächerlich und das sind immer mehr der Bikes

Es ist ja ok wenn es ne Hand voll absolute High End Geräte gibt die zeigen wie ein maximal ausgestattetes Bike aussieht wie auch im Biobike Bereich

Aber wenn man schaut was man für 5000 bis 6000€ teils absolute Standardkomponenten bekommt und es für 4000€ Bikes gibt die aus meiner Sicht mit absoluten Murks daher kommen wie keine Absenkstütze, 0815 Laufräder, 0815 Shimano Bremse(ohne Deore) 1x10 Schaltung und die schlechtesten Federelemente....

dann hörts einfach auf.


4000€ finde ich beim EBike noch vertretbar, allerdings bekommt man hier nur ein 1a Preis Leistungsverhältnis bei Radon und Canyon. Bei allen anderen legt man für gleichwertige Ausstattung 500 bis 1500€ mehr hin(im Schnitt 1000€) und das ist einfach ein Witz

Gute Bio Fullys in Alu kosten auch 2500€ und der E Antrieb dazu biste bei 3800 bis 4000

Mehr hab ich für mein top ausgestattetes Canyon Spectral 7.0 2018 auch nicht bezahlt(3800€)
 

On07

Aktives Mitglied
Ist doch bei allem so, wer was besseres will soll gefälligst bezahlen, trotzdem findet man oft was brauchbares unter 4000.
 

Wirme

Bekanntes Mitglied
Habe mir gerade mal die Neuvorstellungen für 2020 angesehen. Täusche ich mich da, oder werden sich die Bikes immer ähnlicher ?

Wenn ich die Beschiftung ausblende, fällt es mir schwer, einige Hersteller voneinander zu unterscheiden.

Da stellt sich einem die Frage, ob es nicht ein Cube für 4.000 € tut ? Zumal der neue Bosch ja irgendwann auch dort Einzug hält.
 

project-light

Mitglied
Ist doch bei allem so, wer was besseres will soll gefälligst bezahlen, trotzdem findet man oft was brauchbares unter 4000.
Mir geht es um das grundsätzliche Preisniveau, nicht darum das bessere Bikes teurer sind.

Schau Dir doch mal die Neuvorstellungen an. Die fangen bei knapp 5.000 € bis 6.000 € an...Für ein Fahrrad..! Auch wenn ich es mir Leisten könnte, das sehe ich nicht ein.

@ Wirme: Ja das ist mir auch schon aufgefallen, dass sich die Bikes immer ähnlicher werden.

Ich bin froh ein Bike zu haben mit dem ich extrem zufrieden bin, somit brauche ich lange Zeit erstmal kein neues Bike, sofern es nicht einen irreversiblen Defekt bekommt.
 
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codeworkx

Bekanntes Mitglied
40er Boost Laufradsatz UVP 699 Eur. Gekauft bei CRC im Abverkauf für 179 Eur. Noch fragen?

Ich kauf Bike Komponenten nur noch wenns nicht anders geht zum Normalpreis oder warte einfach auf die Sonder-Sonder-Sonderangebote.
Verarschen kann ich mich auch ohne fremde Hilfe. ;-)
 

Wirme

Bekanntes Mitglied
40er Boost Laufradsatz UVP 699 Eur. Gekauft bei CRC im Abverkauf für 179 Eur. Noch fragen?

Ich kauf Bike Komponenten nur noch wenns nicht anders geht zum Normalpreis oder warte einfach auf die Sonder-Sonder-Sonderangebote.
Verarschen kann ich mich auch ohne fremde Hilfe. ;-)
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hna

Bekanntes Mitglied
Ich bin froh ein Bike zu haben mit dem ich extrem zufrieden bin, somit brauche ich lange Zeit erstmal kein neues Bike, sofern es nicht einen irreversiblen Defekt bekommt.
Geht mir genau so. Bin eigentlich mit meinem Nicolai ganz zufrieden. Habe die Gabel jetzt auf Lyrik Ultimate aufgerüstet, Saint Bremsen montiert, Schaltung auf Shimano XT umgebaut und Sattelstütze von BikeYoke.
Geometrie für mich OK, Gewicht mhm, 27 kg.. aber ich bin sowieso nicht der technische Fahrer und Downhill liegt das Ding gut.
Verarbeitungsqualität...naja... eher im Landmaschinenbereich angesiedelt. Die Pulverbeschichtung etwas grobschlächtig, Grundierung gibt's wohl nicht, an dem Magnesiumrahmen platzt die Beschichtung ab, bzw. wirft kleine Blasen da es unter Beschichtung arbeitet. Mein Bike stand letztens neben einem YT, und da dachte ich, das YT Finish ist schon ne andere Hausnummer, aber ich will nicht klagen, ich bin sowieso nicht der Putzteufel....
 

systemgewicht

Bekanntes Mitglied
Schau Dir doch mal die Neuvorstellungen an. Die fangen bei knapp 5.000 € bis 6.000 € an...Für ein Fahrrad..!
Mein Lieblingshersteller wird in Kürze ein neues XC Modell herausbringen (für Unwissende: das ist ein Bio-Bike für Crosscountry).

