Forderung der ZEG: „Macht die Fahrradläden auf!“

Forderung der ZEG: „Macht die Fahrradläden auf!“

Georg Honkomp, Vorsitzender der ZEG (Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft), fordert eine schnelle Öffnung der Fahrradgeschäfte und hat einen Brandbrief an die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, verfasst. Hier die komplette Pressemitteilung.

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Forderung der ZEG: „Macht die Fahrradläden auf!“
 

MB20

Mitglied
Man kann m.E. nur noch den Kopf schütteln, wer momentan alles nach Öffnungen schreit. Jeden Tag kommen gefühlt fünf neue Lobbyverbände ums Eck und erklären, warum genau diese Branche jetzt unbedingt sofort geöffnet werden muss...
Das schlimmste daran ist, dass es Politiker gibt, die da munter mit einstimmen. Bei einigen ist der Erkenntnisgewinn nach zwölf Monaten Pandemie sehr überschaubar, um nicht zu sagen annähernd null.

Jetzt Lockerungsperspektiven aufzuzeigen ist richtig und wichtig. Allerdings wäre es ein Wahnsinn zum jetzigen Zeitpunkt, mit wieder steigenden Fallzahlen und einer erheblich ansteckenderen Mutation, zu viel auf einmal wieder zu öffnen. Alleine mit der Öffnung der Kitas und Grundschulen gibt es in D jetzt täglich wieder mehrere Millionen zusätzlich Kontakte. Jetzt heißt es dies zu beobachten und vorsichtig zu sein, passiert hier nichts, dann nach und nach zu lockern... Alles andere wird in einer massiven dritten Welle enden.

Besichtigungen und Probefahrten nur nach vorheriger Terminabsprache wäre hier ein Anfang. Hier wird aber gefordert die Türen komplett wieder zu öffnen. Wer weiß, wie es im Frühling normalerweise in Fahrradläden aussieht, kann darüber m.E. nur den Kopf schütteln.
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
Georg Honkomp, Vorsitzender der ZEG (Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft), fordert eine schnelle Öffnung der Fahrradgeschäfte

Wer Velo fährt, ist durch den Virus nicht bedroht!

Das liegt daran, dass es zum Velofahren ein Mindestmass an körperlicher Beweglichkeit braucht. Aber auch Schulkinder und Studenten sind durch den Virus nicht bedroht - genausowenig, wie das Gros der Bevölkerung im Erwerbsfähigen Alter. Dennoch sehen alle ihr Leben durch massive Verbote eingeschränkt.

Sollten nun die Velohändler öffnen, was ich sehr begrüssen würde, wäre der Damm gebrochen und das Verbotrsregime wäre am Ende. Das würde die notwendigen Ressourcen freisetzen, um unsere Eltern, die im Pflegeheim tatsächlich durch den Virus in ihrem Leben bedroht sind zu schützen.

Darum: Unterstützt Eure Velohändler wo ihr nur könnt. Das Internet ist kein Ersatz für den echten Kontakt.
 

rsantos

Mitglied
Es ist völlig richtig jetzt die Öffnung zu fordern. und selbstverständlich muss ein Verband für seine Sache kämpfen und die Interessen der Gemeinschaft die sich vom Verband vertreten fühlt, vordergründig im Fokus stellen.
Die Mutation ist eine Entwicklung die zuvor schon angekündigt wurde weil dies von Virologen erwartet wurde. Vermutlich haben wir bereits mit weiteren Mutationen zu tun, und schon wie Streeck und weitere mehrfach öffentlich verkündet haben; Corona geht nicht wieder weg, es bleibt und wir müssen mit diesem Umstand umgehen. Schon jetzt haben die Schließungen mehrere Grundlagen und Existenzen vernichtet.
Die Lockerungen sind nach Einschätzung der Experten unter Beachtung von Hygiene Maßnahmen und Abstände trotzdem zu machen bei stabilen 50-60%. Sie beinhalten nun mal die Möglichkeit für diejenigen die noch nicht bereit sind, sich von allem fernzuhalten, würde wenig ändern für den Einzelnen. Ich für meinem Teil habe weniger Angst vor der Krankheit als vor den Folgen die jetzt schon deutlich zu merken sind. Gerne würde ich auch unter dem Risiko des Krankwerdens eine größere Freiheit genießen, natürlich mit Maske, Hygiene und Abstand, aber das Meiste kann wegen mir schon morgen aufmachen.
Ein globales fordern von Sperren für alle Menschen empfinde ich ehrlich gestanden als egoistisch, aber mir ist bewusst dass ich keine Menschen gefährden darf, insofern frage ich auch immer ob die Person mit Nähe einverstanden ist, halte Abstand und trage Maske.
 

visualex

Mitglied
Herr Honkomp, es gibt echt wichtigeres im Moment. Einen Brandbrif an das Ministerium? Sieht nach Profilierung für die eigenen Reihen aus.

Ich habe vor zwei Wochen ein Fahrrad gekauft. Beim örtlichen Händler, mit Zubehör, mit kurzer Beratung per Mail, mit kontaktloser Übergabe. Hat super geklappt.
 

Alles "Trek"

Bekanntes Mitglied
Profilierung hoch 3. Der muss halt auch seine Position rechtfertigen und für seine "Genossen" Aufmerksamkeit erregen. Passt ja gerade gut wo jeder Verband sich für den "Wichtigsten für die Volkswirtschaft" hält.
Oder haben die "Genossen" Angst, die georderten und vielleicht wirklich schon gelieferten Räder in den Läden nicht los zu bekommen weil keine "Laufkundschaft" kommt?
Ist jeder Händler im ZEG? Wenn nein, dürften die dann nicht öffnen?
 

Mautenbika

Aktives Mitglied
Irgendwie versteh ich das nicht. Einerseits hört man das fast alle Räder ausverkauft sind und andererseits das viele Radhändler bald Pleite gehen weil die nix verkaufen. Das Internet gibt es jetzt schon lange. Auch den Fahrradhandel im Internet gibt es lange. Jeder Händler hatte die Chance das Internet zu erobern. Aber wenn man die Brötchen heute noch backt wie vor 20 Jahren, dann braucht man sich auch nicht wundern. Der Handel ist schon länger im Wandel. Auch kleine Radhändler haben die Chance gehabt ihre Internetpräsenz auszubauen. Allein schon eine Domain mit Terminvereinbarungen würde den Verkauf steigern. Und so eine Domain kann mittlerweile jeder einrichten oder einrichten lassen.
Wo bleibt auch die Solidarität unter den Händlern ? Die, die viel verkauft haben, könnten ja den schlechtlaufenden Händlern aushelfen. Das wäre für mich logischer als jetzt alles zu öffnen. Das Geld ist ja da. Aber nur bei denen die mit der Zeit gegangen sind. Lieber das Vorhandene Geld besser verteilen als die Gesundheit der Bevölkerung zu schädigen. Ich bin gegen ein Öffnung. Man kann ja trotzdem alles kaufen fürs Rad. Aber halt ohne Beratung. Aber das geht vielen Branchen so. Warum sollte die Radindustrie bevorzugt werden ? Es läuft ja. Nur nicht bei den ewig gestrigen.
 

Mautenbika

Aktives Mitglied
War das jetzt ein Scherz oder gehörst du irgendwie zu den Verschwörungsheinis?
Von meinem besten Kumpel der Couseng ist mit Mitte 30 - Ende 30 an Covid 19 gestorben. Er ist JEDEN Tag mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Hat jedes Jahr zwischen 5.000 -10.000 km zurückgelegt. Er war kerngesund bis dahin. Die Gefahr eines schweren Verlaufs oder sogar tödlichen ist durch den sport vielleicht geringer aber nie ganz ausgeschlossen. Mir tut es jedesmal unendlich leid wenn solche Spinner behaupten das NUR die Alten sterben. Ein Großteil gehört zu den Älteren. Aber es kann auch junge Menschen treffen. Das macht mich wirklich traurig. Aber es muss immer erst eine geliebte Person treffen bis manche es begreifen. Auf Diskussionen lass ich mich mit solchen nicht mehr ein. Ich bin ein sehr friedlicher Mensch. Habe niemanden gegenüber Hass. Bis zu diesem Vorfall. Seitdem Hasse ich jeden der Covid 19 leugnet oder relativiert. Ich hoffe das ihr und vorallem eure geliebten Bekannten und Verwandten nicht diese Erfahrung machen müssen. Ich bin teilweise echt sprachlos und zutiefst traurig.
 