Mein Tipp ist, die Modelle werden zwischen 6 und 11 tausend liegen.

Das ist eben Hobby. Irrational. Rennräder liegen auch da.
 

CCC

Aktives Mitglied
Mein Lieblingshersteller wird in Kürze ein neues XC Modell herausbringen (für Unwissende: das ist ein Bio-Bike für Crosscountry).

Mein Tipp ist, die Modelle werden zwischen 6 und 11 tausend liegen.

Das ist eben Hobby. Irrational. Rennräder liegen auch da.
Das kann schon sein, dass es auch so teure Rennräder gibt.

Aber hier gehts um die E-MTB Abzocke.
Bikes mit allereinfachster Ausstattung kosten mittlerweile 4500/5000,-€ in der Einstiegsklasse.
Gerade bei nem schweren Ebike sind hochwertige Komponenten wie Fahrwerk und Bremsen wichtig.
Mal zum Vergleich:
Ein vernüftiges Rennrad mit Carbonrahmen und Shimano Ausstattung im mittleren Bereich bekomm ich z.B. bei Cube ab 1500,-€
Wieso kostet dann ein Specialized Levo Ebike mit Carbonrahmen und mittlerer Ausstattung über 8000,-€ ?
Sorry, Hobby hin oder her, da fehlt mir jegliches Verständnis.
„Die ham se doch nimmer alle“
Speziell die Ami-Bikes !
Seid Apple und Tesla meinen alle mit irrsinnig hohen Preisen und mega Renditen das macht jeder mit und geht so immer weiter.
Aber bei einem Fahrrad ?
...ohne mich.
 

project-light

Mitglied
Geht mir genau so. Bin eigentlich mit meinem Nicolai ganz zufrieden.
Das ist aber absolute Kleinstserie, handcrafted in Germany :). Auch Sonderwünsche wird Kalle im gewissen Maße berücksichtigen. Das darf (muss!) meiner Meinung nach auch ein entsprechender Preis aufgerufen werden. Bei den Großserienherstellern, wie Giant, Winona, Specialized etc. sehe ich das anders.

Habe die Gabel jetzt auf Lyrik Ultimate aufgerüstet, Saint Bremsen montiert,...
Habe ich genau so gemacht. Yari auf Lyrik Ultimate umgebaut, Saint Bremsen, XTR-Schalthebel.

Ich überlege auch auf Trickstuff Bremsen umzurüsten und ich hätte gerne eine Hero oder Edge Gabel.
Das ist alles richtig teuer und ich würde die Teile auch nicht ans Limit bringen, aber die Ingenieurs-Leistung von Bommel und Co. wäre mir den Preis wert. Da wird auch nicht auf "Halde" produziert, sondern nach Bestellung, wie auch größtenteils bei Nicolai.

Die Großserien-Basis steht aber einfach in keinem Verhältnis!

Leider habe ich gerade keine Quelle, aber vor vielen Jahren habe ich gelesen, dass ein Taiwan-Fully-Alurahmen ca. 200 - 250 € im Großhandel für OEMs kostet...
 

Knickser

Aktives Mitglied
Kann das Geflenne hier nicht nachvollziehen.
Niemand wird gezwungen für Schrott viel Geld zu bezahlen. Der Markt reguliert sich immer selber, Angebot und Nachfrage... Was nicht gekauft wird, wird auf lange Sicht nicht mehr angeboten. Der Markt ist verhältnismäßig jung. Im Moment können die Hersteller scheinbar die Preise beliebig gestalten weil alles gekauft wird.
Ich kann da nicht mithalten und habe mir ein Vorjahresmodell im Abverkauf geholt. Jetzt muss ich mit so einem "hässlichen" Powerpack anstatt Intube klarkommen. Aber ansonsten bin ich zufrieden.

PS: ich glaube, dass dieses Jobrad einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an den Preisen hat
 
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