Malfurion

Bekanntes Mitglied
Was halt fehlt ist die Laufkundschaft. Und wenn ich zum freundlichen gegangen bin, habe ich in 9 von 10 Fällen zusätzlich irgend einen Scheiß gekauft. Das fehlt natürlich auch.
Zumal ich auch gerne Anfasse. Ich habe mir jetzt neue Reifen bestellt und das nur nach Rezensionen und Testberichten. Fand ich irgendwie schwierig. Ich hätte gern ein wenig über das Gummi gerubbelt (hört sich komisch an, ich weiß ;) ).

Meine Familie und ich sind selbst übervorsichtig, weil es uns lieber ist, dass die Großeltern mal vorbeikommen können, um mit unseren Kindern zu spielen. Dafür verzichten wir auf jeglichen anderen Kontakt.
Ich hätte allerdings nichts gegen geregelte Öffnungen, würde aber auch noch ein paar Monate ohne klarkommen.

Die Händler kann ich allerdings verstehen. Erst sollen sie mühsam Hygienekonzepte erarbeiten, die oft auch noch mit großen Ausgaben einhergingen (Klimaanlagen, Luftfilter etc.) um dann gesagt zu bekommen, dass sie trotzdem nicht öffnen dürfen. Ich kenne den Betreiber des Fitnesstudios in dem ich angemeldet bin persönlich. Der hat im 5 stelligen Bereich investiert und sitzt nun neben den ausbleibenden Einnahmen auch noch auf dieser Investition fest. Das ist schon arg ungünstig.

Es wird bei dem Thema Corona viel zu wenig in der Mitte diskutiert.
 

bluecat

Bekanntes Mitglied
Darum: Unterstützt Eure Velohändler wo ihr nur könnt. Das Internet ist kein Ersatz für den echten Kontakt.

OK, auch unsere Regierung hat sich in der Sache total vergaloppiert und überlegt nun angestrengt, wie sie ohne Gesichtsverlust aus dem Schlamassel, den sie selbst angerichtet hat, heraus kommt. Ganz im Gegensatz zu Eurer Regierung hat unsere nun einen Plan vorgelegt, wie das in bester Schweizer Salamitaktik gehen soll:

Sie erlaubt den Velohändlern, nicht nur zu Reparieren sondern auch persönliche Verkaufsberatung anzubieten:

1614273367643.png


Bin gespannt, wie lange das Verbot in der BRD noch Bestand haben wird.
 

HageBen

Bekanntes Mitglied
Keine Ahnung wo keine Räder verkauft werden. Erst gestern beim reklamieren von meinem, gesehen wie jemand anders eins Probe fährt. Dass das ganze im Freien stattfindet ist doch wirklich kein Problem. Wer will schon im Laden Probe fahren?
 

BjoernS

Bekanntes Mitglied
Das Problem heut zu Tage ist in "meinen" Augen. Das es leider üblich geworden ist bei gut laufenden Geschäften alles und noch jeden Cent um jeden Preis mit zu nehmen. Egal ob es das " Gesicht, Gewissen" kostet.

Und wenn es aus welchem Grund auch immer, schlecht läuft. Schreit man sofort nach Hilfe vom Staat (also nach uns allen).
Die Menschen haben irgenwie vergessen, das der Staat nicht irgendeine obscure Organisation ist sonder das wir das alle sind.

Und da ist das dann so, das ausgerechnet unser deutscher Staat ein Faß für die falschen (in meinen Augen) Branchen aufmacht.
Da werden Branchen unterstützt die einfach am lautesten schreien.
Nach Unterstützung, kommen dann am Ende riesen Gewinne raus. Oder Aktienkurse gehen trotz Kurzarbeit durch die Decke.

Da ist der Specher der Fahrradbranche einfach etwas spät drann mit seinem Marktgeschreie. Ich gönne sicher jedem seine Hilfe, und auch jeder soll bitte gehört werden. Aber wenn alle schreien, drehen sich die meisten weg und gehen.
Leidtragend sind dann nur die, die wirklich Hilfe brauchen.....

In diesen Tagen hab ich das Gefühl das Motto .... Wenn jeder an sich denkt ist doch an alle gedacht................. nimmt wieder fahrt auf!

Corona ist schlimm, aber doch "noch" nicht der Weltuntergang, ich frag mich immer was wäre wenn es uns mal so richtig trifft.
Im Moment hab ich nicht die Hoffnung das die Menscheit das schafft. Nicht mit dem Gebaren unser Wirtschaft und unserer so genannten "Leitfiguren"
 
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